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Fünfstetten / Otting

12.12.2018

Staatsstraße zwischen Wemding und Nußbühl soll breiter werden

Diese Kreuzung Ortsverbindungsstraße Fünfstetten – Otting mit der Staatsstraße soll im Zuge des Ausbaus neu gestaltet werden.

Gemeinderäte in Fünfstetten und Otting sehen noch Klärungsbedarf beim Ausbau der Staatsstraße. Ein Runder Tisch soll stattfinden. Angst vor noch mehr Wasser im Dorf

Das Staatliche Bauamt Augsburg möchte die Staatsstraße zwischen Wemding und der Bahnbrücke bei Nußbühl neu ausbauen. Das betroffene Teilstück liegt hauptsächlich auf der Gemarkung Fünfstetten. Dort beschäftigte das Projekt nun den Gemeinderat.

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Bürgermeister Werner Siebert informierte die Räte über den ersten Planentwurf der Behörde, der kürzlich auch im Wemdinger Stadtrat präsentiert worden war (wir berichteten). Demnach soll die Fahrbahn auf einer Länge von insgesamt rund sechs Kilometern deutlich breiter werden. Bislang sind es sechs Meter, künftig sollen es acht Meter sein. Hinzu kommen Bankette (jeweils 1,50 Meter) und ein Radweg (2,50 Meter), den ein Grünstreifen (2,50 Meter) von der Fahrbahn trennt. Am Anschluss der Kreisstraße von/nach Otting soll ein Kreisverkehr entstehen.

Auf Fünfstettener Flur steht die Kreuzung mit der Ortsverbindungsstraße Fünfstetten – Otting im Blickpunkt. Die beiden Anschlüsse zur Staatsstraße sollen versetzt zueinander angelegt werden. Ein weiterer Punkt, über den laut Bürgermeister Siebert geredet werden muss, ist ein größeres Regenrückhaltebecken, das in Richtung Wemding links vor dem Wald auf einem Privatgrundstück entstehen soll.

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Staat braucht mehr Flächen

Vor allem durch die breitere Trasse benötigt der Staat ebenfalls zusätzliche Flächen. Während diese im Wemdinger Bereich zum Großteil im Eigentum der Stadt sind, trifft es auf dem fast vier Kilometer langen Abschnitt im Raum Fünfstetten eine Reihe von Privatleuten, vor allem aber einen Hofbesitzer.

Bürgermeister Werner Siebert erklärt, er wolle eine „vernünftige Straße“ und einen Radweg, sodass die gesamte Verbindung sicherer werde. In der Sitzung übte der ein oder andere Gemeinderat Kritik. Die Informationspolitik sei unzureichend. Diesen Vorwurf wies Siebert zurück. Bereits in der Vergangenheit sei der Ausbau der Staatsstraße thematisiert worden.

Voraussichtlich Ende Januar oder Anfang Februar 2019 liege ein konkreter Planentwurf vor: „Dann steht auch fest, wie viel Fläche benötigt wird.“ Über das Vorhaben werde man sich anschließend wohl im Rahmen einer Sitzung des Gemeinderats an einem „Runden Tisch“ unterhalten. An diesem sollen auch Vertreter des Staatlichen Bauamts und die betroffenen Grundstücksbesitzer teilnehmen.

Wohin kommt ein Regenrückhaltebecken?

Die Gemeinde Otting wird von dem Straßenausbau zwar nicht direkt berührt, allerdings werden dort die Pläne aus einem besonderen Grund kritisch beäugt: Der erste Entwurf sieht drei Regenrückhaltebecken an der Staatsstraße vor, deren Abfluss in Richtung Otting führt. Weil die Kommune in der jüngeren Vergangenheit mehrmals von teilweise katastrophalem Hochwasser heimgesucht wurde, sehen die Ottinger deshalb noch Klärungsbedarf.

Bürgermeister Johann Bernreuther zufolge hat sich bereits der Gemeinderat darüber unterhalten: „Wir haben Interesse daran, dass das Wasser nicht gezielt in die Gemeinde reinläuft.“ Man wolle die (Vor-)Planung nicht so einfach hinnehmen, sondern sich mit dem Staatlichen Bauamt „gezielt unterhalten“.

Bekanntlich haben die Ottinger eine Studie in Auftrag gegeben, um ein Konzept zu erarbeiten, wie Sturzfluten nach Starkregen verhindert werden könnten. In diese Maßnahme solle auch die künftige Entwässerung der Staatsstraße einfließen, so Bernreuther.

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