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Kino
17.11.2022

Karoline Herfurths neuer Film: Die komischen Seiten einer problematischen Familie

Es ist von Vorteil, eine beste Freundin zu haben: Klara (Karoline Herfurth, li.) bespricht sich mit Senay (Jasmin Shakeri).
Foto: Warner Bros., dpa

Die Schauspielerin hat sich wieder ans Genre der romantischen Komödie gewagt mit „Endlich mal was Schönes“. Und das nicht nur vor der Kamera. Eine starke Besetzung steht ihr zur Seite.

Die biologische Uhr tickt laut und ist nicht zu überhören. Karla (Karoline Herfurth) geht auf die 40 zu, hat keine feste Beziehung und wünscht sich sehnlichst ein Kind. Vergeblich tummelt sich die Radiomoderatorin auf dem digitalen Dating-Markt. „Dann eben ohne“ denkt sich Karla schließlich kapitulierend und sucht nach Optionen, Liebesbeziehung und Mutterschaft voneinander zu trennen. „Co-Parenting“ nennt sich das Modell, in dem vermehrungswillige Männer und Frauen zueinander geführt werden und per künstlicher Befruchtung ein Kind zeugen, das dann von den getrennt lebenden Eltern gemeinsam aufgezogen werden soll. Dumm nur, dass Karla auf der Hochzeit ihres Vaters den Krankenpfleger Ole (Aaron Altaras) kennenlernt. Aber was soll sie mit diesem hübschen 26-Jährigen, dem sie nicht die Vaterschafts-Pistole auf die Brust setzen kann und will?

Dysfunktionales Elternpaar: Ulrike Kriener und Herbert Knaupp

Nachdem Karoline Herfurth in „Wunderschön“ die weiblichen Schönheitsideale facettenreich infrage stellte und damit 1,6 Millionen Zuschauende ins Kino zog, begibt sie sich nun wieder in das Format der romantischen Komödie. Aber „Einfach mal was Schönes“ erweitert das Rom-Com-Genre zum tragikomischen Porträt einer dysfunktionalen Familie. Mutter Marion (Ulrike Kriener) hat sich nach der Scheidung von ihrem untreuen Ehemann Robert (Herbert Knaup) in ihren Schuldzuweisungen eingerichtet und bekämpft den Lebensfrust wenig erfolgreich mit übermäßigem Alkoholkonsum. Ulrike Kriener ist furios in der Rolle der verbitterten Verlassenen, die echte Kamikaze-Instinkte entwickelt, wenn sie im Leopardenkleid die Hochzeit ihres Ex-Mannes crasht.

Jede hat ihre Probleme: Karla (Karoline Herfurth, vorne rechts) und ihre Schwester Jule (Nora Tschirner). Foto: Warner Bros., dpa
Foto: Warner Bros., dpa

Bei solchen Eltern sind die Aussichten der drei Töchter auf ein eigenes ungetrübtes Familienglück begrenzt. Die Älteste Jule (Nora Tschirner) scheint mit solidem Ehemann und kleiner Kinderschar alles richtig zu machen, ist aber von ihrer Mutterrolle gelangweilt und tröstet sich mit heimlichen Affären. Ihre jüngste Schwester Johanna (Milena Tscharntke) droht mit ihrem Perfektionismus die Traumhochzeit mit der coolen Profi-Fußballerin Kate (Franziska von Harsdorf) zu ruinieren.

Mit schnellen, treffsicheren Dialogen und einer nicht ganz unvorhersehbar sich überstürzenden Handlung entwirft Herfurth ein emotionales Durcheinander, in dem Fragen von weiblicher Identität, Mutterrolle, Altersgefälle in Beziehungen und familiäre Dispositionen zur Beziehungsunfähigkeit äußerst unterhaltsam verhandelt werden. Dabei setzt sie auf ein populäres Mainstream-Format mit nervigen Musikstrecken, in dem sie aber die Genre-Stereotypen mit eigenem Leben füllt. Das gelingt ihr zum einen durch einen konsequent weiblichen Blick und zum anderen mit einer traumsicheren Besetzung.

Die umsichtige Regie der Karoline Herfurth

Das beste Beispiel ist hier die Rolle der besten Freundin, die ja in keiner romantischen Komödie fehlen darf. Aber was die fabelhafte Jasmin Shakeri aus der Figur der coolen, loyalen, pragmatischen Senay an glaubwürdiger Herzenswärme hervor befördert – damit könnte man eine ganzes Mietshaus einen Winter lang beheizen. Gerade im differenzierten Umgang mit den Nebenfiguren beweist sich Herfurth erneut als umsichtige und aufmerksame Regisseurin, die souverän durch den Mainstream surft, ohne ihr sicheres Gespür für emotionale Genauigkeit zu verlieren.

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