Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit externen Inhalten, personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Einwilligung: Durch das Klicken des "Akzeptieren und weiter"-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für die beschriebenen Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO durch uns und unsere bis zu 220 Partner zu. Darüber hinaus nehmen Sie Kenntnis davon, dass mit ihrer Einwilligung ihre Daten auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz-Niveau verarbeitet werden können.

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Externe Inhalte: Zur Ergänzung unserer redaktionellen Texte, nutzen wir in unseren Angeboten externe Inhalte und Dienste Dritter („Embeds“) wie interaktive Grafiken, Videos oder Podcasts. Die Anbieter, von denen wir diese externen Inhalten und Dienste beziehen, können ggf. Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten.

Verarbeitungszwecke: Personalisierte Werbung mit Profilbildung, externe Inhalte anzeigen, Optimierung des Angebots (Nutzungsanalyse, Marktforschung, A/B-Testing, Inhaltsempfehlungen), technisch erforderliche Cookies oder vergleichbare Technologien. Die Verarbeitungszwecke für unsere Partner sind insbesondere:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Kommentar: Führt die Helmpflicht ein!

Führt die Helmpflicht ein!

Kommentar Von Josef Karg
21.02.2024

Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Helmpflicht und Eignungstests für E-Bike-Fahrer könnten helfen.

Der Trend zum Fahrrad ist erfreulich. Radeln schont das Klima und trägt zu einem gesünderen Leben bei. Doch parallel zu dieser Entwicklung nehmen die Unfälle mit Beteiligung von Rad-, E-Bike- oder E-Scooter-Fahrenden rasant zu

Aktuell ist diese Tendenz zwar etwas abgebremst, vom Jahr 2000 an betrachtet aber, hat sich die Zahl der toten Radler verdoppelt. Jeder sechste getötete Verkehrsteilnehmer im Freistaat ist inzwischen ein Fahrradfahrer. Und 37 der im Jahr 2023 Verstorbenen waren mit einem Pedelec unterwegs. Als Haupt-Unfallursachen gelten eine zu hohe Geschwindigkeit und Vorfahrtsfehler. 

Eignungstest für Pedelecs wäre sinnvoll

Insofern sollten Verkehrspolitikerinnen und -politiker über mehrere Dinge reden: endlich die überfällige Helmpflicht, zumindest für E-Bikes, einzuführen. Denn die Knautschzone beim Radeln ist ansonsten, zugespitzt formuliert, das Gehirn. Gerade bei älteren Menschen wäre beim motorunterstützten Radeln auch ein einfacher Eignungstest sinnvoll. Denn bei diesem Verkehrsmittel sind, anders als beim motorlosen Fahrrad, Körperkraft und Tempo entkoppelt. 

Natürlich spricht auch manches dafür, alles ungeregelt zu lassen, weil Deutschland ohnehin überreguliert ist. Ein Kompromiss wäre, hochwertige Helme finanziell zu fördern und das Bewusstsein für den Kopfschutz zu schärfen. Eines jedenfalls ist sicher: Fahrradfahren wird vor allem im innerstädtischen Bereich in den kommenden Jahren trotz eines Ausbaues des Wegenetzes immer gefährlicher.

Lesen Sie dazu auch
Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

23.02.2024

Ich sehe mal in die Zukunft: 2099 - Auf den Straßen tragen alle Verkehrsteilnehmer Helm ohne Ausnahme. Weil es einfach sicherer ist. Wer stürzt, kann auf den Kopf fallen und sich eine schwere Verletzung zuziehen ggf. tot sein. Das geht auf keinen Fall. Ja auch die Autofahrer tragen im Auto einen zumindest leichten Helm, denn auch da kann etwas durch die Windschutzscheibe dringen und sicher ist sicher.

