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Ichenhausen
14.12.2021

Soldaten unterstützen Fachklinik: "12.000 Schritte am Tag sind normal"

Geräte bringen oder Getränke auffüllen: Die Bundeswehrsoldaten aus Donaueschingen stellen sich in der Fachklinik in Ichenhausen neuen Aufgaben.
Foto: Bernhard Weizenegger

Sie sind da, damit die Pflege ihren Job machen kann: Aktuell helfen 14 Soldaten in der Fachklinik in Ichenhausen. Ein Einblick in einen außergewöhnlichen Arbeitsalltag.

Normalerweise kümmert er sich um die Wartung des Materials oder Störungsmeldungen, ist mit verantwortlich für die IT-Sicherheit bei der Bundeswehr. Seit ein paar Tagen gehören aber Spülmaschine ausräumen, Getränke auffüllen oder Bettwäsche bringen zu den Aufgaben des 28-jährigen Feldwebels Maik. Er ist einer von 14 Soldaten der Bundeswehr, die zur Unterstützung in der Fachklinik in Ichenhausen stationiert sind. Was sie dort erleben, ist sogar für einen Soldaten ein "völliger Kulturschock".

Pflegepersonal in Ichenhausen vor allem wegen der Corona sehr eingespannt

Der Anblick des Leichenwagens, der an diesem Morgen vor der Fachklinik wegfährt, fügt sich in das Bild des eiskalten Schmuddelwetters. Ein paar Pflegerinnen und Pfleger stehen im Raucherpavillon gegenüber, nehmen noch schnell einen Zug von ihrer Zigarette, bevor die Pause auch schon wieder zu Ende ist.

14 Soldaten der Bundeswehr arbeiten in der Fachklinik Ichenhausen. Sie unterstützen das Pflegepersonal auf den Stationen mit wichtigen Versorgungsdiensten.
33 Bilder
Bundeswehrsoldaten helfen in der Fachklinik Ichenhausen
Foto: Bernhard Weizenegger

Die Kliniken in der Region arbeiten an der Belastungsgrenze, in den Kreiskliniken Günzburg-Krumbach sind am Dienstag genau zwei Betten auf der Intensivstation frei. Die Fachklinik in Ichenhausen ist spezialisiert auf Akutmedizin und Medizinische Rehabilitation. Seit einigen Monaten liegen hier jedoch auch an Corona erkrankte Personen, die in anderen Kliniken keinen Platz mehr haben, da die Intensivbetten belegt sind. Um den normalen Betrieb weitestgehend aufrecht erhalten zu können, sind Maik und seine Kollegen da. Zumindest vorübergehend.

Insgesamt 14 Soldaten der deutsch-französischen Brigade arbeiten in Schichten in der Fachklinik. Sie übernehmen Hilfsarbeiten, wie Betten machen, frische Wäsche bringen, Speisezimmer desinfizieren oder Corona-Tests vorbereiten. Normalerweise schlafen sie in der Kaserne in Donaueschingen - seit ein paar Tagen in einem normalen Patientenzimmer. Bis 15. Januar wurde der Fachklinik Unterstützung durch die Bundeswehr zugesagt. Kommende Woche kommt wieder eine neue Gruppe.

Soldaten helfen auch in der Corona-Teststation in der Klinik Ichenhausen

Maik ist als Ablauffeldwebel auch im Krankenhaus der Ansprechpartner für alles Organisatorische rund um den besonderen Einsatz der Kompanie. "Wir sind insgesamt zehn Tage da, zuvor war eine andere Gruppe hier. Mit der haben wir am Sonntag noch die Übergabe gemacht", erklärt der 28-Jährige, während er über den Gang im Erdgeschoss läuft. Neben ihm läuft Ralf Titze, der stellvertretende Pflegebereichsleiter. Dass er ein echter Pfleger ist, erkennt man an der Kleidung. Titze im blauen Kittel, Maik in Bundeswehrhose und grünem Pullover. "Wir haben uns dazu entschieden, dass wir nicht in Uniform hier arbeiten. Das könnte manchen Patienten vielleicht abschrecken. Aber man sollte auch erkennen, dass wir keine Pfleger sind." Deswegen die Hose in Tarnfarben.

