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Kontrollmarathon in Mittelfranken: Bilanz der Polizei zu Verkehrsdelikten

Mittelfranken

700 Geschwindigkeitsverstöße, Alkohol am Steuer und Fluchtversuch: Polizei zieht Bilanz nach Kontrollmarathon

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    In Mittelfranken kontrollierte die Polizei rund 11.000 Fahrer – und verzeichneten hunderte Verkehrsverstöße.
    In Mittelfranken kontrollierte die Polizei rund 11.000 Fahrer – und verzeichneten hunderte Verkehrsverstöße. Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

    Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres starben bereits 272 Menschen in Bayern bei Verkehrsunfällen. Das sind zwar knapp zwei Dutzend weniger als noch im vergangenen Jahr, dennoch seien „überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeiten weiterhin Ursache Nummer 1“, so das Polizeipräsidium Mittelfranken. Am Donnerstag, 16. Oktober, haben Beamte deshalb im gesamten Regierungsbezirk rund 11.000 Autofahrer kontrolliert. Insgesamt stießen sie auf mehrere Hundert Verstöße – doch nicht nur Raser wurden überführt.

    Polizeikontrollen: Fahrer knapp zweimal schneller unterwegs als erlaubt

    Wie die Polizei Mittelfranken mitteilt, kontrollierten Beamte die Verkehrsteilnehmer zwischen 18 Uhr und Mitternacht. In diesen Stunden wurden rund 11.000 Fahrer kontrolliert. Davon waren mehr als 700 zu schnell unterwegs.

    Am deutlichsten über dem Limit war ein Autofahrer in Nürnberg. Obwohl in der Fürther Straße lediglich 50 Kilometer pro Stunde erlaubt sind, fuhr der Mann mit seinem Pkw 97 Stundenkilometer schnell. Selbst nach Abzug der Toleranzen, so die Polizei, ziehe der Verstoß mehrere Strafen nach sich. So müsse ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro gezahlt werden. Dazu darf ein Monat kein Fahrzeug mehr gefahren werden und es werden zwei Punkte in Flensburg eingetragen.

    Bei Geschwindigkeitskontrollen erwischt: Alkohol am Steuer und Fluchtversuch

    Rund eine Stunde vor dem Ende des Kontrollmarathons der Polizei fiel ein 33-Jähriger ebenfalls durch eine zu hohe Geschwindigkeit auf. Doch anstatt auf Anweisung der Polizisten anzuhalten, flüchtete der Mann vor den Beamten. Dabei fuhr er über mehrere rote Ampeln und verursachte einen Unfall mit einem unbeteiligten Pkw, der auf einer Kreuzung Vorfahrt vor dem Fluchtfahrzeug hatte. Bei dem Zusammenstoß wurde lediglich der 33-Jährige leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 17.000 Euro.

    Neben den hunderten Geschwindigkeitsverstößen im gesamten Regierungsbezirk, wurden die Beamten auch auf weitere Verstöße aufmerksam. Sie stellten fünf Lkw-Fahrer, die nicht ausreichend nüchtern hinter dem Steuer saßen. Der höchste Wert aus den Atemalkoholtests war an diesem Abend 0,97 Milligramm pro Liter. Das entspricht ungefähr einem Wert von 1,94 Promille. Auch hier wurde ein Bußgeld fällig, zudem läuft nun eine Strafanzeige gegen den Fahrer wegen Trunkenheit im Verkehr. Während der Kontrollen trafen die Beamten zudem auf fünf Fahrer, die ohne gültigen Führerschein unterwegs waren.

    Bilanz der Polizei: Weiter Handlungsbedarf

    In ihrer Mitteilung sprach die Polizei davon, dass sich zwar die meisten Menschen an die Verkehrsregeln halten, dennoch seien „zahlreiche Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs“. Deshalb hält die Polizei an generellen Kontrollen und besonders intensiven Kontrollen an bestimmten Tagen fest.

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