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Kissing

28.05.2020

Sportler des Monats: Freudentränen bei Luzie-Riva Lampe

Verrenken musste sich Sportgymnastin Luzie-Riva Lampe für den Sieg bei der Wahl zur Sportlerin des Monats nicht. Eindeutig fiel das Votum der Leser für die 13-Jährige aus.
Bild: Silvia Ranf

Luzie-Riva Lampe freut sich über den Sieg bei der Abstimmung im April. Warum Mutter Kathrin die Elfjährige extra wecken muss und wie es jetzt weitergeht.

Sportgymnastin Luzie-Riva Lampe lag am späten Dienstabend bereits im Bett, als Mutter Kathrin die Elfjährige ausnahmsweise aufweckte. „Ich musste es ihr einfach sagen“, so Kathrin Lampe. Denn Tochter Luzie-Riva setzte sich bei der Abstimmung zur Sportlerin des Monats der Friedberger Allgemeinen durch. Schnell war die Kissingerin wieder wach. Die Sportlerin des TSV Friedberg freute sich sehr und konnte ihre Freudentränen nicht verbergen. Mutter Kathrin erzählt: „Sie war wirklich sehr gerührt, auch weil sie damit nicht gerechnet hatte. Wir wussten zwar, dass es im Internet gut läuft, kannten aber nicht den gesamten Zwischenstand.“ Überbringerin der guten Nachricht war Trainerin Silvia Ranf, die umgehend zum Telefonhörer griff. Sehr zur Freude ihres Schützlings.

Sportgymnastin Luzie-Riva Lampe ist die Sportlerin des Monats.
Bild: Werner Miller

Die Fünftklässlerin, die das Rudolf Diesel-Gymnasium in Hochzoll besucht, hatte bei der Abstimmung zur Sportlerin des Monats April vielfältige Unterstützung. Dabei stimmten nicht nur die Sportgymnastinnen des TSV fleißig ab. Hier wurde in erster Linie über eine WhatsApp-Gruppe die Werbetrommel gerührt. Sogar ihre Klassenlehrerin stimmte für die Elfjährige ab, wie Mutter Kathrin verrät. Luzie-Riva Lampe macht neben der Sportgymnastik Ballett und tanzt Hip Hop – auch hier war ihr die Unterstützung der Teamkollegen sicher. Das hat sich gelohnt, denn die Kissingerin lag schließlich in allen drei Abstimmungsbereichen vor ihren Konkurrenten, dem Luftpistolenschütze Daniel Wrigley und der Skifahrerin Ute Kulzinger. Luzie-Riva Lampe bekam 460 Stimmen im Internet, 152 Anrufe und 99 SMS. Daniel Wrigley, der für die SG Ottmaring am Schießstand steht, kam auf 214 Internetstimmen, 41 Anrufe und 40 SMS. Skifahrerin Ute Kulzinger, die für den Skiklub Mering startet, kam auf 124 Stimmen im Internet, 107 Anrufe und 33 SMS. Alle drei Kandidaten hätten den Sieg aufgrund ihrer Leistungen verdient gehabt, doch am Ende setzte sich die Jüngste im Bunde durch.

Sportler des Monats: Luzie-Riva Lampe siegt souverän

Die Sportgymnastin des TSV Friedberg freute sich kurz vor der Corona-Pause über einen großen Erfolg. Die Enkelin des Olympia-Medaillen-Gewinners von München 1972, Werner Lampe, wurde bei den schwäbischen Meisterschaften der rhythmischen Sportgymnastik zweite. Überhaupt kommt die Kissingerin aus einer sportlich erfolgreichen Familie. Vater Oliver gewann als Schwimmer unter anderem bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 mit der 4 x 100 Meter Lagenstaffel die Bronzemedaille. Mutter Kathrin fuhr als Kunstturnerinnen im Gruppenwettbewerb mehrere deutsche Meistertitel ein. Beide Sportarten probierte auch Tochter Luzie-Riva, wobei sie sich für die rhythmische Sportgymnastik entschied.

 

Der Erfolg gibt ihr Recht. Auch bei den Gaumeisterschaften überzeugte die Elfjährige. Hier wurde sie nach hartem Kampf zweite. Schon 2019 landete die Kissingerin unter Bayerns Besten in ihrer Altersklasse und wurde achte bei den landesweiten Titelkämpfen. Beim TSV Friedberg gehört Luzie-Riva Lampe zu den großen Talenten in der rhythmischen Sportgymnastik. Trainerin Silvia Ranf: „Sie ist sehr talentiert, arbeitet aber auch sehr hart. Sie ist sehr fokussiert und sehr fleißig.“ Dreimal steht Training pro Woche auf dem Programm, wobei die Elfjährige zu Hause noch zusätzliche Übungen macht, um die Beweglichkeit zu verbessern: „Sie ist sehr beweglich, und das kommt nicht von ungefähr. Außerdem weiß sie schon genau, was sie machen muss – das ist in ihren Alter nicht selbstverständlich“, so Ranf. Auch während der Corona-Krise war Luzie-Riva nicht untätig und trainierte viel zu Hause. Seit Kurzem findet wieder Training statt. Zwar im Freien und nur in kleinen Gruppen, dennoch ein Fortschritt, wie Mutter Kathrin sagt: „Das tut den Kindern gut, auch wenn es noch nicht an das normale Training hinkommt.“

Saisonhöhepunkt entfällt für Sportgymnastin

Ohnehin ist die Situation für die Kissingerin nicht einfach. Seit dieser Woche ist die Elfjährige wieder in der Schule, doch ab nächster Woche sind schon wieder Pfingstferien. Hausaufgaben macht Luzie-Riva häufig im Büro ihrer Mutter, die in einer Werbeagentur arbeitet: „Sie geht mit der Situation sehr gut um, aber es ist schwierig. Der Unterricht geht von 8 bis 11.20 Uhr und Noten gibt es auch keine.“

Der Saisonhöhepunkt, der Bayernpokal fällt definitiv aus. „Das ist schade, denn es ist der sportliche Höhepunkt im Jahr“, so Mutter Kathrin. Aktuell arbeit Tochter Luzie-Riva bereits an den Übungen für die kommende Saison. Wie die aussehen wird, steht noch nicht fest. Feststeht dafür, dass Luzie-Riva Lampe auch bei der Abstimmung zum Sportler des Jahres 2020 dabei ist, die am Ende des Jahres durchgeführt wird. Die Elfjährige folgt damit den Kunstradfahrern Josune Wille und Stefanie Grießer (Januar), Handballerin Irmi Kefer (Februar) und Trampolinturnerin Corinna Hoppe (März).

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