Kommentar: Deshalb müssen wir uns an die Folgen der Klimakrise anpassen
Kommentar
Wir müssen uns an die Folgen der Klimakrise anpassen, damit das Leben lebenswert bleibt
Die Klimakrise verändert unser Leben von Grund auf. Politik und Zivilgesellschaft müssen vorausschauend und gemeinsam handeln, damit die Folgen erträglich bleiben.
Der Hitze entfliehen: Das wird durch die Klimakrise an immer mehr Tagen notwendig. Am Martin-Luther-Platz in Augsburg wurden mobile Pflanzkübel und Bänke aufgestellt.Foto: Anna-Lena Schachtner
Früher war mehr – und weniger: mehr Schnee, weniger Hitzetage, mehr Eiseskälte, weniger Starkregen. Wir spüren Jahr für Jahr: Die Klimakrise hat Folgen – unmittelbare, schwere, immer häufigere Folgen. Wir erleben, wie Menschen um ihre Lieben trauern und ohne ihr Hab und Gut bleiben, wenn das Wasser steigt. Wie ältere oder kranke Menschen, aber auch Kinder kaum noch zurechtkommen, wenn es dauerhaft heiß ist.
Bei der Anpassung an die Folgen der Klimakrise müssen alle mitanpacken
Auch die Kreise und kreisfreien Städte müssen ihr Übriges dafür tun: Konzepte erstellen, Geld und Personal aufwenden. Klimaanpassung muss offensiv vorangetrieben werden, es braucht die Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Denn das Hochwasser endet nicht an der Gemeindegrenze. Deshalb braucht es funktionierende Strukturen für Austausch und gemeinsame Planung.
Manchmal wirkt es noch immer so, als seien Klimaanpassung und Klimaschutz abstrakte Begriffe, weit weg vom normalen Leben. Konzepte, die gerne hintangestellt werden, wenn etwas vermeintlich Dringenderes kommt. Dabei sind sie der Schlüssel zu einer Lebensgrundlage, die grüner ist, weniger heiß, weniger gefährdet von Überflutungen. Die nicht nur mit Abstrichen daherkommt, sondern im Gegenteil lebenswert bleibt.
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