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Kötz

08.07.2020

Aus Schweinestall in Großkötz sollen Appartements werden

Den ehemaligen Schweinestall möchte der Eigentümer eines Anwesens am Von-Riedheim-Weg in Großkötz zu Appartements umbauen.
Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Plus Da die Gemeinde Kötz nicht eingreifen kann, spricht das letzte Wort zu dem Plan in Großkötz das Landratsamt.

Die alle sechs Jahre vorgeschriebene Brückenhauptuntersuchung hat den Bauausschuss in Kötz in seiner jüngsten Sitzung am längsten beschäftigt, aber auch andere wichtige Themen waren auf der Tagesordnung. Dabei drehte es sich um eine Geschwindigkeitsmessanlage, einen Carport, einen ehemaligen Schweinestall sowie einen Feldweg in Großkötz.

Nach einem vor zwei Jahren gefassten Beschluss, möchte der Kötzer Bauausschuss zweimal im Jahr über die Messergebnisse der mobilen Geschwindigkeitsmessung informiert werden. Dieser Tagesordnungspunkt musste allerdings vertagt werden, weil die zuständige Sachbearbeiterin kurzfristig ausgefallen ist, wie Bürgermeisterin Sabine Ertle den Sitzungsteilnehmern auf der Sitzung sagte.

Die Informationen über die Messungen in der Eberbacher Ortsmitte im Juni und an der südlichen Ortseinfahrt der Bundesstraße 16 in Kleinkötz im Mai soll es in der nächsten Bauausschusssitzung geben.

Ehemaliger Schweinestall: Gemeinde Kötz kann planungsrechtlich nicht eingreifen

Weil keine Aussicht auf Realisierung besteht, hat ein Bauherr in Großkötz seinen Bauantrag für einen Carport an der Baumschulenstraße zurückgezogen. Der Carport sollte ursprünglich außerhalb der im Bebauungsplan vorgesehenen Baugrenze entstehen. Das Landratsamt hatte darauf hingewiesen, dass in der Vorgartenzone nicht gebaut werden darf. Der Bauherr wolle seinen Plan überarbeiten, teilte Bürgermeisterin Sabine Ertle in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses mit.

Den ehemaligen Schweinestall möchte der Eigentümer eines Anwesens am Von-Riedheim-Weg in Großkötz zu Appartements umbauen. Deshalb soll auch das Satteldach rückgebaut und eine Fotovoltaikanlage installiert werden. Das Grundstück liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes, erfuhren die Mitglieder des Bauausschusses, die Gemeinde könne also planungsrechtlich nicht eingreifen. Eine Veränderungssperre ziehe man nicht in Betracht, sagte Bürgermeisterin Ertle.

Folglich erteilte der Bauausschuss das gemeindliche Einvernehmen zu dieser Bauvoranfrage. Die baurechtliche Genehmigung und die Prüfung der Unterlagen sind Aufgabe des Landratsamtes. Offen blieb die im Ausschuss aufgeworfene Frage, ob im ehemaligen Schweinestall Ferienwohnungen oder dauerhaft bewohnte Appartements entstehen sollen.

Neben neuem Sechsfamilienhaus in Kleinkötz wird Carport genehmigt

Der Antrag zum Neubau eines Sechsfamilienhauses an der Hauptstraße in Kleinkötz ist schon genehmigt worden, jetzt hat der Bauherr noch einen Änderungswunsch nachgereicht. Statt der im Bauantrag bereits genehmigten Einhausung für die Außengeräte soll jetzt ein Carport an der Traufseite des Wohnhauses entstehen. Diesem Änderungswunsch hat Bürgermeisterin Ertle in eigener Zuständigkeit das Einvernehmen erteilt. Der Bauausschuss nahm das zur Kenntnis.

Um seinen Garten in der Kornblumenstraße anzulegen, möchte ein Großkötzer einen vom Kühweg abzweigenden Feldweg nutzen und mit einem Bagger befahren. Im Kötzer Rathaus kam in diesem Zusammenhang das Schreiben eines Bürgers an, der befürchtet, dass der Feldweg dadurch beschädigt wird.

Der Unterbau des Feldwegs sei für eine solche Belastung nicht ausgelegt, heißt es in dem Schreiben. Dessen Absender fordert deshalb den umgehenden Ausbau des Feldwegs oder eine Tonnagebeschränkung. Außerdem müsse die Zufahrt nur für Anlieger oder landwirtschaftliche Fahrzeuge erlaubt werden.

Bauausschuss nicht einig, ob Baggerfahrten den Feldweg beschädigen

Im Bauausschuss in Kötz war man sich nicht einig, ob die Baggerfahrten den Feldweg beschädigen. Bürgermeisterin Ertle sagte allerdings unmissverständlich, dass jeder den Feldweg ohne Einschränkung benutzen dürfe. Nach längerer Beratung einigten sich die Mitglieder des Bauausschusses ohne Gegenstimme, dass der Großkötzer zur Gestaltung seines Gartens den Feld-und Waldweg nutzen darf. Die Gemeinde will ihn darauf hinweisen, dass er von ihm verursachte Schäden am Weg auf seine Kosten reparieren muss.

Dem Vorschlag des anderen Bürgers, den Feldweg hingegen lieber auszubauen oder eine Tonnagebegrenzung zu erlassen, folgt die Gemeinde nicht.

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