Nun schauen wir in die Häuser und Wohnungen und was sehen wir da: Bei allen Haus- und Gartenarbeiten tragen die Menschen einen Helm, denn bekanntermaßen passieren die meisten schweren bis tödlichen Unfälle im Haushalt. Die Kinder in den Spielzimmer wie übrigens auch in den Kindergärten tragen natürlich auch Helm. Es ist viel zu gefährlich, sie ohne einen solchen zu lassen, schließlich haut gerne das eine oder andere Kleinkind seinem Spielkamerad mal etwas auf den Kopf. Sicher ist sicher.

Nun kommen wir zu den Sportplätzen. Beim Fußball tragen natürlich seit Langem alle einen Helm, denn Kopfbälle sind per se gefährlich und das Zusammenstoßen beim Kampf um einen solchen erst recht. Auf dem Golfplatz natürlich Helmpflicht. So ein fehlgeleiteter Golfball ist wie ein Geschoß. [Ende der Vision oder Satire]

Die Kette der Beispiele lässt sich problemlos fortsetzen. Man findet immer einen vernünftigen Anlass, das Leben sicherer gestalten zu müssen. Ob es dann noch ein lebenswertes Leben ist, man jeder für sich selbst entscheiden. Und da kommt eben der entscheidende Punkt: Es hindert ja keiner jemanden daran, auf dem Golfplatz mit einem Helm zu erscheinen im Auto einen solchen aufzusetzen oder sein Kind nur noch damit herumspielen zu lassen. Nur die anderen möge man mit der Verpflichtung dazu verschonen.

23.02.2024

Ich habe übrigens gerade einen neuen Fahrradhelm bestellt. Mein alter ist jetzt fünf Jahre alt. Höchste Zeit also. Wer kontrolliert eigentlich das? Damit eine Helmpflicht sinnvoll ist, müsste auch geprüft werden, dass der Helm nicht steinalt ist, was aber auch früher schon egal ist, wenn er ein paarmal auf den Boden geknallt ist.

Meinen Helm trage ich oft, nicht immer. Wenn ich im Sommer auf einer asphaltierten autofreien Straße hunderte von Höhenmetern bergauf fahre, verstaue ich ihn gerne im Rucksack. Abwärts wird er dann aufgesetzt. Ich möchte das gerne selbst entscheiden und trage auch das Risiko.

24.02.2024


Ihre fabulierenden Einwendungen , Frau Maja S.,
.
im vorstehenden ersten Kommentar erinnern mich an
Ihre Äußerungen zum Händewaschen in Coronazeiten:

("Die Angst vor dem Coronavirus und die Frage:
Ist das alles noch normal?" - 02.03.2020 )

Anmerkung zum Thema selbst:

Für Helmpflicht ja, dennoch keine "Jagd" auf Helmver-
weigerer, aber "Selbstbeteiligung" in geeigneten Fällen
bei Schadensersatzansprüchen - "überzeugt" vielleicht
mehr . . . . .

25.02.2024

"Passend" dazu auch die Erwägung weiter unten :

"Es scheint mir - vor allem bei älteren Personen -
eine Alternative zu sein, die manche bevorzugen
würden und dieses Recht sollte man ihnen zuge-
stehen . . . ."

Also:
Die Schwere und die Folgen eines in der Zukunft
liegenden Fahrradunfalls vorausschauend und
bewußt abwägend - vorsorglich kein Helm ?!

22.02.2024

Hier ist es lustig. Die emotionale Diskussion erinnert an diejenige bei Einführung der Gurtpflicht 1976.
https://katapult-magazin.de/de/artikel/als-die-gurtpflicht-die-freiheit-bedrohte

22.02.2024

Sie müssen bedenken, dass es für jeden Eingriff in die persönliche Handlungsfreiheit rechtfertigende Gründe geben muss. Und ich halte sie bei der Gurtpflicht immer noch für falsch und an den Haaren herbeigezogen.

22.02.2024

>> Und ich halte sie bei der Gurtpflicht immer noch für falsch<<

Mir hat 1988 der Gurt das Leben gerettet, das nur mal so nebenbei. Abgesehen davon habe ich schon den Gurt angelegt, als das noch nicht Pflicht war. In meiner Jugend fuhr man auch noch ohne Helm mit dem Moped. Die Pflicht zum Helm und zum Gurt ist völlig richtig, weil es Leben schützt, was Sie hoffentlich auch mal begreifen.

