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Wo Bayern wirklich besser ist als die anderen Bundesländer

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Krise und Weltuntergang? Nicht überall! Was in Bayern richtig gut läuft

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    Bayern, ein Land wie aus dem Bilderbuch? Orte wie Bad Hindelang im Allgäu bieten viel Lebensqualität. Und das ist noch lange nicht alles, was das Land so einzigartig macht.
    Bayern, ein Land wie aus dem Bilderbuch? Orte wie Bad Hindelang im Allgäu bieten viel Lebensqualität. Und das ist noch lange nicht alles, was das Land so einzigartig macht. Foto: Rudi Ernst, stock.adobe.com

    Ja, es gibt einen Haufen Probleme, die angepackt und Krisen, die gelöst werden müssen. Aber: Der Weltuntergang wartet eben nicht an jeder Ecke. Deshalb haben wir uns mal darauf konzentriert, was in Bayern richtig gut läuft. Der Text wurde länger als gedacht.

    Die Sonne spiegelt sich im Starnberger See bei Tutzing.
    Die Sonne spiegelt sich im Starnberger See bei Tutzing. Foto: Marc Müller, dpa
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    Mehr Sonne im Leben: Bayern ist Rekordhalter

    Fangen wir mit etwas scheinbar Profanem an: Sonne, Wärme, Licht. Über die Jahre betrachtet hat Bayern im Durchschnitt am meisten Sonne unter den Bundesländern – je nach Erhebung etwa 1700 bis 2000 Stunden jährlich. Und weil Licht bekanntlich auch gegen Grant hilft, kann man getrost davon ausgehen, dass die Bayern bessere Laune haben als andere.

    Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von Privathäusern machen Bayern im Hinblick auf Solarenergie zum Spitzenreiter.
    Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von Privathäusern machen Bayern im Hinblick auf Solarenergie zum Spitzenreiter. Foto: Jens Büttner, dpa
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    Das „Kraftwerk der kleinen Leute“

    Und damit zu weiteren erfreulichen Zahlen, die wir der Sonne zu verdanken haben: Die Energiewende ruckelt zwar insgesamt noch in Bayern, aber bei der Solarenergie ist das Land schon Spitze. 2024 konnte mit Solarstrom rechnerisch bereits der Strombedarf von 5,5 Millionen bayerischen Haushalten gedeckt werden, rechnet der Energie-Atlas Bayern vor. Außerdem erfreulich: 40 Prozent davon kommen von Photovoltaikanlagen der mittleren Größe, meist auf Ein- und Mehrfamilienhäusern oder landwirtschaftlichen Gebäuden. Deshalb ist vom „Kraftwerk der kleinen Leute“ die Rede. Energiewende selbstgemacht.

    Hochkultur in München: die Bayerische Staatsoper.
    Hochkultur in München: die Bayerische Staatsoper. Foto: Sven Hoppe, dpa
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    Hohe Kultur, kleine Beträge: U30-Rabatte als Theater-Lockmittel

    Hochkultur ist unbezahlbar? Stimmt so nicht! Zumindest nicht für Menschen unter 30. Da haben viele bayerische Städte tolle Angebote, oft kann man schon für zehn Euro ins Theater, in Konzerte oder die Oper. Klar, München hat da am meisten zu bieten: U30-Rabatte, Last-Minute-Angebote oder sehr günstige Restkarten an der Abendkasse, eigene Formate wie „Oper für alle“. Aber auch in Augsburg, Regensburg, Ingolstadt oder Passau und anderen mittelgroßen Städten gibt es viel Kultur für gar nicht so viel Geld.

    Bayern liegt bei Start-ups deutschlandweit auf Platz eins.
    Bayern liegt bei Start-ups deutschlandweit auf Platz eins. Foto: Oliver Berg, dpa
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    Von Start-ups und Einhörnern

    Was (vor allem jüngere) Menschen in Bayern sonst so machen? Gründen. Allein 2025 wurden im Freistaat 785 Start-ups gegründet — mehr als in jedem anderen Bundesland. Dahinter lagen Nordrhein-Westfalen mit 658 und Berlin mit 619 Gründungen. Bemerkenswert ist auch das starke Wachstum. 2025 gab es in Bayern 46 Prozent mehr neue Start-ups als im Vorjahr. Und wer noch zweifelt, ob Start-ups ein relevanter Wirtschaftsfaktor sind: Im vergangenen Jahr flossen etwa 3,3 Milliarden Euro Wagniskapital in bayerische Neustarter – ebenfalls Platz 1 in Deutschland. Und: Zehn der derzeit 31 deutschen „Unicorns“ – das sind Start-ups mit Milliardenbewertung – sitzen hier.

