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Trend
29.04.2021

Der neue Flucht-Wagen? Warum sich immer mehr Menschen ein Wohnmobil zulegen

Alltagsflucht mit dem Wohnmobil? Aktuell ist das nur bis zur Ausgangssperre erlaubt.
Foto: Christoph Soeder, dpa

Ausgiebig reisen können Menschen aktuell nicht. Die Hotels haben zu, die Flieger heben deutlich seltener ab. Das lässt die Absatzzahlen von Wohnmobilen in die Höhe schnellen.

In diesen Tagen kommt es ja vor, dass man mal die Nase voll hat, immer dieselben Wege, dieselben Menschen, dieselben Abläufe, da möchte man zuweilen ausbrechen, das Neue, Unbekannte oder zumindest Unerwartete suchen. Vielleicht legen sich auch deshalb gerade viele eine Art Flucht-Mobil zu. Das ist natürlich reine Spekulation.

Tatsache ist aber: Seit der Corona-Pandemie werden immer mehr Wohnmobile zugelassen. Wurden laut Caravaning Industrie Verband im ersten Quartal 2019 noch 12.162 „Womos“ neu angemeldet, waren es ein Jahr später bereits 15383 und heuer 19058 – zusammengerechnet könnte damit also eine mittelgroße Kleinstadt verreisen.

Alltagsflucht mit dem Wohnmobil

Die neu zugelassenen Wohnmobile der vergangenen drei Jahre aneinandergeparkt würden bei einer Durchschnittslänge von sieben Metern übrigens der Luftlinie Augsburg-Gardasee entsprechen. Aber genug mit Statistik, schließlich ist die ja auch der Grund, weshalb einige Zeitgenossen gerade flüchten wollen.

Mit der Alltagsflucht ist das gerade allerdings auch so eine Sache: Selbst wenn im Wort Wohnmobil das Verb wohnen steckt, so gilt das Zuhause auf vier Rädern nicht als Wohnsitz. Die Ausgangssperre kann damit nicht umfahren werden. Ein Ausflug mit dem Wohnmobil gilt laut Bayerischem Innenministerium nicht als triftiger Grund, sich außerhalb der Wohnung aufzuhalten. „Das Schlafen im Fahrzeug ist dann kein Verstoß, wenn es zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit unbedingt erforderlich ist“, heißt es weiter. Aber manchmal ist es an einem Ort so schön, dass es einen umhaut und man sich nicht in der Lage fühlt, weiterzufahren, zurück in den Trott.

Lesen Sie dazu auch: Augsburger Wohnmobilstellplatz wird auch im Lockdown genutzt: Ist das erlaubt?

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