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Fußball: Kein Happy End in Gundelfingen

Fußball

Kein Happy End in Gundelfingen

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    Laurin Völlmerk (rechts) zieht ab – eine der wenigen Chancen für Gundelfingen bei der entscheidenden 0:5-Heimschlappe gegen Türkspor Augsburg.
    Laurin Völlmerk (rechts) zieht ab – eine der wenigen Chancen für Gundelfingen bei der entscheidenden 0:5-Heimschlappe gegen Türkspor Augsburg. Foto: Karl Aumiller

    Nachdem das Donau-Hochwasser zweimal das angesetzte Rückspiel der Relegation um den Bayernliga-Klassenerhalt zwischen dem FC und Türkspor Augsburg hatte platzen lassen, konnte am Mittwoch nun tatsächlich gekickt werden. Der Rasen machte einen ordentlichen Eindruck, sodass die 930 Zuschauer auf ein spannendes Spiel hoffen durften. Daraus wurde letztlich nichts, weil die Gäste nach ihrem 1:0-Hinspielsieg schnell die Weichen auf einen weiteren Erfolg stellten, letztlich 5:0 siegten und damit die Bayernliga halten. Im Gegensatz zum FCG, der nach drei Jahren wieder zurück in die Landesliga muss.

    Das Match, zu dem Gundelfingen mit einem stark ausgedünnten Kader antreten musste und daher auf reaktivierte Routiniers wie Manuel Müller oder René Schröder in der Startelf zurückgriff, startete verhalten. Beiden Teams wollten keinen Fehler machen – und reklamierten jeweils einen Elfmeter für sich. Doch der gute Schiedsrichter Peter Dotzel entschied weder auf Handspiel für den FCG noch auf Foulspiel für Türkspor Augsburg.

    Der Gast macht Druck auf Gundelfingen

    Die Gäste erhöhten den Druck. Gundelfingens Keeper Dominik Hozlinger musste Mitte der ersten Hälfte zum ersten Mal hinter sich greifen. Nach einem Durchbruch über die linke Angriffsseite und einer flachen Hereingabe schob Tugay Demir eiskalt zum 0:1 ein. Gundelfingen, das nun zwei Tore für eine mögliche Verlängerung benötigte, war nach dem Rückschlag komplett von der Rolle und hatte große Probleme, überhaupt in Ballbesitz zu kommen. Türkspor spürte die Verunsicherung und legte das 0:2 nach: Mehmet Fidan, der bereits im Hinspiel getroffen hatte, jagte einen Freistoß aus rund 35 Metern in den den rechten oberen Winkel – ein Traumtor. Gundelfingen kam nun besser im Spiel und hatte einige Offensivaktionen.

    Der FCG kam nach einem Dreifachwechsel mit Elan aus der Kabine zurück. Bei der Flanke des neuen Mannes Rodrigo Pinto Pires behinderten sich jedoch zwei Gastgeber gegenseitig. Doch nach wenigen Minuten zeigte sich auch im zweiten Durchgang das gewohnte Bild: Türkspor konterte immer wieder gefährlich. Nach einer Stunde nutzte Fidan einen FCG-Ballverlust am Strafraum zum Doppelpack. Keeper Hozlinger hatte bei dem platzierten Schuss ins lange Eck keine Chance. Die letzte Hoffnung bei Gundelfingen auf eine Wende zum Besseren war dahin. Türkspor schraubte das Ergebnis durch Jeton Abazi (74.) und Dominik Krachtus (82.) noch auf 0:5 in die Höhe.

    Lauter knappe Niederlagen der Gundelfinger

    Nach Abpfiff feierten die Gäste ihren Ligaverbleib ausgelassen, während bei den Gundelfingern die Köpfe nach unten gingen. Spielertrainer Stefan Heger wirkte aber gefasst: „Wir haben alles gegeben, was uns möglich war, aber am Ende war es schlicht zu wenig. Bei einem 0:5 gibt es da nichts zu diskutieren.“ Seinen Spielern machte er keinen Vorwurf, diese hätten voll mitgezogen. „Wir haben seit dem Winter extremes Verletzungspech mit vielen Langzeitverletzten. Gegen einen Gegner, der nahezu in Topbesetzung antreten kann, ist das dann irgendwann eine Qualitätsfrage, gerade was unsere Kaderbreite angeht“, so der Coach. Beim Blick auf die Rückrunde hadere er neben den Verletzungen insbesondere mit den zahlreichen knappen Niederlagen. Acht der neun Niederlagen nach dem Winter waren mit nur einem Tor Differenz.

    Gundelfingens Sportlicher Leiter Stefan Kerle: „Glückwunsch an Türkspor, über zwei Spiele haben sie sich den Klassenerhalt völlig verdient. Für uns als Verein ist das ein bitterer Tag. Es ist schwer, da Worte zu finden.“ Auch Kerle lobte die Mannschaft für den Einsatz und insbesondere die Rückkehrer Müller, Reutter und Schröder sowie Co-Trainer Stefan Anderl, die ausgeholfen hatten. Sein Blick in die Zukunft und auf bald beginnende Saisonvorbereitung: „Es geht weiter, der FC Gundelfingen ist gut aufgestellt. Wir werden nach nur sieben Tagen Pause wieder angreifen.“ Dann in der Landesliga Südwest, wo man auch auf Aufsteiger TSV Wertingen trifft.

    FC Gundelfingen: Hozlinger; Anzenhofer, Grötzinger, Heger, M. Müller (58. Mijatovic), Noller (46. Erten), Schröder (58. Neubieser), Seibold, Böck (46. Reutter), Neziri (46. Pinto Pires), Völlmerk Türkspor Augsburg: Tepe; Demir, Kurt, Redier, Aydin, Cakin, Krachtus (83. Jaiteh), Mitterhuber, Yarovoi, Abazi (80. Salifou), Fidan (84. Effiong) Tore: 0:1 Demir (27.), 0:2 Fidan (34.), 0:3 Fidan (59.), 0:4 Abazi (74.), 0:5 Krachtus (82.) Schiedsrichter: Peter Dotzel (Heidenfeld) Zuschauer: 930

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