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Leichtathletik
14.06.2022

Diskuswerferin Antonia Kinzel aus Burgau knackt die 60-Meter-Marke

Steigerte ihre persönliche Bestmarke auf 60.50 Meter: Diskuswerferin Antonia Kinzel aus Burgau.
Foto: Michael Germann

60,50 Meter: Was die neue persönliche Bestleistung für die Diskuswerferin Antonia Kinzel aus Burgau bedeuten könnte.

Im Training hatte es sich bereits angedeutet. In Serie legte hier Diskuswerferin Antonia Kinzel aus Burgau Weiten hin, die an ihre 2021 gesetzte, persönliche Bestmarke von 57,88 Meter heranreichten. Auch die ersten Wettkämpfe der aktuellen Freiluft-Saison liefen vielversprechend, unter anderem gab’s einen Sieg bei den nationalen Hochschulmeisterschaften in Duisburg. Doch erst beim Werfertreffen in Schönebeck an der Elbe passte wirklich alles. Und dann flog der Diskus einfach noch ein bisschen weiter.

Zwei Bestmarken in einem Wettkampf

Es lief der vierte Durchgang im Diskuswerfen der weiblichen U23. Kinzel führte das Vierer-Feld bereits an. Dann schleuderte sie das Sportgerät auf 58,87 Meter. Dass das der Sieg sein würde, war an sich bereits klar; an derartige Weiten kamen die drei Konkurrentinnen bei weitem nicht heran. Der Leistungsdruck war also weg, als es zum sechsten Mal in den Wurfring ging. Die Form passte, das Wetter, die Stimmung. Und die Technik. Erst nach 60,50 Meter landete der Diskus. Zum ersten Mal hatte Kinzel die 60-Meter-Marke überwunden. Entsprechend überschwänglich fiel der Jubel der Burgauerin aus. „Das war ein Riesen-Highlight für mich, weil ich das endlich technisch besser umsetzen konnte. Zuvor war mir das im Wettkampf nicht gelungen“, kommentierte Kinzel, die für den MTG Mannheim startet.

Norm für die Europameisterschaft in München erfüllt

Mit dieser Weite hat die Sportlerin die Norm für den Perspektivkader 2023 erreicht und – auf den Zentimeter genau – auch die Norm für die Aktiven-Europameisterschaft, die vom 15. bis 21. August 2022 in München stattfindet. Eine realistische Chance, dort auch zu starten, sieht die Burgauerin allerdings nicht, da derzeit fünf deutsche Werferinnen vor ihr liegen. „Das ist schade, aber in Deutschland ist die Spitze eben sehr breit aufgestellt, was Diskuswerfen betrifft.“ Immerhin tröstet sie der Gedanke: „Ich bin mit Abstand die Jüngste von denen, die die Norm haben – und ich habe ja noch ein paar Jahre.“

In der aktuellen Saison startet Kinzel zum letzten Mal in der Altersklasse U23. Hier besitzt sie auf nationaler Ebene momentan etwa vier Meter Vorsprung auf die Nächstbeste, Jule Gipmann (SV Viktoria Goch). Das sportliche Ziel für die U23-Titelkämpfe am 23./24. Juli in Wattenscheid ergibt sich daraus von selbst: „Ich versuche, da meinen Titel zu verteidigen.“

Nächstes Ziel ist die Deutsche Meisterschaft

Bereits am 25./26. Juni stehen in Berlin die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Aktiven an. Dort will sich Kinzel von jenen, die im Augenblick noch vor ihr liegen, mitziehen lassen. „Mein Ziel für dieses Jahr waren die 60 Meter und die versuche ich jetzt noch mal zu bestätigen.“

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