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Schwaben
06.03.2016

Brandanschläge auf Asylheime: Täter sind noch nicht gefasst

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland Brandanschläge auf 94 Flüchtlingsunterkünfte gezählt. Das Bild stammt aus Weissach, Baden-Württemberg.
Foto: Friebe,dpa, sdmg

Auch in der Region Schwaben gab es in den vergangenen Monaten Brandanschläge auf Asylunterkünfte. Die Täter sind immer noch auf freiem Fuß, die Ermittlungen laufen weiter.

Die Zahl an Brandanschlägen auf Asylunterkünfte hat sich in Deutschland drastisch erhöht. 94 Fälle haben die Behörden im Jahr 2015 gezählt. Auch in der Region wurden kürzlich drei Gebäude angezündet, in denen Flüchtlinge unterkommen sollten.

Bei der Aufklärung der Fälle tut sich die Polizei in ganz Deutschland schwer. "Es gibt meistens nur wenige Spuren am Tatort. Es sind kaum Ermittlungsansätze vorhanden", erklärt ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums die Problematik. Deshalb werden die Fälle nur selten gelöst. Nur gut 14 Prozent der Fälle werden aufgeklärt, ein unterdurchschnittlicher Wert.

Stadtbergen: Unbekannte wollten neues Gebäude eines Asylheims anzünden

Auch nach den drei Brandanschlägen in der Region sind die Täter noch nicht ermittelt. In Stadtbergen (Landkreis Augsburg) wurde im Dezember ein Feuer an einem Asylneubau gelegt. In vier Modulhäusern sollten dort Flüchtlinge untergebracht werden. Zur Zeit, als das Feuer gelegt wurde, waren bereits drei der Gebäude bewohnt. Es wurde an fünf Stellen versucht, das noch unbewohnte Gebäude anzustecken. Offenbar ging das Feuer jedoch von selbst wieder aus. Es entstand ein Schaden in vierstelliger Höhe.

Aufgeklärt werden konnte der Fall aber noch nicht. Laut Polizei sind die eingegangenen Hinweise aus der Bevölkerung überschaubar. Trotz großem Aufwands konnte daher noch kein Verdächtiger ausgemacht werden. Eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizei Augsburg prüft die vorhandenen Spuren und sucht nach weiteren Hinweisen.

Die Tatsache, dass es keine Beobachtungen durch Zeugen gab, erschwere die Ermittlungen zusätzlich. Das Landeskriminalamt hat eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro für Hinweise ausgesetzt.

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Marktoberdorf: Auch Experten finden Täter nach Brandanschlag nicht

Ebenfalls im Dezember hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf ein noch leer stehendes Flüchtlingsheim in Marktoberdorf (Landkreis Ostallgäu) verübt. Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt, es entstand ein Schaden in Höhe von 2000 Euro. Anfang Februar sollten in das Gebäude 88 Flüchtlinge einziehen.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben zwar mehrere Spuren gesichert, konnte jedoch noch keinen Verdächtigen ermitteln. Aus Experten von Staatsschutz, Spurensicherung und Brandermittlung wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die sich ausschließlich mit dem Fall befasste. Gebracht hat es bisher aber nichts.

Neugablonz im Ostallgäu: Hoher Schaden bei Anschlag

Der schlimmste Fall von Brandstiftung wurde in Neugablonz (Landkreis Ostallgäu) registriert. Dort wurde ebenfalls eine noch unbewohnte Flüchtlingsunterkunft angezündet. Wer das getan hat, wissen die Behörden nicht.

Im Dachgeschoss des Gebäudes war ein Feuer ausgebrochen. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten eineinhalb Stunden mit meterhohen Flammen zu kämpfen. Der entstandene Schaden beträgt mehrere Hunderttausend Euro.

Kurz vor dem Brand wurde das Objekt von der Stadt Kaufbeuren noch aufwendig renoviert. Die Polizei befragte umgehend Anwohner und mögliche Zeugen, nach entscheidenden Hinweisen suchten sie allerdings vergebens.

Die 15-köpfige Ermittlungsgruppe, die anfangs an der Aufarbeitung des Falls gearbeitet hat, wurde mittlerweile aufgelöst, bestätigt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auf Anfrage unserer Redaktion. Trotzdem würden sich noch mehrere Mitarbeiter intensiv mit dem Fall befassen.

"Erst wenn alle Spuren genau geprüft und alle Hinweise analysiert sind, hören wir auf, mit Hochdruck an dem Fall zu arbeiten", sagt der Polizeisprecher. Momentan gebe es noch einzelne Gegenstände, die von den Beamten getestet werden. Welche das genau sind, wollen die Ermittler nicht verraten. Auch falls die Tests keinen direkten Hinweis auf die Brandstifter geben, lege man den Fall aber nicht endgültig zu den Akten. "Solange kein Täter gefunden ist, schauen wir uns einen alten Fall von Zeit zu Zeit wieder neu an und überdenken alles."

Oft seien es dabei nur kleine Hinweise, die von einer Spur zur nächsten führen, am Ende aber den Unterschied ausmachen können. Auf diesen entscheidenden Hinweis hoffen auch die Ermittler in Neugablonz. "Wir bewahren auf jeden Fall alle Hinweise auf, die wir haben. Vielleicht gibt es irgendwann neue Möglichkeiten der Analyse, die Klarheit in den Fall bringen", sagt der Polizeisprecher.

Möglich sei auch, dass ein Brandstifter im Nachhinein gefasst wird, wenn er am Tatort seine DNA hinterlassen hat und später bei einer anderen Tat gefasst wird. Auf solche Zufälle müssen die Ermittler hoffen, denn die Chancen auf Aufklärung stehen schlecht.

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