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Babenhausen

08.01.2019

Große Aufgaben warten im neuen Jahr auf Babenhausen

Bürgermeister Otto Göppel (links) und Hubertus Fürst Fugger Babenhausen bedankten sich bei Stefan Scheuerl (Mitte) für dessen segensreiches Wirken in den vergangenen rund 15 Jahren als evangelischer Pfarrer im Raum Babenhausen.
Bild: Settele

Der Babenhauser Bürgermeister Otto Göppel hat schon viele neue Projekte im Blick. Einen Wechsel gibt es in der Kirche: Ein Pfarrer verlässt den Fuggermarkt.

Bürgermeister Otto Göppel hatte beim Neujahrsempfang in Babenhausen nicht nur die kommunalpolitischen Themen, sondern auch die weltpolitischen Angelegenheiten im Blick. Er sagte: „Vieles, was uns 2018 beschäftigt und bewegt hat, wird uns auch im neuen Jahr begegnen. Auf der Weltbühne werden wir weiterhin mit Interesse, aber auch mit Sorge verfolgen, was die Herren Trump, Putin und Kim Jong-un veranstalten. Wir werden sehen, ob die Klimaschutz-Ziele wirklich nachhaltig verfolgt und zumindest teilweise auch erreicht werden.“ Aufs Schärfste verurteilte Göppel die Straftaten kurz vor Weihnachten am Rothdach-Badesee (Lesen Sie dazu: Drei Frauen vergewaltigt: Taten erschüttern das Unterallgäu ). Er hoffe, dass „der Täter eine harte und gerechte Strafe erhält, so wie unser Rechtsstaat dies vorsieht.“ Fehl am Platz seien dagegen die Verbreitung von Gerüchten und Reaktionen, die zu Gewalt und Extremismus aufrufen. Nach Faustschlag in Babenhausen: Täter ist noch unbekannt
Letzteres habe in unserem freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaat nichts zu suchen, betonte der Bürgermeister.

Lesen Sie dazu unseren Kommentar: Das Gerücht ist eine hässliche Schlange

Babenhausen: Die Bevölkerung wächst

Kinderbetreuung: Aber Göppel blickte nicht nur zurück, sondern auch nach vorne und sprach die anstehenden Projekte für 2019 an: Im Jahr 2019 heiße es, so Göppel, die „im letzten Jahr getroffenen Vorbereitungen in die Tat umzusetzen“. Das wichtigste Thema dabei sei der Ausbau der Kindertagesstättenplätze. Die Einwohnerzahl des Marktes sei in den vergangenen Jahren konstant gestiegen, so der Rathauschef. Dies führe dazu, dass die vorhandenen Kinderbetreuungsplätze in den vier Einrichtungen nicht mehr lange ausreichen werden. Die Gemeinde müsse nun entscheiden, wo und gegebenenfalls mit welchem Partner ein neuer Kindergarten gebaut werde.

Große Aufgaben warten im neuen Jahr auf Babenhausen

Baumaßnahmen: Für die Straßen- und Brückenbauarbeiten in der Rechbergstraße liegen die Pläne vor, die Baumaßnahmen sollen in diesem Jahr durchgeführt werden. Die Erschließung des Gewerbegebiets und die Ausweisung von neuen Wohnbauflächen sind laut Göppel weitere wichtige Projekte für das neue Jahr. In Klosterbeuren konnte die Gemeinde vor Weihnachten noch Grundstücke erwerben, sodass „wir damit den Wunsch nach Bauplätzen der dortigen Interessenten in absehbarer Zeit erfüllen können“, so Göppel. Auch in Babenhausen gibt es einen großen Bedarf an Bauplätzen. Dabei sei die Kommune jedoch auf Grundbesitzer angewiesen, die diese zu annehmbaren Konditionen auch verkaufen.

Hochwasserschutz: An der Günz sind seit 2018 die Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz angelaufen. In Eldern bei Ottobeuren entsteht das erste von fünf geplanten Hochwasserbecken. Der Markt Babenhausen hat zudem ein Gewässerentwicklungs- und Rückhaltekonzept in Auftrag gegeben.

Zehentstadel ist ein großes Projekt in diesem Jahr

Dorfgemeinschaftshaus: Für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses in Klosterbeuren erhielt der Markt die Zusage für die Aufnahme in das europäische Förderprogramm Eler mit einem Zuschuss von 466000 Euro. Zu dieser Maßnahme liegt bereits die Baugenehmigung des Landratsamtes vor. Deshalb wird in Kürze die Ausschreibung der einzelnen Gewerke vorgenommen, damit der Bau nach den Eler-Voraussetzungen fristgerecht innerhalb von zwei Jahren über die Bühne gehen kann.

Schule: Eine weitere Baumaßnahme betrifft das Schulzentrum. Hierfür liegt die Zusage der Regierung von Schwaben vor, dass die Sanierung der Umkleideräume und der Sanitäranlagen der Dreifachturnhalle in das Kommunalinvestitionsprogramm „Schulinfrastruktur Schwaben“ mit einem Fördersatz von 90 Prozent aufgenommen wird. Für die drei Babenhauser Schulen erhält der Sachaufwandträger außerdem Zuschüsse aus dem sogenannten „Digitalbudget für das digitale Klassenzimmer“. Dies mache es möglich, die IT-Ausstattung in der Grund-, Mittel- und Realschule in den nächsten Jahren weiter zu verbessern.

Zehentstadel: Ein großes Thema sei nach wie vor der Zehentstadel und die weitere Nutzungen im Fuggerschloss. Hierfür habe die Gemeinde verschiedene Zuschussanträge gestellt und bereits von verschiedenen Stellen positive Nachrichten erhalten. „Allerdings brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung vom Bund. Bisher haben wir von dieser Seite leider keine positiven Signale erhalten“, so Göppel.

Bevor er die Bürgermedaillen an Josef Barnsteiner, Susanne Huber und Christl Möst überreichte, verabschiedete er den evangelischen Pfarrer Stefan Scheuerl. Dieser lässt sich nach eigenen Worten „auf etwas Ungewisses in Tansania“ ein. Scheuerl folgt dort dem Ruf eines tansanischen Bischofs, in der Diakonie tätig zu werden. Gleichzeitig bedankte er sich für die große Unterstützung, die er in seinem 15-jährigen Wirken als Pfarrer im Raum Babenhausen erfuhr.

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