23.02.2024

Warum so aggressiv Herr K. ? Es geht bei Ihnen ja gerade viel um Intelligenz. Mit ebenselbiger könnten Sie aber doch den Inhalt meiner Zeilen verstehen. Ich habe nichts gegen das Anlegen eines Gurtes gesagt. Ich habe lediglich etwas dagegen, Menschen zu ihrem Nutzen/Vorteil zwingen zu wollen.

22.02.2024

Die Einführung der Helmpflicht ist lobenswert, aber die die Einführung der Hirnpflicht ist lebensnotwendig.

22.02.2024

Wieso? Dass es sich ohne Hirn ganz gut lebt, beweisen Sie doch fast täglich.

22.02.2024

NATÜRLICH Helmpflicht - anders kapierts der Deutsche Bürger halt nicht!
Die meisten sind einfach zu faul, zu eitel (Frisur ist zerstört, "mit Helm seh ich zu unsexy aus, usw.) oder zu nachlässig.

22.02.2024

Wollen Sie den Leuten alles gesetzlich vorschreiben, wofür diese Ihrer Ansicht nach zu faul oder nachlässig sind? Zum Beispiel Spikes unter die Schuhe zu schnallen, wenn es glatt ist? Beim Schwimmen eine Schwimmweste zu tragen, damit man bei plötzlichem Herzstillstand nicht untergeht - die Suchaktionen sind ja doch immer recht aufwändig.

Dinge die Dritten Schaden zufügen zu verbieten oder zu deren Schutz was vorzuschreiben - wie beispielsweise das Rauchverbot - okay. Aber immer über die persönlichen Freiheitsrechte anderer verfügen wollen, weil man selbst anders handelt ist schon arg übergriffig.

22.02.2024

Der Deutsche, damit meine ich mal so um die 90%, wünscht sich nichts lieber als gelenkt zu werden, als geführt zu werden und oben drauf am besten noch ein Vollkasko. Es ist auch bedeutend schwieriger sein Leben ohne die Obrigkeit zu meistern... :)

22.02.2024

"Obwohl wenig darüber bekannt ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass Schumacher ohne Helm heute nicht mehr leben würde."

Davon darf man ausgehen. Und man darf die Frage stellen, ob das für ihn nicht das gnädigere Schicksal gewesen wäre und vllt. auch für seine Familie, wobei sich diese ja wenigstens eine optimale Versorgung leisten kann, ohne in finanzielle Schieflage zu geraten.

Ich möchte das nicht beurteilen und behaupten. Es scheint mir - vor allem bei älteren Personen - eine Alternative zu sein, die manche bevorzugen würden und dieses Recht sollte man ihnen zugestehen, statt wieder über ihren Kopf hinweg zu entscheiden: Du musst Helm tragen.

Für freiwilliges Helmtragen zu werben wäre dagegen in Ordnung und statt wieder irgendwas zu subventionieren (als ob es beim Kauf eines E-Bikes auf die Kosten für einen Helm ankäme) sollten sich die Hersteller von Helmen wie Bikes doch endlich was einfallen lassen, wie man diese am Rad sicher deponieren kann, wenn man zum Einkaufen oder in der Tierpark geht. DAS dürfte nämlich mit ein Hauptgrund sein (neben der verdrückten Frisur), warum es nicht so besonders beliebt ist, für Erledigungsfahrten einen Helm dabei zu haben.

22.02.2024

>> Doch parallel zu dieser Entwicklung nehmen die Unfälle mit Beteiligung von Rad-, E-Bike- oder E-Scooter-Fahrenden rasant zu. <<

E Scooter und deren Nutzer sind Teil des motorisierten Individualverkehrs ohne eigene Leistung. Ein gemeinsame Betrachtung mit Radfahrern drängt sich daher nicht auf.


