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Krumbach

06.06.2019

Deutliche Mehrheit für „Stadtvilla“ im Krumbacher Hochfeld

In diesem Bereich soll die neue „Stadtvilla am Hochfeld“ entstehen. Die Planung wurde von elf auf sieben Wohneinheiten reduziert.
Bild: Monika Leopold-Miller

Plus Die ursprüngliche Planung des umstrittenen Baus wurde von elf auf sieben Wohneinheiten reduziert. Doch bei Anliegern gibt es nach wie vor skeptische Stimmen.

Eine „Stadtvilla“ im Krumbacher Süden? Die Meinungen zu diesem Projekt sind bekanntlich sehr kontrovers. Von einer „Kaserne“ sprach zuletzt einer der Kritiker des Projekts. Doch mittlerweile hat der Bauherr eine veränderte, „abgespeckte“ Planung vorgelegt. Dieser stimmte der Krumbacher Bauausschuss mehrheitlich zu.

Sieben von neun Räten im Ausschuss stimmten für den Neubau der „Stadtvilla Am Hochfeld“ mit sechs gehobenen Eigentumswohnungen und drei Penthäusern mit Tiefgarage. Zur Sitzung waren auch etliche Bürger aus der Nachbarschaft Bereich Hochfeld gekommen. Etliche Anlieger waren gegen das Bauvorhaben und hatten sich im Vorfeld mit einer Unterschriftenaktion und mit Schreiben an die Stadt gewandt. In diesem Zusammenhang habe es „Angriffe bis ins Persönliche“ gegeben, berichtete Stadtbaumeister Björn Nübel betroffen in der Sitzung. Er hoffe, dass das nicht Schule mache.

Die Pläne für die Krumbacher „Stadtvilla“ wurden abgespeckt

Zwischenzeitlich hätten Gespräche zwischen mehreren Nachbarn und dem Bauherrn stattgefunden. Die ursprünglichen Pläne wurden daraufhin „abgespeckt“. Aus den zunächst geplanten elf Wohneinheiten wurden sieben. In einer Tiefgarage werden zwölf Stellplätze eingerichtet. Drei Stellplätze sind auf dem Gelände vorgesehen. Die Grundstücksfläche umfasst 1221 Quadratmeter. Vorgesehen ist ein Flachdach.

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Das Krumbacher Hochfeld ist ein Wohngebiet, dass sich über Jahrzehnte entwickelt hat. Wie in vergleichbaren Gebieten gibt es auch hier keinen Bebauungsplan, der Details festlegt. Maßgebend für eine Entscheidung für oder gegen einen Bau ist hier der Paragraf 34 des Baugesetzbuches, wonach sich das Vorhaben in die Umgebung einfügen muss. Planungsrechtlich sei das vorgelegte Bauvorhaben grundsätzlich zulässig, sagte Nübel. Dies hatten verschiedene Anlieger bezweifelt und es in einem Brief der Stadtverwaltung mitgeteilt. „Persönliche Angriffe sollen unterbleiben, es geht um die Sache“, betonte 2. Bürgermeister Gerhard Weiß (CSU). Er sprach von einer neuen Unterschriftenliste und erheblichem Widerstand vonseiten der Nachbarn. Weiß schlug ein erneutes Gespräch der Bauherren mit den Nachbarn vor und beantragte, das Vorhaben im nächsten Bauausschuss zu entscheiden.

Im Bereich des Hochfeldes 8a ist der Bau einer Wohnanlage mit sechs Eigentumswohnungen und drei Penthäusern geplant. Vor allem aus der Nachbarschaft gibt es massive Kritik an der Planung, bei einem Ortstermin mit dem Bauausschuss wurde kontrovers diskutiert.
Bild: Peter Bauer

Eine Vertagung wurde jedoch mit 5:4 Stimmen abgelehnt. Lothar Birzle (JW/OL) meinte, dass mit der neuen Planung Rücksicht auf die Nachbarn genommen werde. „Wir haben Wohnungsbedarf“, betonte er. „Wie man sich entscheidet, man handelt sich Ärger ein“, meinte Hermann Mayer (SPD). Er stimmte dafür. Dagegen entschieden sich Dr. Josef Langenbach und Klaus Niederhofer (UFWG).

Bauherr sei mehrmals auf die Nachbarn zugegangen

Der Bauherr äußerte sich nach der Sitzung zum Bauvorhaben. Demnach sei er mehrmals auf die Nachbarn zugegangen. Nach dem Treffen habe man den Eindruck gehabt, dass die „entsprechenden Kriterien im neuen Bauantrag weitestgehend erfüllt wurden“. Das geplante dreigeschossige Gebäude liege deutlich unter den Giebeln der anliegenden Bauten. Bei der neuen Planung sei man unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit an die Ganze des Machbaren gegangen, so der Bauherr. Man bewege sich im rechtlichen Rahmen. Im Hinblick auf den Wohnungsbedarf in Krumbach wies der Bauherr darauf hin, dass auf dem Grundstück sieben Wohneinheiten statt einer oder zwei Wohneinheiten entstehen würden.

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