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Standorterweiterung

25.07.2017

Friedberger Hightech-Firma auf Expansionskurs

Die Firma Tichawa Vision aus Friedberg – hier Nikolaus Tichawa – eröffnet eine neue Fertigungshalle in Lechhausen.
Bild: Tichawa Vision GmbH

Tichawa Vision eröffnet eine neue Fertigungshalle in Lechhausen. Was ist das Erfolgsrezept des Unternehmens, das bis nach Israel und China liefert?

Tichawa Vision hat eine neue Fertigungshalle in Lechhausen eröffnet. Auf 650 Quadratmetern fertigt das Hightech-Unternehmen dort hochpräzise Industriescanner zur industriellen Qualitätskontrolle. Steigende Absatzzahlen erforderten eine Standortverlagerung der Produktion. Verwaltung, Vertrieb und Entwicklung bleiben weiterhin am Hauptsitz in Friedberg. Durch die Vergrößerung der Produktionsflächen steigerte das Unternehmen seine Produktivität um bis zu 30 Prozent. Außerdem ist nun viel Platz für eigene Maschinen: Tichawa kann künftig 95 Prozent aller Bauteile Inhouse fertigen. Die Zeichen stehen auf Wachstum. Die Contact-Image-Sensoren, kurz CIS, aus dem Hause Tichawa sind gefragt wie nie zuvor. Und das nicht nur hierzulande, sondern auch auf der ganzen Welt. Ob England, Italien, Frankreich, Israel oder China: Überallhin liefert Tichawa seine individuell angefertigten Hightech-Kamerasysteme „Made in Friedberg/Augsburg“ für die Oberflächeninspektion von Lebensmittel- und Blister-Verpackungen sowie Erzeugnissen aus Glas, Holz, Metall, Plastik und Keramik. Dass die Produkte international ankommen, beweist eine kürzlich in Chicago in Empfang genommene Auszeichnung: Für sein jüngstes Flaggschiff-Produkt, den VDCIS, erhielt Tichawa auf der Automate 2017, der größten Fachmesse für Automatisierungstechnik in Nordamerika, den „Innovators Award“ in Gold. Insgesamt hatten sich über 1400 Unternehmen aus der ganzen Welt für den Preis beworben.

„Unser Ziel ist, den Umsatz von derzeit 2,5 Millionen Euro innerhalb der nächsten Jahre auf zehn Millionen Euro zu steigern“, kündigt Nikolaus Tichawa, Geschäftsführer und Gründer von Tichawa Vision, an. Die neuen Produktionsräume und reinvestierte Gewinne bieten hierfür beste Voraussetzungen. „Wir sind auf einem guten Weg. Die Qualität unserer Produkte spricht für sich. Im letzten Jahr hatten wir keine einzige staubbedingte Reklamation“, berichtet Tichawa. An Ideen und Konzepten für Neuentwicklungen mangelt es dem Unternehmen nicht. So bieten die Tabakindustrie und die Materialsortierung bei der Bauschutttrennung weitere Anwendungsfelder. „Mit den neu angeschafften CNC-Fräsmaschinen können wir nun 95 Prozent aller Bauteile selbst herstellen und damit die Lieferzeiten erheblich verkürzen. Wir sind in der Lage, unsere Aufträge exakter zu planen und unsere Kunden noch schneller zu beliefern“, so Tichawa. „Bisher mussten wir fast alle Bauteile extern anfertigen lassen. Durch die Inhouse-Produktion sparen wir nicht nur Zeit, sondern auch hohe Kosten.“

Im Jahr 1991 hatten der promovierte Physiker und seine Frau Christine, Software-Entwicklerin und Mit-Geschäftsführerin, mit der Entwicklung und Fertigung von Kameratechnik für die Industrie begonnen.

Vor 15 Jahren zog das Unternehmen in die Burgwallstraße in Friedberg. Heute beschäftigt Tichawa 25 Mitarbeiter. Ihnen sprach Nikolaus Tichawa in seiner Eröffnungsrede besonderen Dank aus.

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