Im Ruhestand genießen viele Rentner endlich den wohlverdienten Lebensabend. Doch gerade diese Generation wird zunehmend Ziel von Betrügern, die es auf ihr Geld abgesehen haben. Besonders ältere Menschen, die vielleicht nicht immer mit den neuesten Technologien vertraut sind, fallen häufig auf kriminelle Methoden herein. Die Zahl der Betrugsmaschen, die speziell Rentner ins Visier nehmen, wächst stetig, und die Täter gehen immer raffinierter vor.
Ein Trend sorgt aktuell wieder für Besorgnis: Immer mehr Rentner erhalten Phishing-Mails, die den Anschein erwecken, sie stammten von der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Doch hinter diesen E-Mails verbergen sich Betrüger, die nur auf eines aus sind – die Daten und letztlich das Geld ihrer Opfer. Wie Sie solche betrügerischen Nachrichten erkennen und welche weiteren Tricks Kriminelle nutzen, erfahren Sie in diesem Artikel.
Rentner: Deutsche Rentenversicherung warnt vor Betrug per E-Mail
Laut der Deutschen Rentenversicherung sehen die Betrüger-E-Mails täuschend echt aus und verwenden das offizielle Logo sowie das Design der Deutschen Rentenversicherung. Die Empfänger werden darin gebeten, ihre persönlichen Daten anzugeben oder zu aktualisieren. Lediglich die Absenderadresse, etwa „noreply@drv.de“ oder „admin@lenterasafety.co.id“, deutet auf eine Fälschung hin.
Die DRV rät Folgendes zum Schutz vor Phishing-Mails:
- Jede E-Mail genau überprüfen.
- Rechtschreibfehler oder ungewöhnliche Anredeformen können Hinweise auf einen Betrugsversuch sein.
- Verdächtige E-Mails sollten sofort in den Spam-Ordner verschoben werden.
- Auf keinen Fall sollte man auf die E-Mails reagieren oder gar Daten weitergeben.
Schon gewusst? Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission soll über die Rente ab 70 beraten. Außerdem soll geprüft werden, ob Beamte zukünftig in die Rentenversicherung einzahlen sollen.
Weitere Maschen: Telefonbetrüger geben sich als Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung aus
Kriminelle geben sich aber nicht nur per E-Mail als Behörde aus. Laut einer Broschüre der DRV zum Thema Trickbetrug rufen Betrüger gezielt Senioren an und erklären am Telefon, dass man rasch einen Geldbetrag auf ein bestimmtes Konto überweisen müsse, sonst würde die Rente gekürzt oder gepfändet.
Die DRV warnt: Zahlungen werden niemals telefonisch angefordert, offizielle Aufforderungen erfolgen ausschließlich schriftlich.
Rentner-Betrug per Brief: Gefälschte Schreiben mit Logo der Deutschen Rentenversicherung
Aber auch der Schriftverkehr schützt nicht vor Betrugsmaschen. Kriminelle verschicken ebenfalls gefälschte Briefe im Namen der DRV. In vielen Fällen wird der Empfänger aufgefordert, eine im Brief genannte Telefonnummer anzurufen, wie man in der Broschüre der Deutschen Rentenversicherung nachlesen kann. Am Telefon bestätigen Betrüger dann die angebliche Forderung und nennen eine Kontoverbindung, auf die der „ausstehende Betrag“ überwiesen werden soll.
Schreiben mit einer angeblichen Zusatzrente sind ebenfalls im Umlauf. Um diese zu erhalten, sollen sich Betroffene telefonisch registrieren und persönliche Daten angeben. Die DRV klärt auf: Man biete keine Zusatzrenten gegen Registrierung an. Solche Schreiben stammen keinesfalls von der Behörde.
Haustürbetrug: Vorsicht vor falschen Rentenversicherungs-Mitarbeitern
Eine weitere perfide Betrugsmasche, vor der sich Rentner in Acht nehmen sollten: Kriminelle klingeln an der Haustür und geben sich als Mitarbeitende der Deutschen Rentenversicherung aus, erklärt die Broschüre der DRV. Die Kriminellen behaupten etwa, Renteninformationen seien fehlerhaft und müssten korrigiert werden. So versuchen sie, sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen und nach Geld, Wertgegenständen oder persönlichen Daten zu suchen. Teilweise werden Formulare vorgelegt, in denen die Rentner persönliche Daten und Bankverbindungen eintragen und die sie unterschreiben sollen.
Die DRV erklärt dazu: Echte Hausbesuche erfolgen nur nach vorheriger Terminvereinbarung durch Versichertenberater oder Versichertenälteste. Die Mitarbeiter haben ihren offiziellen Dienstausweis mit Foto, Namen und Ausweisnummer dabei. Diesen sollten Sie sich immer zeigen lassen.
Gut zu wissen: Wer Rente bezieht, muss in vielen Fällen darauf Steuern zahlen. Auch die Abgabe einer Steuererklärung ist für Rentner Pflicht, sonst drohen Strafen.
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