>> Denn bei diesem Verkehrsmittel sind, anders als beim motorlosen Fahrrad, Körperkraft und Tempo entkoppelt. <<

Das trifft physikalisch nicht zu - Pedelecs bieten eine prozentuale Unterstützung der manuell erbrachten Leistung. Im anderen Fall würde es sich auch um ein Kraftfahrzeug handeln.


>> Ein Kompromiss wäre, hochwertige Helme finanziell zu fördern... <<

Eine extra Behörde mit Parteifreunden ohne Berufsausbildung?

Das ist doch alles Unfug - im Grunde braucht es eine Neustrukturierung der E-Bike Kategorien. Bis 18 Km/h ohne Helm führerscheinfrei auch auf kombinierten Fuß-/Radwegen - das Angebot für ältere Menschen. Darüber bis 40 Km/h mit Helm und Führerschein/Prüfbescheinigung nur auf separaten Radwegen und sonst auf der Straße - das Angebot für arbeitende Menschen.

Das würde auch das Problem der Lastenrad-SUV-Panzer auf kombinieren Fuß-/Radwegen entschärfen.

22.02.2024

Sogenannte S-Padelecs (unterstützen bis 40 kmh) gelten als KRAFTFAHRZEUGE. Diese haben eine Helmpflicht und dürfen KEINE Radwege benutzen. Erkennt man an dem kleinen Versicherungsschild wie bei Mofas. Diese werden von vielen Autofahrer als Radfahrer angesehen und dann mittels verbotenen, engen überholen versucht zu erziehen, da dort ja ein Radweg ist.

Viele Autofahrer haben nur sehr wenig Kenntnis hinsichtlich der StVO was Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer betrifft. Ebenso die Bedeutung und Regeln bei Schutzstreifen und Unterschied zu Radwegen.

22.02.2024


>> Sogenannte S-Padelecs (unterstützen bis 40 kmh) gelten als KRAFTFAHRZEUGE. Diese haben eine Helmpflicht und dürfen KEINE Radwege benutzen. <<

Es geht nebenan auch anders...

https://www.lex4you.ch/de/monatsthemen/darf-ich-mit-einem-schnellen-e-bike-auf-einem-radweg-fahren

22.02.2024

" Jeder sechste getötete Verkehrsteilnehmer im Freistaat ist inzwischen ein Fahrradfahrer. Und 37 der im Jahr 2023 Verstorbenen waren mit einem Pedelec unterwegs. Als Haupt-Unfallursachen gelten eine zu hohe Geschwindigkeit und Vorfahrtsfehler"

72% aller Unfälle mit Radfahrern sind Kollisionen mit Autos. An 75% davon trägt der Autofahrer die Hauptschuld. 80% bei LKW-Beteiligung.

Der Kommentator scheint mir ein eingefleischter Autofahrer zu sein. Helmpflicht? Gerne! Eignungstest? Von mir aus. Dann bitte aber auch entsprechende Tests für Autofahrer, wäre wohl nur logisch, oder? Weil beim Auto sind Körperkraft und Tempo ja schlieslich auch entkoppelt und um ein Vielfaches gefährlicher als ein Fahrrad.

22.02.2024

Wenn ich sehe, wie viele Radfahrer aktuell bei Dunkelheit ohne Beleuchtung und schön dunkel gekleidet unterwegs sind, könnte ich mir vorstellen, dass die eine oder andere Kollision mit Autofahrern entsteht, weil der Autofahrer den Radfahrer nicht sehen kann.

