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Unterroth

20.11.2019

Wie sich der Kreisbauhof für den Winter fit macht

Der Kreisbauhof ist fit für den Winterdienst. 850 Tonnen Salz lagern auf dem Gelände in Unterroth.

Die acht Mitarbeiter des Kreisbauhofs in Unterroth sorgen bei Schnee und Glätte für Sicherheit auf den Straßen.

Unterroth/Landkreis In der Lagerhalle auf dem Gelände des Kreisbauhofs in Unterroth türmt sich das Streusalz. 850 Tonnen wurden bereits angeliefert. Damit sind die Mitarbeiter des Kreisbauhofes für Schnee und Glätte gerüstet.

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„Wir sind startklar, der Winter kann kommen“, sagte Gerhard Bäuerlein von der Straßenmeisterei Krumbach/Neu-Ulm bei einem Besuch. Auch Landrat Thorsten Freudenberger war erstmals vor Ort, um einen Einblick in die Aufgaben und Ausstattung des Kreisbauhofs in Unterroth zu bekommen.

Acht Mitarbeiter halten die Straßen im Landkreis rund um die Uhr in Schuss. Sie arbeiten im Schichtdienst, bei Glätte und Schnee stehen ihnen zwei Räumfahrzeuge zur Verfügung. Zwei weitere Fahrzeuge einer Fremdfirma sind ebenfalls von Unterroth aus im Einsatz.

Wie sich der Kreisbauhof für den Winter fit macht

Kreisbauhof ist für knapp 280 Kilometer Straße zuständig

Jeder Mitarbeiter hat seine festen Strecken, die er bei Schneefall im Drei-Stunden-Rhythmus abfährt. Denn gerade nachts bei eingeschränkter Sicht gilt es, die Wege genau zu kennen. Insgesamt sind die acht Mitarbeiter für 278 Kilometer Straße im Landkreis Neu-Ulm zuständig. Denn nicht nur die 140 Kilometer Kreisstraße fallen in ihren Aufgabenbereich, sondern auch Bundes- und Staatsstraßen.

„Wir sind technisch sehr gut ausgestattet“, sagte Thomas Ritter, der den Betriebsdienst beim Staatlichen Bauamt Krumbach leitet. Bundesweite Messungen hätten ergeben, dass der Landkreis Neu-Ulm über ein qualitativ gutes Straßennetz verfüge. Trotzdem haben die Mitarbeiter des Kreisbauhofes immer etwas zu tun – Ölspuren absichern, Schlaglöcher ausbessern, das Grün am Straßenrand stutzen oder im Winter Schneeräumen.

„Wegen des Wetters ist es manchmal schwierig, vorausschauend zu planen“, sagt Gerhard Bäuerlein. Mit 850 Tonnen Streusalz sei der Kreisbauhof gut gerüstet. Allerdings sei in schweren Wintern schon mal die vierfache Menge notwendig gewesen. Ein Teil des Streusalzes wird auf dem Gelände des Kreisbauhofs mit Wasser angereichert. Daraus entsteht die sogenannte Sole, die unter das Streusalz gemischt wird und auf den Straßen ausgebracht wird. Denn nasses Salz bleibt besser auf der Straße liegen, erklärte Bäuerlein.

Mitarbeiter wünschen sich mehr Verständnis

Ob die Arbeit des Kreisbauhofs von den Bürgern geschätzt wird? „Es fehlt oft das Verständnis, dass wir nicht überall gleichzeitig sein können“, sagte Thomas Ritter. Das konnten die acht Mitarbeiter des Kreisbauhofes nur bestätigen. Statt Dank würden ihnen manchmal Anfeindungen entgegenschlagen.

Mit der Ausrüstung zeigten sie sich zufrieden. Seit Kurzem steht ihnen ein Anhänger zur Verfügung, in dem alle Geräte zur Sicherung einer Unfallstelle untergebracht sind, was den Einsatz erleichtert. „Der Anhänger ist mittlerweile Vorbild für andere Bauämter“, sagte Ritter. Lediglich die Büro- und Pausenräume seien im Vergleich zu anderen Bauhöfen veraltet, sagte Ritter. Landrat Freudenberger versprach, im kommenden Jahr einen Beschlussvorschlag für einen Neubau der Gebäude im Kreistag vorzulegen.

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