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Krumbach

15.11.2019

Auszeichnung für Forschergeist des Krumbacher Gymnasiums

Große Freude im Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasium: Die Schule wurde im Rahmen eines Festakts in der neuen Aula mit dem Preis „Bayerische Forscherschule des Jahres 2019“ ausgezeichnet.
Bild: Peter Bauer

Warum das Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasium den Preis „Bayerische Forscherschule des Jahres 2019 erhalten hat.

„Sie sind ein heißer Typ“: Es war ein ganz spezielles Kompliment, das Direktor Norbert Rehfuß von seinen Schülern bekam. Und dann wurde er sozusagen auch noch zum „flambierten Schulleiter“, der auf der Bühne zur „Versuchsperson“ bei allerlei feurigen Einlagen wurde. Aber natürlich liefen die „feurigen Experimente“ glatt und mit einer präzisen Perfektion und gleichermaßen spektakulär ab. Gewissermaßen die Visitenkarte für ein Gymnasium, das in Sachen Forschung regelrecht „Feuer und Flamme ist“. Bundessieg, Preis der Bundeskanzlerin, Landessieg: Das waren die großen Erfolge des Krumbacher Gymnasiums in den Wettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in den letzten Jahren. Dafür wurde die Schule jetzt als „Bayerische Forscherschule des Jahres 2019“ ausgezeichnet. Der Preis geht auf eine Initiative des bayerischen Kultusministeriums in Zusammenarbeit mit einem Sponsorenpool (Zeidler-Forschugs-Stiftung sowie das Energie-Unternehmen GP Joule) zurück. Er ist mit 3000 Euro dotiert. Mit dem Geld soll die Geräteausstattung im Gymnasium weiter modernisiert werden. Das Krumbacher Gymnasium hatte in den vergangenen Jahren bei „Jugend forscht/Schüler experimentieren“) einige herausragende Erfolge errungen. Mit Blick auf die Vergabe des Preises standen zuletzt elf bayerische Schulen in der engeren Wahl. Die Jury mit Vertretern des Sponsorenpools, der Landeswettbewerbsleitung, den Partnerfirmen GP Joule und der Zeidler-Forschungs-Stiftung sowie dem bayerischen Kultusministerium entschied sich schließlich für das Krumbacher Gymnasium.

Beim großen Festakt in der neuen Aula des Gymnasiums hatten die erfolgreichen SKG-Jungforscher noch einmal Gelegenheit, ihre Projekte vorzuführen. Dies waren die Projekte „Der stinkende Storchschnabel“ über eine seltsame Pflanze mit roten Blättern (2. Bundessieg Biologie 2019, Dominik Kanzler, Michael Merk und David Haney), „Der Blutbrunnen am SKG“ über die roten Einfärbungen im Schulbrunnen (Landessieg Biologie 2018, Stefanie Tröbelsberger und Valentina Brückner) sowie das Projekt „Die Liesegangschen Ringe“ über das Mischen von Stoffen (Bundessieg 2017 und Preis der Bundeskanzlerin für Johannes Greiner und Stefan Wagner). Die Schüler konnten seinerzeit der Bundeskanzlerin persönlich ihr Projekt erläutern.

Ganz im Sinne der Forschungsqualität des Krumbacher Gymnasiums nahm die Bühne zwischendurch fast den Charakter eines Labors an, mit allerlei gelungenen spektakulären Einlagen und garniert mit „flammenden Reden“.

Es gab eine kurze Einstimmung durch den Wahlkurs Chemie (betreut von Thomas Lichtenberger). Begrüßt wurden die Gäste durch die Moderatoren aus der sechsten Klasse, Lara Schnitzler und Tobias Prautzsch (betreut durch Franz Wiedenmann). Elias und Silvia Kolb begeisterten mit dem Konzertstück Nummer 2 für Trompete und Klavier von Vassily Brandt. Das Vokalensemble mit Jochen Schwarzmann interpretierte „The Longest Time“ von Billy Joel. Und schließlich stellten Schüler noch weitere laufende Projekte an der Schule aus den Bereiche Robotik oder auch Mechatronik vor. In einem Projekt entsteht gegenwärtig ein „Umweltrezeptbuch“ mit praktischen Tipps für den Alltag. Direktor Norbert Rehfuß dankte in seiner Ansprache Schülern und Lehrkräften gleichermaßen für ihre herausragenden Leistungen. „Bei uns am SKG ist jeder Einzelne wertvoll. Daher gelingt es den Lehrkräften, Neugier und Motivation zu wecken und die unterschiedlichen Begabungen zu erkennen und zu fördern, die dann zu einem so herausragenden Erfolg führen.“ Ministerialrat Dieter Götzl, der Vertreter des Kultusministeriums, würdigte ebenfalls die herausragenden Leistungen des Krumbacher Gymnasiums. Man spüre sehr intensiv, dass hier der Unterricht weit mehr sei als das „Befüllen von Gehirnen“. Das Krumbacher Gymnasium habe sich am Ende auf Landesebene gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt. Bei der Betreuung der ausgezeichneten Projekte spielt Lehrer Thomas Lichtenberger eine herausragende Rolle. Götzl würdigte in seiner Ansprache mit Nachdruck seine Verdienste. Zum Finale des Tages wurde der Preis von Fritz Schneider, dem Vertreter des Sponsorenpools, überreicht. Direktor Rehfuß nahm den Preis stellvertretend für die ganze Schule entgegen. Das Gymnasium wird derzeit umfassend modernisiert. Damit werden in Sachen Forschung die technischen Voraussetzungen weiter verbessert. Und deutlich wurde beim Festakt, dass die Schule in Sachen Forschung noch einiges vor hat.

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