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Kirche
16.01.2024

Bischof Bertram Meier zahlt nun doch 150.000 Euro an Missbrauchsopfer

Der Augsburger Bischof Bertram Meier während einer Pressekonferenz.
Foto: Nicolas Armer, dpa (Archivbild)

Exklusiv Dass er dies zunächst ablehnte, stieß bundesweit auf Kritik. Nun entschied er anders – und fordert eine Grundsatzdebatte innerhalb der Bischofskonferenz. Deren Sprecher reagiert unmissverständlich.

Das katholische Bistum Augsburg zahlt einem Missbrauchsopfer nun doch die Summe von 150.000 Euro. Wie es am Dienstag mitteilte, habe es mit Vertretern der "Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen" (UKA) alle "noch offenen Verfahrens- und Kommunikationsfragen" klären können.

Das von den deutschen Bischöfen eingesetzte unabhängige Gremium hatte die Höhe der Zahlung festgelegt; der Augsburger Bischof Bertram Meier hatte diese zunächst verweigert und war dafür bundesweit kritisiert worden. Der Betroffene hatte angegeben, von einem Priester schwer missbraucht worden zu sein – das Bistum stufte dies als plausibel ein.

So hatte das Bistum seine Entscheidung begründet

Dann legte der Mann bei der UKA Widerspruch gegen deren erste Festsetzung – 50.000 Euro – ein. Die UKA sah nach erneuter Prüfung einen "besonders schweren Härtefall" und erhöhte den Betrag. Auch, weil sie sich nach eigenen Angaben stets am "oberen Bereich" dessen orientiere, "was staatliche Gerichte in vergleichbaren Fällen an Schmerzensgeldern zuerkannt haben". Die waren inzwischen gestiegen: Im Sommer 2023 hatte ein Gericht dem Erzbistum Köln auferlegt, einem Missbrauchsopfer 300.000 Euro zu zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Das Bistum Augsburg argumentierte, dem Betroffenen sei anscheinend keinerlei Blick auf das Positive an seinem früheren Leben (Ehe, Kinder, Erfolg im Beruf) mehr möglich. Vielmehr führe er seine gesamte heutige Situation ausschließlich auf den Missbrauch zurück. Weiter erklärte es, dass "die finanziellen Möglichkeiten der Bistümer nicht vollständig außer Acht gelassen werden" dürften. Sowie: 150.000 Euro stellten "einen vollständigen Paradigmenwechsel" dar. Ab einer Summe von 50.000 Euro hängt die Zahlung von der Zustimmung des jeweils zuständigen Bischofs ab.

Bischof Bertram Meier lehnte die Zahlung von 150.000 Euro zunächst ab.
Foto: Ralf Lienert

Nun erklärte das Bistum: Der Berichterstatter für das Widerspruchsverfahren bei der UKA bewerte im konkreten Fall gegenüber der erstinstanzlichen Festlegung im Besonderen die negativen psychosozialen Folgen des Missbrauchsgeschehens für den Betroffenen als sehr gravierend. "Damit sind für das Bistum Augsburg neue, zusätzliche Gegebenheiten in diesem Fall anzuerkennen."

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Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz: Änderungen der Anerkennungsleistung seien "Sinn und Zweck des Widerspruchsverfahrens"

Für Unmut dürfte innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) sorgen, dass Bischof Meier das mühsam gefundene System infrage stellt und – wie es scheint überraschend – eine Grundsatzdebatte einfordert. Am Dienstag hieß es vonseiten des Bistums: "Die grundsätzliche Thematik der Dynamisierung der festgesetzten Leistungshöhen ... sieht das Bistum Augsburg als ein Thema an, das auf der Ebene der Deutschen Bischofskonferenz weiter zu diskutieren ist." 

Ein DBK-Sprecher erklärte auf Anfrage unserer Redaktion am Abend, dass mit dem zum 1. März 2023 eingeführten einmaligen Widerspruchsrecht Betroffenen die Möglichkeit gegeben worden sei, die Entscheidung der UKA überprüfen zu lassen. "Dass es bei Vorliegen entsprechender Umstände zu Änderungen der Anerkennungsleistung kommen kann, ist Sinn und Zweck des Widerspruchsverfahrens". Dies zeige, dass mit dem Widerspruchsverfahren die Rechte der Betroffenen wie beabsichtigt gestärkt worden seien.

Der DBK-Sprecher wies zudem darauf hin, dass die Bischöfe bereits auf ihrer Herbst-Vollversammlung im Hinblick auf das Urteil des Landgerichts Köln vom 13. Juni 2023 und der von diesem zugesprochenen Schmerzensgeldsumme in Höhe von 300.000 Euro für sexuellen Missbrauch davon ausgegangen seien, "dass solche Urteile von Zivilgerichten auch eine deutliche Dynamisierung der Bescheidhöhen durch die UKA erwarten lassen". Er betonte: "Erhöhungen von Anerkennungsleistungen wie jetzt geschehen, bestätigen die Richtigkeit dieser Einschätzung."

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

16.01.2024

Die Täter von Missbrauchsopfern müssen belangt werden und sich vor der Justiz verantworten, egal in welcher Institution sie tätig sind oder waren. Die Justiz muss auch entscheiden welche finanzielle Kompensation dafür zu leisten ist. Es kann aber nicht sein, dass diese Verbrechen öffentlich verhandelt werden, wie dies von einigen(edit/mod/NUB 7.2) Bürgern gefordert wird.

16.01.2024

Wenn die Taten vor Gericht verhandelt würden.
geschähe dies öffentlich.
Was wollen Sie, Herr Kraus?

16.01.2024

Ich gönne dem Missbrauchsopfer von Herzem seine hohe Entschädigung, das versäumte glückliche Leben kann Geld ohnehin niemals ersetzen.
Wenn man davon ausgeht, dass die katholische Kirche in Deutschland ein Vermögenvon 200Mrd. Euro besitzt, könnten mit nur einem Prozent dieses Reichtums ca. 15000 Missbrauchsopfer ordentlich entschädigt werden. Von daher erscheint mir die Zurückhaltung beim Schmerzensgeld als nicht sehr christlich.

16.01.2024

Sie hätten Politiker werden sollen. Mit dem Geld anderer scheinen Sie problemlos umgehen zu können.

16.01.2024

Herr Wolfgang B.,
wie oft wollen Sie das Leid der Missbrauchsopfer noch
relativieren?

16.01.2024

@Wolfgang B. Das klingt nach reichlich wenig Empathie für die Opfer einer Organisation, die den hohen ethischen Anspruch erhebt, der Vermittler zwischen Gott und der Bevölkerung zu sein. Und ich finde nichts Massloses oder Verwerfliches daran, die Missbrauchsopfer ausreichend finanziell auszustatten, dass sie sich jedes erdenkliche therapeutische Angebot leisten können. Außerdem sollen sie für einen möglichen Verdienstausfall, Arbeitsunfähigkeit bedingt durch die psychischen Probleme, entschädigt werden.
So wie ich die Kirche einschätze, könnte sie solche Entschädigungen wahrscheinlich alleine aus der Rendite ihres Vermögens problemlos bezahlen.