Ist das Wetter entsprechend gut laufen an vielen Sommerabenden nicht nur in Bayern die Grills heiß. Über Holzkohlen oder mit der Gasflamme wird dabei nach wie vor gerne Fleisch zubereitet. Das birgt jedoch Risiken. Eine besondere Gefahr geht dabei von Campylobacter aus. Denn die korkenzieherförmigen Mikroorganismen sind die häufigsten Erreger für bakterielle Darminfektionen in Deutschland, informiert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).
Campylobacter verursachen Magen-Darm-Probleme: Gerade im Sommer ist die Gefahr hoch
Im Anschluss an einen gemütlichen Grillabend kann die von ihnen verursachte Krankheit Campylobacteriose für einiges Unwohlsein im Magen-Darm-Bereich sorgen. Häufig führt eine Infektion zu Durchfall. In seltenen Fällen können die Bakterien sogar Arthritis und die Autoimmunsyndrom Guillen-Barré verursachen, die Lähmungserscheinungen zur Folge haben. Deshalb ist besonders beim Grillen im Sommer Vorsicht geboten.
Denn Menschen infizieren sich dem BfR zufolge oft mit Campylobacter, wenn sie kontaminierte Lebensmittel zubereiten. Gerade von unzureichend erhitztem Hühnerfleisch gehe ein besonderes Risiko aus. Aber auch durch Kreuzkontamination könnten die Bakterien bereits in der Küche auf andere Gerichte wie den Beilagensalat gelangen. Diese Lebensmittel können laut dem BfR mit Campylobacter kontaminiert sein.
- Geflügelfleisch
- Schale von Hühnereiern
- Rohmilch
- Rohfleischerzeugnisse, wie zum Beispiel Mett
Gerade in der Grillsaison greifen viele Verbraucherinnen und Verbraucher auf günstiges Fleisch zurück. Das stammt allerdings oft aus Massentierhaltung, wo der flächendeckende Einsatz von Antibiotika Campylobacter und andere Keime resistenter werden lässt, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg. Auf seiner Website gibt der Verein Tipps zur sicheren Zubereitung von Fleisch.
Darauf sollten Sie bei der Zubereitung von Fleisch auch in der Grillsaison achten
Tierische und pflanzliche Lebensmittel sollten demnach unbedingt getrennt verarbeitet werden. Reinigen Sie zum Beispiel nach der Zubereitung von rohem Hühnerfleisch Messer und Schneidebrett gründlich und am besten mit heißem Wasser, bevor Sie beides erneut verwenden. Vor allem bei Rohkost wie Salat kann eine Kreuzkontamination gefährlich werden.
Außerdem sollte rohes Fleisch vor dem Kochen oder Grillen keinesfalls abgewaschen werden. Sonst könnten Keime in die Spüle und damit leichter auf andere Lebensmittel gelangen. Tiefgefrorenes Huhn, Rind oder Schwein sollten am besten abgedeckt im Kühlschrank aufgetaut werden. Das sich dabei sammelnde Wasser sollte weggegossen und nicht wiederverwendet werden, empfiehlt die Verbraucherzentrale.
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