1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. In Steinheim kann gebaut werden

Steinheim

13.09.2019

In Steinheim kann gebaut werden

In Steinheim kann jetzt gebaut werden. Die Bewerbungsfrist für die Bauplätze im Westen des Stadtteils (vorne rechts) beginnt am Montag.
Bild: Jan Koenen, Stadtverwaltung

Am Montag startet die Bewerbungsfrist für die neuen Bauplätze. Die Belastung durch den Durchgangsverkehr bleibt ein Thema im Dillinger Stadtteil Steinheim.

Das Ende der Steinheimer Bürgerversammlung war dann doch etwas überraschend: Im Gegensatz zu früheren Treffen gab es am Donnerstagabend keine einzige Wortmeldung. In den vergangenen Jahren hatten Steinheimer immer wieder über die Verkehrsbelastung im Ort geklagt (Zum Beispiel 2018: Jetzt wird Steinheim komplett gesperrt ). Auch vier Jahre nach dem Bau der neuen B16 zählt die Ortsdurchfahrt im Dillinger Stadtteil immer noch zu den am meisten befahrenen Straßen im Landkreis. Karl Miller sagte auf Anfrage gegenüber unserer Zeitung: „Der Autoverkehr hat zugenommen.“ Und Raphael Veh bestätigte Miller in seiner Beobachtung, dass auch der Lkw-Verkehr in Steinheim immer noch „immens“ sei.

Die neue B16 erspart den Steinheimern fast 9000 Autos pro Tag

Mehr als 10.000 Fahrzeuge sind täglich durch Steinheim unterwegs.Ohne die neue Bundesstraße wären es aber laut einer Prognose im Jahr 2020 etwa 18.800 Autos und Lkw pro Tag gewesen, hatte Oberbürgermeister Frank Kunz in der Bürgerversammlung im Jahr 2016 vorgerechnet.

Der Rathauschef hatte das Verkehrsthema am Donnerstag vor etwa 70 Zuhörern selbst in seinem Vortrag angesprochen. Er bedauerte, dass Lastwagen, deren Ziel nicht die Stadt ist, immer noch durch Steinheim und Dillingen fahren, obwohl es dafür die neue Bundesstraße gebe. Es könne sich dabei um Mautflüchtlinge handeln.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Aber warum gab es dann keine einzige Wortmeldung? Franz Demharter meinte auf Anfrage, dass sich vielleicht niemand traue. Und grundsätzlich sei die Lebensqualität in Steinheim ja gut. Von dort sei man gleich in der Stadt, entweder mit dem Auto oder dem Rad, und die Dorfgemeinschaft sei intakt.

Neue Bauplätze im Dillinger Stadtteil Steinheim

Die Anzahl der Einwohner dürfte nach einem Rückgang in zurückliegenden Jahren wieder kontinuierlich steigen. Denn am Montag beginnt die Bewerbungsfrist für die neuen Bauplätze im Steinheimer Westen, informierte Oberbürgermeister Kunz. Zunächst wurde jetzt der südliche Teil des Baugebiets in Richtung Donau erschlossen. Dort gibt es nun 22 Bauplätze. In einem zweiten Abschnitt von der alten B16 in Richtung Egau werden noch einmal rund 20 Baugrundstücke ausgewiesen.

Kunz dankte auch der Steinheimer Landjugend und den Ministranten, die bei der jüngsten 72-Stunden-Aktion zusammen mit der Stadtgärtnerei Blühflächen an den Steinheimer Ortseingängen angelegt haben. Auch Leserin Brigitte Meurer hat unserer Redaktion Fotos geschickt und sich über die „wunderschöne“ Blumenpracht am Ortsausgang Richtung Höchstädt gefreut.

In Steinheim blüht es an den Ortseingängen. Darauf hat uns Leserin Brigitte Meurer aufmerksam gemacht.
Bild: Veh

In der Jahnstraße wird es Straßenbauarbeiten geben, kündigte Kunz an. Dort erneuert die Bayerische Rieswasserversorgung die Wasserleitung.

Steinheim in Zahlen und Fakten:

Steinheim verzeichnet nach Jahren des Rückgangs wieder einen Bevölkerungszuwachs. 2006 hatten noch 1549 Menschen in Steinheim gelebt. Die Zahl ging bis 2013 auf 1479 zurück. Nach einem kurzfristigen Anstieg hatte Steinheim Ende 2017 exakt 1489 Einwohner. Ende 2018 lag die Zahl bei 1497. Durch das neue Baugebiet dürfte es einen Zuwachs geben.

2018 gab es in Steinheim nur sechs Geburten. Im Vorjahr waren es zwölf gewesen. 16 Bewohner des Stadtteils starben, drei mehr als 2017. Elf Paare gaben sich das Ja-Wort – im Gegensatz zu sechs Hochzeiten im Jahr zuvor. Das Potenzial der Buben und Mädchen, die einen Kindergarten besuchen könnten, liegt derzeit bei 41. Das ist ein Anstieg um zwei Kinder. Die Zahl der Kinder, die in die erste Klasse eingeschult werden können, lag konstant bei 14.

Lesen Sie auch, wie die Versammlung in Hausen ablief: Oberbürgermeister Kunz ist jetzt ein Hausener "mit Migrationshintergrund"

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren