1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Straßenverkehr und Sicherheitswacht

Bürgerversammlung 2

29.10.2016

Straßenverkehr und Sicherheitswacht

Um Punkte wie Straßenverkehr, Kindergarten, Sicherheitswacht und Kanaldeckel ging es bei Anfragen von Autenriedern in der Bürgerversammlung.
Bild: Kahler

Was die Menschen im Ichenhauser Stadtteil Autenried beschäftigt

Der Fußballpokal-Knüller Bayern gegen Augsburg am Mittwochabend machte den Autenriedern offensichtlich wenig aus: Mit etwa 20 Wortmeldungen beteiligten sie sich intensiv an der Bürgerversammlung.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

„Die Strecke ist unübersichtlich und gefährlich“, beschrieb Harald Kempter die Lage an der Staatsstraße von Autenried nach Biberberg. Dazu hatte er selbst ein Foto mit Texteindruck erstellt, das von Ichenhausens Bürgermeister Robert Strobel per Beamer auf der Leinwand gezeigt wurde. Es geht um eine sichere Querungsstelle für Radler in Höhe der Kapelle. Jedes Jahr finden in Ichenhausen wie anderorts Verkehrsschauen mit Polizei, Landratsamt und Straßenbauamt statt, in der solche neuralgischen Punkte begutachtet werden, informierte Strobel. Der neue Stadtbaumeister Adolf Stapf will sich um die Sache kümmern. Christian Schimpfle ergänzte, dass ein Ausbau nur für Radler reiche und nicht so hochwertig ausfallen müsse, dass dort Traktoren fahren könnten.

An eine schon länger existierenden Wunsch nach einer Tempo-30-Beschränkung für Lastwagen in der Riedener Straße bis zur Schlossbrauerei erinnerte Stefan Kempter. Der Punkt sei in der Verkehrsschau ebenfalls angesprochen worden, sagte Strobel, sei von den Behörden jedoch abgelehnt worden, da es sich um eine Staatsstraße handele. Der Fragestelle verwies auf eine ähnliche Stelle im Neu-Ulmer Stadtteil Reutti, wo eine Tempobeschränkung bestehe. Der Vorschlag werde der zuständigen Stelle vorgelegt, sagte der Bürgermeister.

Straßenverkehr und Sicherheitswacht

Eine Übung im Kindergarten Sonnenschein habe Brandschutz-Mängel gezeigt, sagte Monika Schorer und wollte wissen, ob keine Verpflichtung zur Kontrolle bestehe. Bürgermeister Strobel bestätigte, dass dieser Problemfall eine vom Landratsamt geforderte Leiter sei. Die Evakuierung des Kindergartens dauere damit aber zu lange. Abhilfe soll nun der Einbau einer Innentür bringen, über die dann der zweite Fluchtweg ins Freie möglich wird. „Die Gerüste stehen immer noch“, bemerkte Stefan Schimpfle zur langen Renovierungszeit des Kindergartens, „wie lange dauert’s noch?“ Die Kosten würden eingehalten, sagte Strobel. Stadtbaumeister Stapf ergänzte, dass der Fenstertausch darin aber nicht enthalten sei, weil sich deren Sanierungsbedarf erst im Lauf der Arbeiten herausgestellt habe. Wegen einer längeren Regenperiode habe sich die Fertigstellung der Dacharbeiten verzögert, die zuständige Firma „hat den Zeitplan komplett geschmissen“.

Nach den Kompetenzen der Sicherheitswacht, die der Stadtrat beschlossen hatte, erkundigte sich Gabriele Bremicker. Sie diene quasi als verlängerter Arm der Polizei, informierte Bürgermeister Strobel. Demnächst werde in der Zeitung ein Aufruf seitens der Polizei kommen, dass sich Interessenten für den Dienst melden könnten. Dann werde die Sicherheitswacht nach einer intensiven Schulung ein bis dreimal pro Woche auf Streife gehen – das sei auch in Autenried möglich. Den teils massiven Vandalismus in Ichenhausen beklagte Gerhard Nowack. „Alkohol ist der Grund allen Übels“, meinte Bürgermeister Strobel. Aber die Stadt erlasse eine Benutzungsordnung für Park und Tiefgarage, damit die Polizei eine Handhabe habe. Da die Beamten aber personell am Limit seien, „bin ich froh über die Unterstützung durch die Sicherheitswacht“, so Strobel.

Als zu klein bezeichnete Andreas Schuler einen Einlaufschacht im Außenbereich, der das Wasser bei Starkregen aufnehmen soll. Tatsächlich ist der Schacht fehlerhaft eingebaut worden, bestätigte Stadtbaumeister Stapf. Die zuständige Firma werde den Schacht aber auswechseln.

Auf eine möglicherweise höhere Belastung durch neue Mobilfunkantennen wies Hermann Wanninger hin. Für den Feuerwehr-Digitalfunk sei der Kreis zuständig, sagte Bürgermeister Strobel. Und in Autenried sollen 2017 auf einem Gebäude im Wald zwei Antennen für bessere Versorgung des Mobilfunks sorgen. Die Belastung könne im Rathaus eingesehen werden. Strobel erklärte, dass ein schnurloses Telefon mehr Elektrosmog erzeuge als Mobilfunk.

Für Heiterkeit sorgte eine Frage: „Warum müssen die Kanaldeckel so hoch sein, dass man drüber fahren muss.“ Im Weißenhorner Stadtteil Biberberg fahre der Bürger deswegen schon Schlangenlinien. Die Schachtdeckel befänden sich vorwiegend aus technischen Gründen im Fahrbahnbereich, sagte Stadtbaumeister Stapf. Aber für Biberberg sei Ichenhausen nicht zuständig, so der Bürgermeister. (wk)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren