Früher war mehr – und weniger: mehr Schnee, weniger Hitzetage, mehr Eiseskälte, weniger Starkregen. Wir spüren Jahr für Jahr: Die Klimakrise hat Folgen – unmittelbare, schwere, immer häufigere Folgen. Wir erleben, wie Menschen um ihre Lieben trauern und ohne ihr Hab und Gut bleiben, wenn das Wasser steigt. Wie ältere oder kranke Menschen, aber auch Kinder kaum noch zurechtkommen, wenn es dauerhaft heiß ist.
Deshalb müssen wir etwas ändern. Es braucht mehr Klimaschutz – und eine bessere Anpassung an die unvermeidlichen Folgen der Klimakrise. Denn noch haben wir die Wahl: Laufen wir sehenden Auges ohne Plan ins Verderben – oder passen wir uns proaktiv an, um die Folgen geringer zu halten?
Bei der Anpassung an die Folgen der Klimakrise müssen alle mitanpacken
Auch die Kreise und kreisfreien Städte müssen ihr Übriges dafür tun: Konzepte erstellen, Geld und Personal aufwenden. Klimaanpassung muss offensiv vorangetrieben werden, es braucht die Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Denn das Hochwasser endet nicht an der Gemeindegrenze. Deshalb braucht es funktionierende Strukturen für Austausch und gemeinsame Planung.
Manchmal wirkt es noch immer so, als seien Klimaanpassung und Klimaschutz abstrakte Begriffe, weit weg vom normalen Leben. Konzepte, die gerne hintangestellt werden, wenn etwas vermeintlich Dringenderes kommt. Dabei sind sie der Schlüssel zu einer Lebensgrundlage, die grüner ist, weniger heiß, weniger gefährdet von Überflutungen. Die nicht nur mit Abstrichen daherkommt, sondern im Gegenteil lebenswert bleibt.
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