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  3. Burgau: Unterstützung der Tafel: Burgau bringt den Landkreis ins Spiel

Burgau
27.01.2023

Unterstützung der Tafel: Burgau bringt den Landkreis ins Spiel

Ehrenamtliche Helfer der Tafel sortieren an den Ausgabestellen Lebensmittel für die Gäste.
Foto: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Die Tafel in Burgau kann keine weiteren Bedürftigen mehr versorgen. Die Stadt will keine zusätzlichen Zuschüsse zahlen und nimmt den Landkreis in die Pflicht. Warum?

Dinge, die jeder benötigt und in diesen Zeiten mehr kosten: Strom, Gas, Öl und Nahrungsmittel. Die sozialen Probleme verdichten sich und belasten vor allem Menschen mit geringem Einkommen. Höhere Lebenshaltungskosten schlagen auch in Burgau zu Buche. Die Ausgabestelle der Tafel läuft am Limit. Ein Aufnahmestopp von Bedürftigen führte dazu, dass sozial schwache Mitbürger keine ausreichende Lebensmittelversorgung mehr haben. Für einige Stadträte ist das ein unzumutbarer Zustand. Sie wandten sich an die Stadt Burgau und forderten Unterstützung. 

Momentan werden über die Ausgabestelle der Tafel in Burgau 152 Personen versorgt. Bedürftige gebe es aber weitaus mehr, betont Stadtrat Manfred Kramer (SPD). Laut seines Antrags hätten an die 80 Personen keine ausreichende Lebensmittelversorgung. Menschen, die die Voraussetzungen erfüllen, erhalten wegen des Aufnahmestopps keinen Berechtigungsschein mehr. Durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, steigende Energiekosten und hohe Inflation, steige die Zahl der zu Versorgenden weiter an. Demgegenüber stünden rückläufige Lebensmittelspenden, sagt Kramer, der im Jugend-, Kultur und Sportausschuss der Stadt Burgau einen Antrag seiner Fraktion stellte, um die Not zu lindern. Er fordert einen Zuschuss in Höhe von 25 Euro pro Burgauer Bedürftigen und Monat. Dieser solle zweckgebunden an die Evangelisch-Lutherische-Christus-Kirchengemeinde für die kirchliche allgemeine Sozialarbeit der Gemeinde und zur Unterstützung der Tafel zur Verfügung gestellt werden. 

Zuschüsse sollen außergewöhnlichen Bedarf in Burgau decken

Kramer, der einen engen Kontakt zu den Mitarbeitern der Burgauer Tafel pflegt, berichtet von einer angespannten Situation. Oft würden Lebensmittelsorten im Bestand fehlen, die dringend benötigt würden. Der zweckgebundene Zuschuss, den die Kirchengemeinde erhalten würde, könnte zur Deckung eines außerordentlichen Bedarfs herangezogen werden. Kramer erläuterte, dass die Helferinnen und Helfer der Tafel so noch kurz vor Öffnung der Ausgabestelle gezielt fehlende Grundnahrungsmittel besorgen und über die Kirchengemeinde abrechnen könnten. 

Die Tafel Burgau wurde bereits 2011 mit dem Angebot "Tafel Plus" durch die evangelische Kirche als Kooperationspartner mit einem zusätzlichen Angebot an Sozialberatung aufgestockt. Kulturamtsleiter Stefan Siemons brachte sein Verständnis für den gestellten Antrag zum Ausdruck, gab aber nach Rücksprache mit Mathias Abel, dem Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Günzburg und Neu-Ulm, Folgendes zu bedenken: "Rein rechtlich darf das Projekt Tafel Plus der evangelischen Kirchengemeinde nicht mit der Günzburger und Burgauer Tafel verwoben werden, da es sich hier um zwei unterschiedliche Rechtsträger handelt." 

Zudem unterstütze die Stadt Burgau seit Jahren die Tafel mit einem Zuschuss, der im vergangenen Jahr um 66 Prozent erhöht wurde, informiert Bürgermeister Martin Brenner (CSU). Auch die evangelische Gemeinde erhalte bereits einen jährlichen Zuschuss für das Projekt Tafel Plus. Kramer sah das anders: Die gewährten Zuschüsse würden herangezogen werden, um einen Defizithaushalt etwa für Fahrzeuge oder Kraftstoff auszugleichen, nicht aber für die Beschaffung von Lebensmitteln. Schließlich könne auch jeder Bürger an die Tafel spenden. Somit müsste auch die evangelische Kirche – nicht als Betreiber – sondern als "Dritter" die Geldmittel zur Verfügung stellen können. 

Frank Rupprecht: "Das ist ein toxischer Antrag"

Für Stadtrat Frank Rupprecht (CWG) ist der Antrag der SPD "gleichermaßen edel wie toxisch". Toxisch deshalb, weil es unter den Ratsmitgliedern immer jemanden geben werde, der das Engagement als zu wenig oder zu hoch empfindet. "Ich kann die Position der Verwaltung nachvollziehen, ich glaube auch, dass es wenig sinnvoll ist, wenn wir als Stadt eine Lösung anbieten." Rupprecht regte an, weder für noch gegen den Antrag abzustimmen, sondern diesen an den Landkreis Günzburg weiterzureichen. "Jeder soll so viel Zuwendung erhalten, die leistbar ist. Hier sollte der Landkreis einhaken, damit alle Bedürftigen im Kreis unterstützt werden." Florian Bruckmann (Die Partei) pflichtete seinem Stadtratskollegen zwar bei, machte aber deutlich, dass die Not jetzt groß sei und Bürokratie und weiterführende Anträge zu spät ihre Wirkung zeigten. "Mit dem Landkreis reden – ja – aber trotzdem kann man auch zu diesem Antrag Ja sagen." 

Ramona Nardini-Vogg (Grüne) unterstützte ebenfalls den Antrag der SPD-Fraktion und verwies auf die erfreulichen Haushaltszahlen 2021, über die in der Stadtratssitzung berichtet wurde. "Es ist doch notwendig, wenn Geld da ist, den Leuten auch zu helfen. Wenn wir warten, bis Hilfe vom Landkreis kommt, wer hilft in der Zwischenzeit?" Rupprecht hakte ein: "Das meinte ich mit toxisch. Jetzt gibt es Gute und Böse." Kramer erwiderte, er wolle keinen Keil in das Gremium oder den Stadtrat treiben, sondern lediglich für schnelle Hilfe sorgen. Der SPD-Antrag wurde mit 3:6 Stimmen abgelehnt. Einigkeit herrschte darüber, den Antrag an das Landratsamt Günzburg mit der Bitte um eine allgemeine Hilfe und Unterstützung weiterzuleiten.

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