22.02.2024

Frau Anita M. es ist richtig, dass durchaus zahlreiche Fahrradfahrer ohne Licht unterwegs sind. Oder bei Rot einfach über die Ampel fahren. Wie man auf so eine Idee kommt, ist mir schleierhaft. Eventuell hängen die nicht an ihrem Leben. Von "Geisterfahrern" ganz zu schweigen.
Fakt ist aber auch, zahlreiche Autofahrer und in letzter Zeit vermehrter, fahren ebenfalls ohne Licht und rote Ampeln .... sind nur was für Feiglinge und Spießer.
Gestern hatte ich das Vergnügen mal wieder mit dem Rad in Augsburg zu fahren. Hätte ich nicht vorausschauend (ein Audi näherte sich innerorts sehr, sehr zügig und verminderte trotz Vorfahrtgewährenschild nicht das Tempo) das Tempo vermindert und das Tempo, hätte mich ein Audifahrer über den Haufen gefahren. So konnte ich gerade noch bremsen. Einige Kfz-Lenker sind offenbar der Meinung, dass Vorfahrtsregeln nur für Kfz-Teilnehmer gelten bzw. nur diesen zu gewähren ist. Dazu kommt noch die miserable Infrastruktur, durch die man laufend wieder vom Kfz-Verkehr zu den Fußgänger geschickt wird und umgekehrt. Von dem Pseudoradwege, die alibimäßig angelegt wurden aber im Endeffekt die Radfahrer mehr gefährden als sie schützen.
Als Fahrradfahrer ist eine gute Verkehrsbeobachtung überlebenswichtig. Bei vielen Autofahrern fehlt diese. Da wird nur das gesehen was unmittelbar vor einem auf der Fahrbahn ist. Was rechts und links von der Kfz-Spur ist, wird komplett ignoriert. Dadurch übersehen diese andere Verkehrsteilnehmer, die kein zweispuriges Kfz haben.
Auch passieren die meisten Unfälle nicht in der Nacht, sondern tagsüber. Insbesondere beim Abbiegen schauen viel Autofahrer nicht. Selbst wenn sie 20 m davor einen Radfahrer überholt haben. Wenn der auf einen straßenbegleiteten Radweg war, erst recht.

22.02.2024

" Gerne! Eignungstest? Von mir aus. Dann bitte aber auch entsprechende Tests für Autofahrer,"

Also eigentlich gibt es sowas ja: die Führerscheinprüfung. Allerdings scheinen manche Regelungen vielen unbekannt, z.B. der Grüne Pfeil, da wurde ich schon des Öfteren angehupt, weil ich doch tatsächlich angehalten habe, anstatt einfach drüber zu brettern. Auch dass in einem verkehrsberuhigten Bereich Schrittgeschwindigkeit zu fahren ist, hat sich noch nicht überall herum gesprochen. Aber dazu braucht es eigentlich keinen Test, sondern einfach mehr Kontrollen + Strafen.

22.02.2024

@Anita M. : sollen wir jetzt die "Vergehen" der einzelnen Verkehrsteilnehmer-Arten aufzählen?
Rasende, besoffene, nicht-Abstand-einhaltende, die Vorfahrt nehmende, nicht-blinkende, bornierte Autofahrer z.B....

22.02.2024

Nein, Silke M., ich bin im Straßenverkehr unterwegs. Mal mit dem Rad, mal mit dem Auto. Ich weiß, dass es auf beiden Seiten die Teilnehmer gibt, die einen fassungslos machen. Aber ich darf hier schon auch sagen, dass nicht nur der Autofahrer der Rowdy ist, sondern dass es auch die Radfahrer gibt, die selber schuld haben, wenn's zum Unfall kommt. Und als Autofahrer, der so einen nicht erkennbaren Radfahrer vom Rad holt, hat dann schlichtweg die A...karte.
Aber wenn Sie mögen, dürfen Sie selbstverständlich die Vergehen aufzählen. Ich mache das nicht.

22.02.2024

Frau M. Ich vermute, dass es oft die gleichen sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand als Radfahrer die Regeln und dann als Autofahrer sich daran hält. Genauso Escooter, Fußgänger, ...
Wobei es einige Autofahrer gibt, für die sind Radfahrer keine Teilnehmer sondern ein lästiges Hindernis, dem man es zeigen muss oder den bestenfalls seine (Vorfahrts)Rechte ignoriert. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Personen auch Radfahren.
Allgemein mache ich als Radfahrer und Autofahrer durchaus viele gute und positive Erfahrungen. Wo für das Miteinander auch mal auf die Vorfahrt / Vorrang verzichtet wird und 2 oder 3 Sekunden Zeitverlust hingenommen wird. Leider fallen die Negativen halt mehr auf. Egal ob mit Kfz oder Fahrrad.

