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Umweltschutz
18.05.2024

Klimawandel: Nur wenige Baumarten in Europa sind fit für die Zukunft

Mischwälder gelten als besonders resilient gegenüber Störungen.
Foto: Adobe Stock

Hitze und Schädlinge machen den heimischen Bäumen zu schaffen. Mehr Mischwälder sollen helfen. Doch Forschende warnen.

Hänge voller toter Fichten in deutschen Mittelgebirgen machen deutlich: Die Klimakrise zwingt zum Waldumbau. Projekte gibt es in Europa etliche. Eine neue Studie zeigt nun, dass die Zahl dafür geeigneter heimischer Baumarten schrumpft. Zwischen einem Drittel und der Hälfte könnten den Klimabedingungen zum Ende des Jahrhunderts je nach Region nicht mehr gewachsen sein. 

„Das ist ein enormer Rückgang“, sagt Erstautor Johannes Wessely von der Universität Wien, „insbesondere, wenn man bedenkt, dass nur ein Teil der Arten forstwirtschaftlich interessant ist“. Die Baumsterblichkeit habe in den letzten drei Jahrzehnten in Europa bereits stark zugenommen, schreibt das Forschungsteam im Fachjournal Nature Ecology & Evolution. Der errechnete Arten-Engpass werde es erschweren, dem drohenden Waldverlust entgegenzuwirken – gerade mit Blick auf die Schaffung von Mischwäldern, die als besonders resilient gegenüber Störungen gelten.

Die Wahl der Baumarten ist entscheidend für die Zukunft des Waldes

In Deutschland sind laut Bundeswaldinventur 2012 gut elf Millionen Hektar bewaldet, etwa ein Drittel der Landesfläche. Fast die Hälfte des Waldes in Deutschland ist in Privatbesitz. Die häufigsten Baumarten sind Fichte und Kiefer, weil im Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert hinein viele natürliche Wälder kahlgeschlagen und mit diesen schnell wachsenden Baumarten aufgeforstet wurden. Die Monokulturen erweisen sich heute als besonders anfällig für Veränderungen im Zuge des Klimawandels wie langanhaltende Trockenphasen, Hitze, häufigere Waldbrände, intensivere Herbststürme und Schädlinge wie den Borkenkäfer

Ein Borkenkäfer im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto: Armin Weigel, dpa

Ein Waldumbau hin zu Mischwald ist in vielen betroffenen Regionen das Ziel. Die Wahl der Baumarten sei eine der wichtigsten Entscheidungen in der Forstwirtschaft, geben die Forschende um Wessely und Rupert Seidl von der Technischen Universität München zu bedenken. „Bäume, die jetzt zur Wiederaufforstung gepflanzt werden, müssen sowohl unter heutigen wie auch zukünftigen Bedingungen bestehen“, erklärt Wessely. „Das ist deshalb schwierig, weil sie sowohl Kälte und Frost der nächsten Jahre wie auch einem deutlich wärmeren Klima Ende des 21. Jahrhunderts standhalten müssen. Da bleibt nur eine sehr kleine Schnittmenge.“ 

Die Zahl an Baumarten wird in Südwesteuropa stark sinken

Das Forschungsteam untersuchte die Verbreitung von 69 der knapp über 100 europäischen Baumarten mit Daten von mehr als 238.000 Standorten in Europa. Die Zahl verwendbarer heimischer Baumarten pro Quadratkilometer könnte demnach zwischen 33 und 49 Prozent abnehmen. Stark schwinden wird den Ergebnissen zufolge der Artenpool in Südwesteuropa. Weniger betroffen werde Mittelosteuropa sein. Auch in den europäischen Gebirgszügen bleibe der Anteil der Baumarten vergleichsweise hoch. 

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Wald bedeckt rund ein Drittel der gesamten Landesfläche Deutschlands.
Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild, dpa

Christoph Leuschner von der Georg-August-Universität Göttingen zufolge dürfte regional in trockeneren Tieflagen selbst der Hoffnungsträger der Forstwirtschaft, die Douglasie, an Vitalität verlieren. „Die Eichen dürften noch am ehesten mit der Erwärmung zurechtkommen.“ Aber auch für sie gebe es erhebliche Risiken, etwa durch mehr Schädlinge und Krankheiten. 

„Die vergangenen Jahre haben uns doch mehr als deutlich gezeigt, dass klimatischer Stress in vielen Fällen zu einer verstärkten Anfälligkeit gegenüber biotischen Störungsfaktoren führt“, sagt auch Henrik Hartmann vom Julius Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg. Dabei gehe es nicht nur um bekannte Probleme wie den Borkenkäfer oder die Rußrindenkrankheit beim Ahorn. „Globaler Wandel bedeutet ja auch, dass neue Arten eingeschleppt werden – zum Beispiel Eschentriebsterben, Eichennetzwanze – mit oft verheerenden Konsequenzen für bestehende Waldgemeinschaften.“ 

Experte sagt: Einige heimische Baumarten wird es nicht mehr geben

Leuschner gibt zu bedenken, dass Förster unter „Mischwäldern der Zukunft“ keine artenreichen Mischwälder, sondern fast immer Zwei-Art-Mischungen verstünden, in der Regel eine produktive Konifere wie die Douglasie und einen Laubbaum wie die Buche. Stresstolerante Laubbaumarten wie Spitzahorn, Hainbuche, Winterlinde und Elsbeere fehlten in der Waldbauplanung weitestgehend, weil die Holzindustrie komplett auf Nadelholz eingestellt sei. 

In der Summe gehen die Experten davon aus, dass die Studie die Folgen der Klimakrise eher noch unterschätzt. „Es ist schon erstaunlich, dass viele immer noch davon ausgehen, den Wald in seiner jetzigen Form und Zusammenstellung bei sich gleichzeitig rasch und dramatisch veränderten klimatischen Bedingungen erhalten zu können oder zu wollen“, sagt Hartmann. „Die Studie zeigt in aller Deutlichkeit, dass einige der für uns heimischen Baumarten es in Zukunft nicht mehr sein werden.“ (Annett Stein, dpa)

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