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  4. Nachruf: Zum Tod von Hans Anderl: Brasilien und den FC Gundelfingen im Herzen

Nachruf
22.01.2023

Zum Tod von Hans Anderl: Brasilien und den FC Gundelfingen im Herzen

Hans Anderl (rechts) verschaffte Uli Hoeneß 1978 beim DFB-Pokalspiel 1978 zwischen der SSV Glött und dem FC Bayern Platz, damit der Weltmeister die Ecke im Gundelfinger Schwabenstadion ausführen konnte.
Foto: Sammlung Anderl

Einen Traum erfüllte ihm sein FC Gundelfingen mit dem Bayernliga-Aufstieg 1993. Nun bleibt sein Platz im Schwabenstadion für immer leer.

So traurig die Todesnachricht auch war, in Erinnerung bleibt Hans Anderl wegen zahlloser, teils amüsanter Anekdoten. Der mit 83 Jahren verstorbene Ehren-Abteilungsleiter des FC Gundelfingen hat den Fußball weit über die Stadtgrenzen hinaus geprägt – und ging dabei oft seine eigenen Wege.

Seit 1957 beim FC Gundelfingen

1957 war Hans Anderl als Spieler zu den Grün-Weißen gestoßen, der legendäre Vereinsführer Theo Flemisch hatte den torgefährlichen Allrounder zum FCG und in die Firma Gartner gelotst. Dass der im Sudetenland geborene Anderl einmal solche Fußspuren in der Gärtnerstadt hinterlassen würde, war freilich nicht absehbar.

Als Spieler war sein größter Erfolg 1971 der Aufstieg in die Landesliga Süd, damals die vierthöchste Spielklasse. Unmittelbar danach wechselte Anderl auf die Funktionärsschiene, beerbte Flemisch als Abteilungsleiter – und wollte mehr. Trotz der bescheidenen finanziellen Mittel, die ihm zur Verfügung standen, träumte er immer vom Sprung in die Bayernliga. Wofür er häufig belächelt wurde, doch Anderl gab nie auf. Selbst, als der FCG jahrelang gegen den Abstieg aus der Landesliga kämpfte.

Grün-Weiß waren fast immer die Farben des nun verstorbenen Hans Anderl.
Foto: Walter Brugger

Anderl war nie der Manager, der großspurig auftrat. Der glänzende Rhetoriker begeisterte in Gesprächen, höchste Priorität hatte aber stets, dass die FCG-Spieler gute Rahmenbedingungen vorfanden. Viele Jahre mähte er persönlich noch kurz vor dem Anpfiff den Rasen des Schwabenstadions. Der Ball sollte laufen und gelungene Kombinationen quittierte er mit begeisterten „Brasil“-Rufen. Die Spielweise seines brasilianischen Idols Pelé hatte ihn fasziniert, andere Größen wie 1954er-Weltmeister Fritz Walter oder Real Madrids legendärer Präsident Santiago Bernabeu hatten sein Denken geprägt.

Zwischenstation beim FC Lauingen

Von einem Freundschaftsspiel gegen die Königlichen träumte er immer wieder. Während ein Duell mit den Spaniern nie zustande kam, klappte es 1993 mit dem FCG-Aufstieg in die Bayernliga. Mit Sohn Stefan als Spielmacher. Wenn er über die sportlichen Leistungen Stefans sprach, schickte er stets voraus: „Ich sage das nicht, weil er mein Sohn ist.“ Als sich Stefan 1994 mit dem damaligen FCG-Coach Walter Modick überwarf und zum TSV Aindling wechselte, war das gleichzeitig für Hans Anderl eine Zäsur. Er schmiss alles hin, schloss sich dem FC Lauingen an – um nach dem Bayernliga-Abstieg 1997 zum FCG zurückzukehren. Sieben Jahre lang lenkte er noch einmal die Fußball-Abteilung, ehe er sich 2004 aus der ersten Reihe zurückzog.

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Die Spiele der Grün-Weißen verfolgte er weiter und blieb selbst trotz vermehrt auftretender gesundheitlicher Probleme, derentwegen er in erster Linie den früheren Gundelfinger Landesliga-Kicker Herbert Nuber konsultierte, ganz nah dran – und wurde von den FCG-Fußballern weiterhin hoch geschätzt. Zum 80. Geburtstag überreichten Tiemo Reutter und Christoph Schnelle als Geschenk der Mannschaft ein Brasilien-Trikot, das fortan einen Ehrenplatz im Hause Anderl einnahm. Sein angestammter Platz neben der Tribüne des Schwabenstadions, den er teils mit dem aufgestellten Vereinswimpel verziert hatte, bleibt hingegen in Zukunft leer.

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