    Bayern bricht nicht mit seinen Traditionen. Dazu gehört auch die Lederhose.
    Bayern bricht nicht mit seinen Traditionen. Dazu gehört auch die Lederhose. Foto: Tobias Hase, dpa
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    Laptop und Lederhosn? Bayern lebt beides

    Wer jetzt fürchtet, dass die Bayern vor lauter neuer Ideen ihre Traditionen vergessen: mitnichten. Schnalzerkurse, Dirndlgwandnähen, Schuhplattln, Borten-Riegelhauben-erstellen oder Süterlin entziffern – das ist nur eine kleine Auswahl des Programms, das zum Beispiel der Trachtenverband seinen etwa 165.000 Mitgliedern anbietet. Hunderte Vereine gehören zu dem Verband. Heimatliebe und -pflege, auch auf regionaler Ebene. Besonders spannend: Der Nachwuchs scheint nicht auszugehen, etwa 100.000 Jugendliche sind in der Bayerischen Trachtenjugend organisiert.

    Der Freistaat ist in vielen Bereichen die sicherste Region Deutschlands.
    Der Freistaat ist in vielen Bereichen die sicherste Region Deutschlands. Foto: Sven Hoppe, dpa
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    Ein Stück Lebensqualität: So sicher sind wir

    Wir leben objektiv in einer der sichersten Regionen Europas. Das ist nicht nur ein Gefühl, das belegen auch die Zahlen: Im vergangenen Jahr registrierte Bayern laut polizeilicher Kriminalstatistik 4094 Straftaten pro 100.000 Einwohner, der niedrigste Wert aller Bundesländer. Auch bei der Aufklärungsquote liegt der Freistaat mit 66 Prozent vorn. Laut Innenministerium war die Sicherheitslage 2025 – abgesehen vom Corona-Sonderjahr 2021 – die beste seit 1978. Auch bei Delikten, die das Sicherheitsgefühl besonders prägen, liegt Bayern klar unter dem Bundesschnitt: bei Wohnungseinbrüchen etwa, oder bei Gewaltkriminalität. Dass man in München nachts allein U-Bahn fährt, in Augsburg durch die Innenstadt läuft, Nürnberg in der Dämmerung erkundet oder auch in kleineren Städten spät noch unterwegs ist, ohne ständig ein Bedrohungsgefühl zu haben: ein wertvolles Stück Lebensqualität.

    In Bayern gibt es wunderschöne Landschften, so wie hier das Schloss Hohenschwangau.
    In Bayern gibt es wunderschöne Landschften, so wie hier das Schloss Hohenschwangau. Foto: Benedikt Siegert
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    Rausgehen und Runterfahren: spektakulär schöne Landschaften

    In Bayern ist spektakuläre Landschaft erstaunlich nah am Alltag. Selbst wer in der Stadt wohnt, hat es oft nicht weit in die Natur. Viele Leute können Seen, Berge oder Wälder in kurzer Zeit erreichen, sind schnell auf passablen Radwegen (bestenfalls sogar noch entlang von Flüssen) angelangt oder haben irgendwie anders die Möglichkeit zum Draußensein. Einatmen, ausatmen, Natur anstarren, freuen.

    „Meister samma“ – der FC Bayern feierte kürzlich bereits seinen 35. Meistertitel.
    „Meister samma“ – der FC Bayern feierte kürzlich bereits seinen 35. Meistertitel. Foto: Sven Hoppe, dpa
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    Bayern ist Rekordmeister, nicht nur dank des FCB

    Wenn Markus Söder in der Weltgeschichte umherreist, dann wird er, so erzählte er es jedenfalls neulich in Texas, stets auf drei Dinge angesprochen: auf bayerische Autos, das Oktoberfest und den FC Bayern München. „Bayern ist eine Weltmarke“, sagte sein Vorgänger Horst Seehofer einmal. Und vielleicht steht symbolisch dafür am besten tatsächlich der Fußball: 48 Deutsche Meistertitel gingen seit 1903 in den Freistaat. Neben dem Rekordmeister FC Bayern München (35) steuerte auch Söders Lieblingsclub, der 1. FC Nürnberg, neun Titel bei. Das liegt zwar schon eine Weile zurück, ist aber immer noch die zweitgrößte Titelsammlung bundesweit. Die SpVgg Fürth wurde dreimal Meister und auch der TSV 1860 München hat es einmal geschafft.

    Einer der beliebtesten Münchens: der Biergarten am chinesischen Turm.
    Einer der beliebtesten Münchens: der Biergarten am chinesischen Turm. Foto: Peter Kneffel, dpa
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    Anstoßen und leben lassen im Biergartenland

    Und natürlich wird der Ministerpräsident auch auf DAS bayerische Kulturgut schlechthin angesprochen. Zumindest, wer in München einen der größeren Biergärten besucht, trifft dort auf Menschen aus der ganzen Welt, die gemeinsam das Leben genießen – und dabei trotz Alkoholkonsums, Maßkrugklirrens und geteilter Tische fast immer friedlich bleiben. Ein Phänomen der Völkerverständigung und schönste Ausprägung des urbayerischen Prinzips: „Leben und leben lassen.“

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