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  3. Günzburg/Krumbach: Extremist spricht im Namen Allahs Morddrohungen aus und verletzt Frauen

Günzburg/Krumbach
01.12.2023

Extremist spricht im Namen Allahs Morddrohungen aus und verletzt Frauen

Der achtfach Vorbestrafte deutsche Staatsbürger wird vom Amtsgericht Günzburg zu einer Haftstrafe verurteilt.
Foto: Bernhard Weizenegger

Plus Kurz vor der Gerichtsverhandlung schüchtert der Angeklagte in Krumbach eine Zeugin ein und verweist auf den Terrorangriff auf Israel. Nun sitzt er im Gefängnis.

Es könne keinen Zweifel geben, sagt der Staatsanwalt in seinem Plädoyer zum Angeklagten bestimmt und unmissverständlich: "Sie müssen ins Gefängnis." Also dorthin, wo der Mann aus dem südlichen Landkreis Günzburg seit einigen Tagen ohnehin schon sitzt. Denn kurz vor der Verhandlung vor dem Günzburger Amtsgericht hat der 1988 geborene deutsche Staatsbürger, der unübersehbar mit der Scharia und anderen extremistischen Auslegungen des Islam sympathisiert, eine Zeugin in einem Krumbacher Laden mit dem Tod bedroht. Unter anderem mit den Worten: Sie solle an die Opfer des Musikfestivals in Israel denken, so etwas könne auch ihr passieren. Sie solle froh sein, dass im Laden Kameras sind, so der Extremist. Mit dem Ruf "Allahu akbar" (übersetzt "Gott ist am größten") soll er von dannen gezogen sein. 

Selbsternannter Märtyrer aus Raum Krumbach schon achtfach vorbestraft

Es folgte sofort Untersuchungshaft wegen Verdunkelungsgefahr. Der Mann, Mitte 30, hat schon einiges auf dem Kerbholz: acht Vorstrafen, von Sachbeschädigung, Drogenbesitz bis zu gefährlichen Körperverletzungen. Er ist Knast-erprobt und momentan arbeitslos. Noch während seiner Bewährungszeit wurde er erneut und mehrfach straffällig, die Staatsanwaltschaft sah sich gezwungen, von Amts wegen einzuschreiten. Sogar der Staatsschutz ermittelte wegen extremistischer Aussagen und Morddrohungen. Der Mann sprach sie allesamt im Namen Allahs aus und zitierte aus dem Koran. In Drohbriefen faselte er von Todesurteilen durch Gott, in einem von der Polizei sichergestellten Chat fantasierte er, selbst als Märtyrer sterben zu wollen. "Du Hurensohn, wirst in der Hölle brennen", ist noch eine der eher gemäßigten Äußerungen. Auch forderte er auf, Geld an die örtliche Moschee zu spenden.

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