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Schmiechen

04.07.2010

Auf den Bittgang folgt die Stärkung

Pilger und Ausflügler aus der näheren Umgebung besuchten gestern das Kappelfest in Schmiechen. Foto: Rieger
Bild: Rieger

Seit 1655 findet in der Wallfahrtskirche Maria Kappel Anfang Juli das Fest zum Patrozinium Maria Heimsuchung statt. Dies nehmen viele Gläubige zum Anlass für einen Bittgang entlang des Kappelweges zur Kirche.

Das anschließende Kappelfest neben der Kirche hat sich schon fast zum Dorffest entwickelt. Das zeigte die Resonanz der vielen Besucher erneut sehr deutlich. Bereits zum feierlichen Gottesdienst mit Festtagsprediger Pater Norbert Schützner aus Benediktbeuern waren in der überfüllten Kirche viele Gemeindeglieder und Wallfahrer aus der Umgebung. Dazu gesellten sich Pilger aus St. Peter, Don Bosco und St. Simpert aus Augsburg.

Die ursprünglich spätgotische Vorgängerkirche wurde im 17. Jahrhundert umgebaut, im 18. Jahrhundert in Rokokoform ausgestaltet. Die auf der ehemals üppig ausgestatteten Gruftkapelle der Fugger errichtete Wallfahrtskirche ist ein kulturhistorisches Kleinod und steht auf der Denkmalliste des Landkreises. Fast so wichtig wie das Pilgern ist die anschließende kulinarische Stärkung: Bei Gegrilltem oder geräuchertem Fisch und einer Maß ließ sich die Anstrengung schnell vergessen. Die Frauen der Pfarrgemeinde hatten für das Kappelfest Kuchen gebacken, sodass Wallfahrer, Radwanderer und viele Kinder am sonnigen Sonntagnachmittag gemütlich beim Gedankenaustausch im Freigelände zusammensaßen. Eiskalte Erfrischungen wurden im Benefiziatenhaus von Marion Kolberg angeboten.

Und seit 60 Jahren steht dort ein Wagen mit Spielwaren, der von den Kindern stark frequentiert wird. Der kleine Sebastian spart schon immer für das Kappelfest: „Mit meiner Wasserpistole kann ich dann die Leute ärgern“, freute er sich. Zur musikalischen Unterhaltung spielte der ortsansässige Musikverein auf.

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