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Ichenhausen

30.01.2020

Eray Cimen hat sich durchgeboxt

Mit Schnelligkeit und Furchtlosigkeit zum Schwaben-Titel: Eray Cimen zusammen mit seinem Trainer Adem Ata.
Bild: Peter Wieser

Ichenhausen hat 70 Sportler für ihre Leistungen ausgezeichnet. Einer von ihnen ist Eray Cimen. Er hat sich durchgeboxt – fürs Erste bis zum Schwaben-Titel.

Boxen hat in Ichenhausen eine lange Tradition. Die Box-Abteilung des SC Ichenhausen gibt es bereits seit 1947 (der Gesamtverein feiert übrigens in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen). Eray Cimen boxt seit sieben Jahren. Im vergangenen Jahr, am 23. Februar, erreichte der 14-jährige Ichenhauser in Augsburg bei der Schwaben-Meisterschaft der Jugend im Leichtgewicht den ersten Platz. Bei der aktuellen Sportlerehrung der Stadt Ichenhausen in der Friedrich-Jahn-Halle war er einer der 70 für ihre besonderen Leistungen ausgezeichneten Sportlern.

Boxen ist eine Kampfsportart, was ist der Reiz daran? Wie ein Boxer sieht Eray Cimen eigentlich nicht unbedingt aus. Er besucht die achte Klasse, mag Geografie und Geschichte – und natürlich Sport. „Es ist die körperliche Fitness“, sagt Eray. Man könne sich wehren und Boxen drücke die Angst weg. Das alles zusammen seien Gründe gewesen, dass er damals auf den SC Ichenhausen zuging und mit dem Boxen begann. An die Wettkämpfe habe ihn sein Trainer Adem Ata, gleichzeitig SCI-Abteilungsleiter Boxen, herangeführt. In der Regel trainiert Eray Cimen drei Mal die Woche, wenn es auf einen Kampf zugeht, auch öfter. Bis zu fünf Mal sei es vor der Schwabenmeisterschaft gewesen. Auch zu Hause stehe Fitnesstraining an, hin und wieder spiele er Fußball, erzählt er. Sein Trainer Adem Ata fügt hinzu: „Ohne regelmäßiges Training geht es nicht.“

Eray war ein Newcomer

Derzeit boxen im Verein etwa 20 Mitglieder, fünf von ihnen nehmen an Wettkämpfen teil. Eray war darin ein Newcomer, der Wettkampf im vergangenen Jahr war sein erster größerer. Um die 20 Leute – Eltern, Bekannte und Vereinskollegen – hätten ihn begleitet und ihn dabei unterstützt. Wer sein Gegner sein würde, habe er bis zur letzten Minute nicht gewusst. „Wenn man im Ring steht, ist man nur noch darauf konzentriert, wie man diesen besiegen kann.“ Drei Mal zwei Minuten dauerte der Kampf gegen Yalcin Tanriver (ebenfalls SC Ichenhausen). Alle drei Runden gingen an Eray Cimen und er war schwäbischer Meister in seiner Klasse.

Eray Cimen hat sich durchgeboxt

„Boxen verlangt viel Kondition und Fitness ab, man ist immer in Bewegung“, erklärt Trainer Adem Ata. Das Allerwichtigste seien Schnelligkeit, keine Angst zu haben und der Wille zum Sieg. Das alles sei bei seinem Schützling Eray Cimen vorhanden und er sei unheimlich ehrgeizig.

In zwei Monaten geht's zu den schwäbischen Meisterschaften

Verletzungen gab es bei ihm übrigens noch keine. Dass er zwischendurch mal zu Boden geht, komme natürlich schon auch vor, verrät der Jugendliche. Einen K. o. im Kampf habe er aber noch nicht erleben müssen.

Besser werden und immer etwas noch Größeres erreichen, das seien seine Ziele, versichert der 14-Jährige. „Schauen wir halt einmal, wie es weitergeht“, fügt er hinzu. Gelegenheit dazu hat er in zwei Monaten bei den schwäbischen Meisterschaften in Aichach und anschließend im Herbst bei den bayerischen Meisterschaften.

Die Sportlerehrung in Ichenhausen, das Gefühl, in der Gemeinde zu den Besten zu gehören, sei schon etwas Besonderes, fügt Eray Cimen hinzu. „Das macht schon ein bisschen stolz.“

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