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Bluthochdruck ohne Symptome: Warum er trotzdem gefährlich ist

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Bluthochdruck ohne Symptome: Warum er trotzdem gefährlich ist

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    Keine Symptome und trotzdem krank? Bei Bluthochdruck ist das häufig der Fall, sodass Betroffene gar nicht merken, dass sie handeln müssten.
    Keine Symptome und trotzdem krank? Bei Bluthochdruck ist das häufig der Fall, sodass Betroffene gar nicht merken, dass sie handeln müssten. Foto: WHstudio Leushin N, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Die Abläufe im Körper sind hochkomplex. Gerät an der ein oder anderen Stelle „Sand ins Getriebe“, macht sich das bei den meisten Erkrankungen und anderen Beschwerden über mehr oder weniger spezifische Symptome bemerkbar. Das ist auch bei Bluthochdruck der Fall – zumindest nach einer bestimmten Zeit.

    Aber: Viele Menschen, die unter einem erhöhten Blutdruck – also einer Hypertonie – leiden, können diesen zwar messen und die zu hohen Blutdruckwerte dokumentieren; Symptome machen sich laut dem Gesundheitsmagazin der Helios Klinik jedoch lange Zeit nicht bemerkbar. Doch auch ohne konkrete Anzeichen ist Bluthochdruck gefährlich. Warum?

    Bluthochdruck: Darum wird er als „stiller Killer“ und „leiser Tod“ bezeichnet

    Zu den Symptomen von Bluthochdruck gehören laut dem Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) etwa Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität, Ohrensausen, Müdigkeit, Nasenbluten, Kurzatmigkeit und Übelkeit. Schmerzen sind dem Helios-Gesundheitsmagazin zufolge selten, und viele Betroffene würden vorhandene Anzeichen von dauerhaft erhöhtem Blutdruck bagatellisieren – nicht ganz grundlos, denn laut dem Patientenratgeber MSD Manual treten die genannten Symptome „eigentlich genauso oft bei Menschen auf, die keinen Bluthochdruck haben“.

    Das Problem daran: Obwohl es Bluthochdruck-Anzeichen gibt, zeigen die meisten Patientinnen und Patienten laut dem DHZC keine oder kaum Symptome oder erkennen diese nicht, sodass die Erkrankung oft lange Zeit unbemerkt bleibt. Genau deshalb ist Bluthochdruck gefährlich. Eine frühzeitige Therapie ist essenziell, um Folgeschäden zu verhindern. Jedoch bleibt Bluthochdruck laut MSD Manual für gewöhnlich „viele Jahre lang“ symptomfrei und unentdeckt – bis ein lebenswichtiges Organ Schaden nimmt und ernsthafte Erkrankungen die Folge sein können.

    Deshalb werde die Hypertonie dem Patientenratgeber zufolge auch als „leiser Tod“ oder laut dem Helios-Gesundheitsmagazin als „stiller Killer“ bezeichnet. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen und ist „einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder den Verschluss der Beingefäße“, zitiert das Gesundheitsmagazin Dr. Kezhong Wu, Chefarzt der Inneren Medizin in der Helios Rosmann Klinik Breisach.

    Wie gefährlich Bluthochdruck ist, zeigt auch der „Globale Hypertoniebericht 2025“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Demnach litten im Jahr 2024 weltweit rund 1,4 Milliarden Menschen an Bluthochdruck – doppelt so viele wie noch 1990. Und nur 23 Prozent der Betroffenen hatten ihre Erkrankung mit einem gut eingestellten Blutdruck unter Kontrolle. Dabei war Bluthochdruck im Jahr 2011 für 16 Prozent der Todesfälle (elf Millionen Menschen) weltweit verantwortlich. In Deutschland waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen laut der Deutschen Hochdruckliga im Jahr 2021 für 33 Prozent der Todesfälle verantwortlich. In 53 Prozent dieser Fälle war ein hoher systolischer Blutdruck die zugrundeliegende Ursache für die tödliche Erkrankung.

    Gefährlicher Bluthochdruck: Wie kann man ihn rechtzeitig erkennen?

    Weil Bluthochdruck in der Regel keine erkennbaren Symptome aufweist, rät die WHO für eine frühzeitige Diagnose zu routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Auch Kezhong Wu empfiehlt laut dem Helios-Gesundheitsmagazin: „Jeder sollte seinen Blutdruck kennen und diesen spätestens ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig messen.“ Denn die Blutdruckmessung ist dem DHZC zufolge die wichtigste Untersuchung, um eine Hypertonie zu diagnostizieren. Dafür könne auch eine Langzeitmessung über 24 Stunden sinnvoll sein, einzelne Messungen reichen für eine Diagnose nämlich oft nicht aus.

    Grundsätzlich gelten laut der Deutschen Herzstiftung bei Erwachsenen Blutdruckwerte bis 120/70 mmHg als normal. Bis 139/89 mmHg gilt der Blutdruck als erhöht und ab Werten von 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck. Spätestens dann sollte eine Therapie begonnen werden, um den Blutdruck zu senken. Dabei können auch eine gesunde Ernährung und Bewegung helfen.

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