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So wirklich tarnen können sich die 14 Soldaten jedoch nicht. Maik lacht. "Ja, manchmal wird man schon angesprochen. Wenn wir den Patienten zum Beispiel das Essen bringen. Aber wir erklären dann eben immer, warum wir hier sind." Auch auf dem Weg zur Schnellteststation in der Klinik blicken einige Wartende dem jungen Mann interessiert hinterher. 20 bis 30 PCR-Tests am Tag, 200 bis 300 Schnelltests, dazu 650 Mitarbeitende, die regelmäßig auf Corona getestet werden müssen. Auch hier hilft die Bundeswehr nach entsprechender Einweisung mit.

Die Fachklinik gehört zu den größten "Abverlegungszentren" in Bayern

Titze und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind froh, dass die Regierung Unterstützung für den Landkreis geschickt hat, erzählt der Pflegeleiter auf dem Weg in den nächsten Stock. "Die Soldaten sind wichtig, dass auf der normalen Station alles glattlaufen kann." Denn das Klinikpersonal sei durch das Corona-"Abverlegungszentrum" ziemlich am Limit. Neun Pflegekräfte sind in der Regel im Covid-Bereich im Einsatz - gibt es beatmete Fälle, auch mal mehr. An diesem Tag sind alle 26 Plätze für akute Covid-Fälle belegt.

14 Soldaten der Bundeswehr arbeiten derzeit in der m&i-Fachklinik Ichenhausen. Sie unterstützen das Pflegepersonal auf den Stationen mit wichtigen Versorgungsdiensten und einfachen Arbeiten, um die Fachkräfte zu unterstützen.
Video: Bernhard Weizenegger

Bald ist Mittagszeit für die Patientinnen und Patienten in der Fachklinik. Deswegen hat es Mario, normalerweise Soldat im Fernmeldezug, besonders eilig. Er desinfiziert die Plexiglasscheiben im Speisesaal und lüftet den Raum und - man merkt es an seinen Augen - lächelt dabei. "Ach, es ist eine schöne Abwechslung", sagt er, während er über einen Tisch wischt. "Aber sehr anstrengend. 12.000 Schritte am Tag sind gerade normal. Und wenn man auf die Uhr schaut, sind in der Regel schon wieder drei Stunden vorbei." Viel Arbeit, auch für einen Soldaten. Die Situation vor Ort ist für Mario "ein Kulturschock", ein ganz neuer Einblick.

Titze nickt, als Mario über die vielen Schritten spricht. "Auch wir müssen nach Feierabend erst mal die Füße für eine halbe Stunde hochlegen." Er erklärt, dass er an Marios Stelle normalerweise eine Stationshilfe einsetzen müsste - die jetzt für die Pflege am Patienten da sein kann.

In der Klinik in Ichenhausen ist Platz für 26 Corona-Patienten

Vorbei am Aufzug, aus dem gerade ein weiterer Soldat Bettwäsche schiebt, weiter in Richtung Intensivstation. Hier hält sich gerade der Ärztliche Leiter der Klinik, Dr. Joachim Durner auf. Die Soldaten helfen auch auf der Corona-Station, indem sie Schutzanzüge auffüllen oder einen Monitor mit den Herztönen der Patienten überwachen. Die Erkrankten selbst versorgen nur die Ärzte und Pflegekräfte. Auf einem Monitor beobachten Durner und die Mitarbeitenden, wie ein Corona-Patient in Bauchlage gelegt wird. Ein anderer, vermutlich hat er die Infektion weitestgehend überwunden, versucht mithilfe einer Pflegerin aufzustehen.

Der ärztlicher Leiter der Fachklinik in Ichenhausen, Dr. Joachim Durner, muss jeden Tag improvisieren.
Foto: Bernhard Weizenegger

"Wir leben hier seit Wochen von Tag zu Tag, müssen jeden Tag improvisieren", berichtet Durner. Weil Personal ausfällt oder Reha-Patienten bei der Aufnahme auf einmal einen positiven Schnelltest in der Hand halten. In das Piepen der Monitore mischt sich das Klingeln von Durners Telefon. Er muss weiter.

Maik und seine Kollegen lässt die Situation in der Klinik nicht kalt. Für die Pflegekräfte ist es mittlerweile Alltag. Auf dem Weg nach unten treffen Maik und Titze auf einen weiteren Soldaten. Nikita, 21 Jahre alt. Auch er erzählt, dass er die Hilfstätigkeiten gerne macht. Auf Dauer in der Pflege arbeiten, das könne er nicht. Die Soldaten finden, der Pflegeberuf sei zu schlecht bezahlt. Titze zuckt mit den Schultern. Es ist ein leidiges Thema für ihn.

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