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Jugend forscht

20.02.2020

Mit diesem Gerät steht jede Leiter garantiert richtig

Florian Fritsch, Dominik Kuschel und Marcel Colombo (von links) präsentieren ihr Leiter-Anstellwinkel-Warnsystem.
Bild: Marcus Merk

Die Sieger des "Jugend forscht"-Regionalentscheids stehen fest. Eine Gruppe hat mit einem Sicherheits-Sensor für Leitern gewonnen.

Dass es Unglück bringt, unter einer Leiter durchzulaufen, denken nur abergläubische Menschen. Unabhängig von persönlichen Überzeugungen bringt es aber definitiv Unglück, auf eine falsch aufgestellte Leiter zu steigen – so haben es die drei MAN-Azubis Marcel Colombo, Dominik Kuschel und Florian Fritsch in ihrer Ausbildung gelernt. Um künftig unachtsamen Leitersteigern Unfälle zu ersparen, haben sie das LAW entwickelt, das Leiter-Anstellwinkel-Warnsystem.

Jugend forscht: Es pfeift und blinkt, wenn die Leiter falsch steht

„Ein Warnton und ein Signallicht melden, wenn die Leiter zu steil oder zu flach steht“, erklärt Colombo die Erfindung. Sie ist etwa so groß wie ein Telefonhörer und kann am unteren Ende jeder Leiter angebracht werden. Das Konzept hat die Juroren beim Regionalentscheid von „Jugend forscht“ im MAN-Museum überzeugt: Am Donnerstag belegte das Team den ersten Platz in der Kategorie „Arbeitswelt“. Für die Umsetzung haben sich die drei Azubis einiges einfallen lassen. „Man kann das LAW nicht abschalten“, sagt Fritsch, „weil was ausgeschaltet werden kann, wird auch ausgeschaltet.“

Das System verbraucht keinen Strom, wenn die Leiter gelagert wird, sondern nur, wenn sie tatsächlich falsch steht. Die kleine Knopfbatterie hält für fast 7000 Mal Aufstellen, haben die jungen Männer berechnet. Damit ihre Erfindung tatsächlich zum Einsatz kommt, haben sie schon eine Leiterfirma und einen Patentanwalt kontaktiert, sagt Kuschel. Die "Jugend forscht"-Disziplin Biologie gewinnt ein Projekt, das Teiche erforscht.

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Kai Zwiorek hat unter anderem das Plankton zweier Teiche mit dem Mikroskop analysiert.
Bild: Marcus Merk

Zu den Gewinnern gehört auch Kai Zwiorek. Im MAN-Museum erklärt er den Besuchern seine Forschungsergebnisse. Der Schüler am Neu-Ulmer Bertha-von-Suttner-Gymnasium hat seit 2018 zwei Teiche mit Sonden, Mikroskop und chemischen Tests genau beobachtet und die Fangdaten örtlicher Fischervereine verglichen. „Der eine Teich ist in gutem Zustand, beim anderen habe ich festgestellt, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen“, sagt der junge Wissenschaftler. Für seinen Einsatz erreichte er den ersten Platz in der Kategorie „Biologie“. Nun will er sein Projekt erweitern und noch mehr Stoffe im Wasser erfassen.

Ihre ausgeklügelten Ideen zeigen Schüler beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht im Augsburger MAN-Museum.
48 Bilder
Jugend forscht 2020: Alle Bilder vom Regionalwettbewerb in Augsburg
Bild: Christoph Lotter

Lesen Sie auch: "Jugend forscht" mit so vielen Teilnehmerinnen wie noch nie

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