21.02.2024

Als älterer Fahrrad-Vielfahrer (70 J.) halte ich den Artikel für übergriffig für meine Generation (ich fahre ca. 9000 km im Jahr, das muss ein Jüngerer erst nachmachen). Ich fahre ohne Helm, so wie es die meisten der älteren Radfahrer tun, denen ich begegne. Helm tragen eher jüngere. Einen Helm empfinde ich als störend, er beeinträchtigt optische und visuelle Rundum-Wahrnehmung. Radfahrer verunglücken auch mit Helm tödlich (e.g. spektakulärer Fall einer Grünen-Politikerin in Norddeutschland oder Schumacher beim Skifahren trotz Helm!). Ein Helm würde mich und andere vom Radfahren als wichtige sportliche Aktivität abhalten. Aber Hauptsache man kann nach staatlichen Eingriffen in die menschliche Freiheit schreien!

21.02.2024

"Einen Helm empfinde ich als störend, er beeinträchtigt optische und visuelle Rundum-Wahrnehmung."

Es geht hier um Fahrradhelme und nicht um Motorradhelme. Ein Fahrradhelm wird Sie weniger einschränken als Ihr alter.

"Schumacher beim Skifahren trotz Helm!"

Obwohl wenig darüber bekannt ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass Schumacher ohne Helm heute nicht mehr leben würde.

"Aber Hauptsache man kann nach staatlichen Eingriffen in die menschliche Freiheit schreien!"

Oder schützen. Die neue Generation von E-Bikes bringt eine Kraft von 85 Nm auf das Hinterrad, und ich bezweifle, dass viele Ihrer Generation das ohne Hilfe schaffen. Keiner will Sie einschränken, aber mit 25 km/h durch den Wald zu knallen, mit der eh schon verminderten Reaktionsfähigkeit, ist nicht nur eine Gefahr für sich selbst.

21.02.2024

Ein Fahrradhelm beeinträchtigt nicht die Sicht. Ich trage seit 20 Jahren oder länger einen. Wo soll der die Sicht einschränken? Wir reden von Fahrradhelmen. Nicht von Motorradhelmen. Wenn man so einen Sonnenschutzschild hat, wird man sogar weniger geblendet. Und die 2 cm weniger Sicht nach oben schränkt einen nicht ein. Der Blick gehört auf den Weg oder Strasse und nicht in den Himmel erhoben.
Er stört auch nicht. Es ist reine Gewohnheit. Ich fühle mich unwohl ohne Helm zu fahren. Ist wie unangeschnallt Auto zufahren. Schützen tun alle relativ gleich. Wo es Unterschiede gibt, ist im Tragekomfort. Insbesondere der Belüftung.
Autofahrer verunglückten auch mit Gurt und Airbag tödlich. Sollen wir deswegen die Anschnallpflicht abschaffen und den Einbau von Airbags stoppen? Würde die Autos billiger machen, Unfallkosten niedriger und damit die Versicherungsbeiträge senken.
Ein Fahrradhelm senkt das Risiko von schweren Kopfverletzungen. Nicht mehr und nicht weniger. 100 % Schutz gibt es nicht.
Wir können ja ein Helmverbot ab 65 Jahren einführen. Die Rentenkasse würde es freuen. ;-)

