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Fußball

28.06.2019

Situation beim FV Illertissen: 41 Tore weniger

Burak Coban (links) und Felix Schröter (Zweiter von rechts) werden dem FVI in der nächsten Saison fehlen.
Bild: hhö

Mit Burak Coban und Felix Schröter fehlen dem FV Illertissen in der kommenden Saison die Stützen in der Offensive. Deshalb schraubt ihr Trainer die Erwartungshaltung zurück

Als Cristiano Ronaldo im vergangenen Jahr von Real Madrid zu Juventus Turin verkauft wurde, war einer später mächtig sauer: der Vater vom damaligen Trainer Julen Lopetegui. Als sein Spross nämlich wenige Monate darauf gefeuert wurde, echauffierte sich sein Papa. „Sie haben meinem Sohn 50 Tore gestohlen.“ So viele Treffer hatte Ronaldo in der Saison davor geschossen. Und die waren weg. Die Lage beim bayerischen Regionalligisten FV Illertissen ist gar nicht so unähnlich und verharmlosen will sein Trainer Marco Küntzel die Tatsache keinesfalls, dass mit Burak Coban und Felix Schröter die beiden wichtigsten Leistungsträger des vergangenen Jahres in der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Coban ging zu den Ulmer Spatzen, Schröter zur SpVgg Unterhaching. „Wir haben ganz klar an Qualität verloren“, sagt Marco Küntzel über die beiden Abgänge.

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An 41 Toren waren Coban und Schröter in der vergangenen Spielzeit direkt beteiligt, sei es durch eigene Treffer oder Vorlagen. 58-mal traf der FVI insgesamt ins gegnerische Tor. Dass die beiden ihren Anteil daran hatten, dass die Illertaler als Siebter in die Sommerpause gingen, liegt auf der Hand. Genauso auf der Hand liegt aber auch, dass sich „die Statik des Teams verändert hat“, wie es Marco Küntzel ausdrückt. Seit rund anderthalb Wochen arbeitet er daran, die Mannschaft an diese Statik anzupassen, seit Montag vergangener Woche bereitet sich das Team auf die neue Saison in der Regionalliga Bayern vor, die am 11. Juli beginnt. „Nach bisherigem Stand bin ich sehr zufrieden“, sagt Küntzel. „Die Jungs ziehen gut mit und bei unserer Intensität macht es riesen Spaß.“

Situation beim FV Illertissen: 41 Tore weniger

Wechsel von Burak Coban und Felix Schröter schmerzt den FVI

Nur zwei Dinge trüben das Gesamtbild etwas: die Hitze und das erste Testspiel gegen den TSV Landsberg. Erstere gestaltet die Einheiten noch schweißtreibender als sie es ohnehin wären und Letzteres ging mit 1:3 verloren. „Das ging in die Hose, aber eigentlich ist mir das Ergebnis wurscht“, erklärt der Illertisser Trainer. Es gehe ihm vor allem darum, dass seine Spieler Praxis sammeln. „Mit dem Offensivspiel war ich sehr zufrieden.“ Darauf wolle er aufbauen.

Bislang acht Neuzugänge muss er in die Mannschaft integrieren und bislang scheint noch keiner die Qualität zu haben, Coban oder Schröter direkt ersetzen zu können. Der aussichtsreichste Kandidat für die Aufgabe auf der Außenbahn dürfte Stefan Baric sein, der jüngst aus der bosnischen ersten Liga an die Iller wechselte. Sein neuer Trainer sagt aber: „Stefan muss sich erst noch an den deutschen Fußball gewöhnen.“ Küntzel will seinem neuen Schützling erst noch etwas Zeit geben und schraubt deshalb seine Erwartungen zurück. Auch unter den anderen Zugängen dürfte es noch niemanden geben, der direkt einschlägt – wobei man Überraschungen im Fußball ja nicht ausschließen sollte. A uf Überraschungen will sich der FVI aber nicht verlassen. „Wir müssen uns den Transfermarkt anschauen“, findet Marco Küntzel. Einen neuen Spieler sollte es auf jeden Fall noch geben, fordert er.

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Wie Küntzel seine Ziele für die kommende Saison formuliert, hängt nämlich direkt von der Personalsituation ab. „Wären Coban und Schröter geblieben, hätten wir wieder um den sechsten oder siebten Platz mitspielen können. So kann es aber sein, dass wir gegen den Abstieg kämpfen müssen.“ Viel wird also darauf ankommen, wie sich die Statik der Illertisser entwickelt. Am Samstag steht ein neuerlicher Test an, der Aufschluss gibt, wie es um sie bestellt ist. Bei Schwaben Augsburg tritt der FV Illertissen zu einem Blitzturnier an.

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