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Corona-Gipfel: Nur mit Booster-Impfung gilt man langfristig als "geimpft"
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Landkreis Neu-Ulm
21.11.2021

Wer ins Impfzentrum in Weißenhorn möchte, sollte einen Termin vereinbaren

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, können Impfwillige einen Termin für das Impfzentrum in Weißenhorn vereinbaren.
Foto: Alexander Kaya

Am Montag wird ein Terminportal für das Impfzentrum Weißenhorn geöffnet. Eine erneute Inbetriebnahme der Zentren in Neu-Ulm und Illertissen ist nicht geplant.

Um die Besucherströme im Impfzentrum in Weißenhorn wieder besser steuern zu können, wird von Montag, 22. November, an die Möglichkeit einer Terminvereinbarung eingeführt. Dadurch sollen lange Warteschlangen und Wartezeiten in der kalten Jahreszeit vermieden werden. Zudem werden die Impfungen dadurch planbarer. Näheres dazu kündigte das Landratsamt Neu-Ulm am Sonntag in einer Pressemitteilung an.

Termine können demnach online gebucht werden über die Corona-Website des Landkreises Neu-Ulm unter https://corona.landkreis-nu.de/de/terminvereinbarung-zum-impfen.html oder direkt unter https://portal.huber-health-care.com/signup/5fdb445c45f3310012573dd9/signupForm. Das Terminportal ist ab Montag, 22. November, 12 Uhr, geöffnet. Auch eine telefonische Terminvergabe unter 07309/9279250 ist möglich. Diese ist ebenfalls von Montag an geschaltet und montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr erreichbar.

Der Defekt an dem Impfbus, der Gerlenhofen und Nersingen anfahren sollte, ist behoben

Für Kurzentschlossene wird es nach Angaben des Landratsamts weiterhin die Möglichkeit geben, auch ohne Termin im Impfzentrum vorbeizukommen. Dabei sollte aber entsprechend Zeit eingeplant werden, da es aufgrund der großen Nachfrage im Moment, wie berichtet, zu längeren Wartezeiten kommt. Eine Terminvereinbarung wird deshalb empfohlen. Grundsätzlich bittet die Behörde alle Bürgerinnen und Bürger, sich zuerst bei ihrem Hausarzt oder in ihrem Betrieb nach einer Impfung zu erkundigen. "Das Impfzentrum und die Sonderaktionen mit dem mobilen Impfangebot ergänzen und unterstützen landkreisweit das Angebot der Arztpraxen und Betriebsärzte. Um möglichst schnell in der Impfkampagne voranzukommen, ist es wichtig, dass alle diese Möglichkeiten gleichwertig genutzt werden", heißt es weiter.

Gute Nachrichten gibt es für den Einsatz des Impfbusses, der wegen eines technischen Defekts am Freitag nicht wie geplant Gerlenhofen und Nersingen anfahren konnte. Nach Angaben des Landratsamtes war die Technik ausgefallen, mit der das Innenleben des Impfbusses gesteuert wird. Dies konnte mittlerweile behoben werden, sodass der Impfbus von Montag an wieder eingesetzt werden kann. Für die Sonderimpfaktionen mit dem Impfbus ist im Moment keine Terminvergabe vorgesehen, da es sich bewusst um ein niederschwelliges Angebot handeln soll. Wegen der großen Nachfrage ist aber auch dabei mit Wartezeiten zu rechnen.

Auch im Landkreis Neu-Ulm gibt es Kritik an einer Äußerung von Gesundheitsminister Spahn

Der Mitteilung des Landratsamts zufolge ist keine Wiederinbetriebnahme der Impfzentren in Neu-Ulm und Illertissen geplant. "Zu Beginn der Impfkampagne konnte noch nicht in Arztpraxen und Betrieben geimpft werden. Zudem war kein Impfbus im Einsatz. Daher dienten die Zentren dazu, die Impfkampagne in Gang zu bringen", schreibt die Behörde. Der Betrieb der Zentren sei jedoch sehr personalintensiv und Personal sei derzeit auch in diesem Bereich knapp.

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Sofern es möglich ist und auch angeboten wird, ist aus Sicht des Landratsamts die Impfung bei der Hausärztin oder dem Hausarzt der einfachste Weg. Bei der niedergelassenen Ärzteschaft hat allerdings die Ankündigung vom geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, den Impfstoff von Biontech zu limitieren und dafür verstärkt auf Moderna zu setzen, völliges Unverständnis hervorgerufen. Kritik kommt auch aus dem Kreis Neu-Ulm: „Dies bringt das gesamte Impfen bei den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen durcheinander und frustriert nur noch“, sagen Dr. Stefan Thamasett und Dr. Peter Czermak, die im Landkreis die ärztliche Versorgung und das Impfen koordinieren. „Immer wieder bringen uns hektische, unkoordinierte und oft völlig verwirrende Ankündigungen und Entscheidungen wie jetzt wieder von Jens Spahn zur Biontech-Deckelung in große Schwierigkeiten. Und am Ende sind wir die Dummen und werden dafür verantwortlich gemacht, worauf niemand mehr Lust hat“, schließt sich Landrat Thorsten Freudenberger an. Es gelte nun, schnellstmöglich für Klarheit zu sorgen und den Arztpraxen sowie den Impfzentren vor Ort Impfstoff ohne Kontingentierung einzelner Vakzine zur Verfügung zu stellen. (AZ)

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