Zum Thema noch Fahrradinfrastruktur bzw. Ausbau des Wegenetzes im Artikel. Ist in Augsburg oft einfach eine Kathastrophe. 50 m Fahrradweg neben der Fahrbahn, der hört plötzlich auf, dann kommt irgendwann ein kombinierter Geh-und Radweg der nach 150 m ein Gehweh wird mit eventuell einem Schild "Fahradfahrer frei" - sprich maximal 6 bis 8 kmh ansonsten Fahrbahn. Theoretisch kann man da Geldstrafe und sogar Punkte und Fahrverbot erhalten. Also rauf auf die Fahrbahn und notfalls anhalten zum einfädeln. Danach 200 m wieder rauf auf den kombinierten Geh-und Radweg. Der dann an einer Einmündung in einem reinen Gehweg endet. Also ab in den fließenden Kfz-Verkehr und wieder irgendwie einordnen. Dann taucht ein 80 cm Radschutzstreifen auf, den man nicht nutzen kann weil rechts an dem und teilweise auf dem Kfzs parken. Wenn man Pech hat, taucht zwischen den Autos jemand auf, der ohne zu schauen zu seinem geparkten Auto geht. Wieso sollte auf dem Fahrradschutzstreifen auch ein Fahrrad kommen. Laufen die auch fahrenden Autos einfach blind vor die Schnauze? Also entweder Vollbremsung oder Ausweichen auf die Fahrbahn und hoffen das nichts kommt oder zumindest 1 m Abstand eingehalten wird. Für Schulterblick hat man da keine Zeit mehr.
Der Schutzstreifen verschwindet dann genauso plötzlich wie er aufgetaucht ist. Dann kommt erst ein Gehwegschild. 20 m später wird aus dem Gehweg ein kombinierter Geh- und Radweg. ????? Danach kommt dann ein 1 m breiter Radweg rechts der Fahrbahn, der komplett im Dooringbereich (80bis 100 cm) der rechts parkenden Autos liegt. In diesem Bereich darf man als Radfahrer nicht fahren weil man dann eine Teilschuld bei Dooring erhält. Also ganz am äußersten linken Rand fahren. Weil es ein Radweg ist, gelten die 1,5 m nicht. Im Gegensatz zum Schutzstreifen ist der Radweg eine eigene Fahrbahn und damit kein Überholen .Somit dürfen Autos einen mit minimalen Abstand "überholen". Ohne Radweg wäre man sicherer. Aber man hat doch was für die Radfahrer oder deren Sicherheit getan, indem man eine Linie auf der Strasse gemalt hat und ein Schild aufgestellt hat. Wer sowas plant, fährt kein Fahrrad.
Ausser so Ausnahmen wieder Donauwörther Strasse ist Radfahren in Augsburg oft echt sehr anspruchsvoll.
Als Radfahrer musst alle paar Meter schauen, wo (Radweg, Strasse, kombinierter Geh- und Radweg,...) muss oder darf ich noch fahren oder muss ich wieder wechseln und in eine Lücke zwischen Kfs reindrücken um StVO-konform zu sein.
Kann da verstehen, dass der ein oder andere dann gleich auf der Strasse oder dem Gehweg bleibt ....

22.02.2024

Also Harald V.,

da haben Sie zur Fahrradinfrastruktur wohl alles, was Ihnen in den
20 Jahren oder länger, seit denen Sie einen Fahrradhelm tragen, hier
und allerorten an Unzuträglichkeiten „widerfahren“ ist, inbrünstig
gesammelt und ausgebreitet :- )

22.02.2024

Herr S.
Ich trage unabhängig von der Fahrradinfrastruktur einen Helm. Immer. Als Selbstschutz und nicht weil es Pflicht ist. Stürzen kann jeder. Mit oder ohne Fremdverschulden. Und für schwere Verletzungen braucht es auch kein hohes Tempo.

Im Artikel steht "Fahrradfahren wird vor allem im innerstädtischen Bereich in den kommenden Jahren trotz eines Ausbaues des Wegenetzes immer gefährlicher."
Und gerade dieser Ausbau macht eben das Fahrradfahren meistens sogar gefährlicher!!! Weil er einfach alibimäßig ist und oft keine Verbesserung ist sondern das Gegenteil bewirkt.

