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Digitalisierung
23.01.2018

Ein Drittel der Deutschen fühlt sich von Digitalisierung überfordert

Laut einer Studie der Initiative D21 fühlt sich jeder dritte Deutsche in der digitalen Welt überfordert.
Foto: Peter Steffen, dpa (Symbolbild)

Jeder dritte Mensch in Deutschland fühlt sich laut einer Studie von der Digitalisierung überfordert. Insgesamt sind die Deutschen aber so digital unterwegs wie nie zuvor.

Jeder dritte Mensch in Deutschland fühlt sich nicht für die Digitalisierung der Gesellschaft gerüstet. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Initiative D21, die am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. 32 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Dynamik und Komplexität der Digitalisierung überfordere. 38 Prozent der Bevölkerung sei wenig oder überhaupt nicht daran interessiert, ihr Wissen im Bereich Computer, Internet und digitale Themen zu vertiefen. Die Menschen in Deutschland seien insgesamt allerdings so digital wie nie zuvor unterwegs, die digitale Spaltung verringere sich jedoch nicht. Diesen Trend könne man dem aktuellen Digital-Index 2017/2018 entnehmen.

In allen Bereichen der Bildung mehr Anstrengung erforderlich

"Wir beobachten zwar eine positive Entwicklung", sagte Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative. Immer mehr Menschen würden sich souveräner, kompetenter und aufgeschlossener in der digitalen Lebenswelt bewegen. "Doch nach wie vor fühlen sich viele nicht für die digitale Welt gewappnet." Hier wären in allen Bereichen der Bildung mehr Anstrengung erforderlich, so Schwaderer.

Der Analyse zufolge nutzen erstmals über 80 Prozent der Menschen in Deutschland das Internet. Treibende Faktoren sind demnach Smartphones. Unter den 50 bis 64-Jährigen und den über 65-Jährigen nutzen jeweils 5 Prozent mehr das Netz, um 10 beziehungsweise 3 Prozentpunkte legte die mobile Nutzung zu. Insgesamt verzeichne man eine leichte Steigerung bei der Internetnutzung, dennoch stünden 16 Millionen Menschen in Deutschland digital abseits.

Digitalisierungsgrad nur auf mittlerem Niveau

Die Initiative D21 ermittelt seit 2013 in ihrem Digital-Index den Digitalisierungsgrad in der Bevölkerung. Dabei werden Indexpunkte zwischen 0 und 100 ermittelt, die Aspekte wie Zugang, Nutzung, Kompetenz und Offenheit in einer Kennzahl erkennbar machen soll. Mit 53 Indexpunkten sei der Indexwert erstmals seit 2013 um 2 Punkte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, hieß es. Dennoch befinde sich der Digitalisierungsgrad in Deutschland "weiterhin nur auf mittlerem Niveau". (dpa)

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