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Bibertal

25.02.2015

Mit Kaffee ins Labor

Bei seinen Experimenten fand Matthias Ehrhardt heraus: Es ist möglich sich mit Kaffee zu dopen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Matthias Ehrhardt hat herausgefunden, was Koffein mit Doping zu tun hat. Damit beteiligt er sich nun an "Jugend forscht".

Ob selbst gebaute Raketen, ein sechsbeiniger Laufroboter oder Insektenbekämpfungsmittel: Die Projekte des „Jugend forscht“- Wettbewerbs sind vielseitig. Von der Biologie bis zur Raumwissenschaft: Jeder Schüler hat mit seinem Fachgebiet die Chance auf zahlreiche Preise und Ehrungen.

Einer der 111 Teilnehmer am Regionalwettbewerb, der morgen in Augsburg beginnt, ist Matthias Ehrhardt. Der Schüler kommt aus Echlishausen und besucht derzeit die zwölfte Klasse des Dossenberger Gymnasiums in Günzburg. Am Wettbewerb nimmt er aus einem bestimmten Grund teil: „Durch Jugend forscht, habe ich die Möglichkeit meine Arbeit zu präsentieren. Ich habe viel Zeit in mein Projekt investiert und bin sehr stolz darauf“, sagt der 18-Jährige. Im Rahmen des W-Seminars „Chemie im Sport“ an seiner Schule arbeitete er mehrere Wochen lang an seinen Experimenten.

Und das hat sich ausgezahlt: Matthias Ehrhardt hat verschiedene Produkte wie Kaffee, Energydrinks, Haarwaschmittel und Mixgetränke untersucht. Daraus hat er Koffein extrahiert und die Menge in den Produkten mit den Angaben des Herstellers verglichen. Sein erstaunliches Ergebnis: Es ist durchaus möglich, sich mit Koffein zu dopen. Er erklärt: „Kaffee beispielsweise hat definitiv eine starke Wirkung. Wenn man viel davon trinkt, kommt man leicht über den zugelassenen Dopingwert.“ Auch bei einem Haarwaschmittel fand der Schüler interessante Dinge heraus: „Alpecin“ beispielsweise enthält nach seinen Forschungen sehr viel mehr Koffein, etwa 250 Milligramm pro Liter, als vom Hersteller angegeben. Cola hat im Vergleich dazu nur 110 Milligramm pro Liter. Diese Ergebnisse will Matthias Ehrhardt nun der „Jugend forscht“-Jury präsentieren.

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Das Arbeiten an seinem Projekt war für den Schüler mit viel Spaß verbunden: „Ich wollte unbedingt etwas Praktisches machen. Bei meinem Thema konnte ich direkt an die Chemikalien rankommen, was sehr interessant war.“ Der 18-Jährige wünscht sich, dass das Fach Chemie in der Schule intensiviert wird. „Ich fände es gut, wenn mehr Chemie-Übungsstunden stattfinden würden. Die Naturwissenschaften fallen ein bisschen unter den Tisch“, bemerkt er.

In sein Projekt hat Matthias Ehrhardt viel Arbeit gesteckt. Er verbrachte mehrere zusätzliche Stunden in der Schule um zu experimentieren. Auch zu Hause hat er lange daran gearbeitet. Doch trotz allem hat der Schüler sich auch seine Hobbys außerhalb der Chemie bewahrt: „Ich spiele Waldhorn, Fußball und bin auch als Schiedsrichter tätig.“

Das werde in Zukunft aber wieder etwas weniger werden, denn sein Abitur steht kurz bevor. Dabei setzt er auf sein Lieblingsfach: die Chemie. Auch beruflich soll es für ihn später in die naturwissenschaftliche Richtung gehen.

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