Radschutzstreifen (gestrichelte Linie) liegen oft im Dooringbereich. Und viele Autofahrer denken, sie brauchen dann keinen Abstand halten beim Überholen. Was definitiv falsch ist.
Bei so "Fahrradwegen" am rechten Fahrbahnrand (durchgezogene Linie und blaues Schild) ist es leider abgesehen von § 1 so. Nur ist da der "Radweg" meistens ebenfalls im Dooringbereich. Siehe beispielsweise in der "Allgäuer Straße" in Augsburg.
Fakt ist, ohne Radweg wäre man als Radfahrer dort sicherer. Und die Autofahrer hätten nicht das Gefühl, dass Ihnen etwas weggenommen wurde.
Dann der ständige Wechsel runter auf die Fahrbahn, rauf auf den "Gehweg" und dann wieder runter auf die Fahrbahn und das mehrfach in wenigen hundert Metern ist einfach nervig und gefährlich. Und führt immer wieder zu Konflikten mit Kraftfahrzeugen und Fußgängern, weil die erschrecken weil da ein Fahrradfahrer auftaucht. Obwohl es ein (reiner) Radweg (blaues Schild) ist. Aber eben für diese nicht gefühlt und fühlen sich dadurch provoziert.
Und auch das plötzliche Ende von Radwegen ohne Überleitung ist echt gefährlich.

Bevor man viel Geld ausgibt (nicht nur in Augsburg), nur sagen zu können, wir haben ja was gemacht, sollte man es lassen. Insbesondere wenn er die Situation sogar gefährlicher macht. Wer es nicht glaubt, soll selber mal mit dem Fahrrad ein paarmal durch Augsburg fahren. Auch wochentags. Könnte eine interessante Erfahrung sein.

22.02.2024

. . . . . an Unzuträglichkeiten „widerfahren“ ist . . . .

. . . . oder was Sie als solche empfunden haben . . .

22.02.2024

HerrS.
Was bringt ein benutzungspflichtiger Radweg, der zu 90 % im Dooringbereich liegt und somit laut Gerichten nicht benutzt werden darf qusser man riskiert eine erhebliche Mithaftung bei einem Unfall bzw. wird im schlimmsten Fall vor ein fahrende Kfz katapultiert. Gleichzeitig damit den Mindestabstand beim Überholen aushebelt. Weil es rein rechtlich kein überholen ist.
Ohne Fahrradweg müssen die 1,5 m eingehalten werden. Mit der Linie werden zudem Autofahrer verleitet eng zu "überholen". Als wenn faktisch die Linie irgendwas ändert.
Ich vermute sie fahren nicht mit dem Rad. Insbesondere nicht durch Augsburg oder ähnliche Städte. Dann wüssten Sie was für ein Abenteuer das ist.
Und es nicht nur mein Rmpfinden. Es gibt sogar Studien, die belegen, dass Radfahrer quf Radwegen gefährdeter sind als auf der normalen Strasse. Bei vielen Radwegen innerorts auch leicht nachvollziehbar.

Ich bin vorwiegend Autofahrer. Aber fahre auch gelegentlich mit dem Rad nach und durch Augsburg. Geht schneller und Parkplatz ist quch kein Problem. Deshalb kenne ich beide Seiten. Aber die Infrastruktur ist einfach bis auf wenige Ausnahmen einfach schlecht und teilweise gefährlich. Sie kostet viel Geld, nimmt Autofahrer das Gefühl das ihnen Platz weggenommen wird und gleichzeitig erhöht sie die Gefahr für Radfahrer.

22.02.2024

Herr Harald V.,

als jahrzehntelanger Fußgänger, ebenso Auto- und Viel-
-Radfahrer beruht die offenbar unterschiedliche Wahr-
nehmung/Bewertung verschiedener oder vermeintlicher
Unzuträglichkeiten beim Radfahren in Augsburg mög-
licherweise darin, dass Sie gelegentlich auch mit dem
Rad nach und durch Augsburg fahren - ich hingegen
regelmäßig in und um und durch Augsburg (auch All-
gäuer Straße, Karlstraße, Gögginger Straße und viele
andere) und Umgebung so um die 3000 km im Jahr -
m i t Fahrradhelm und überall zurechtkommend !