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Oper
29.02.2024

CD-Kritik: Ein neuer "Parsifal" mit Startenor Jonas Kaufmann

Der Held, der gar nicht immer heldisch auftritt: Jonas Kaufmann in der Titelrolle von Wagners "Parsifal" in der Wiener Produktion von 2021, die jetzt auf CD erschienen ist.
Foto: Michael Poehn

Eine Produktion von Richard Wagners "Bühnenweihfestspiel" macht neugierig dank des illustren Interpretenaufkommens.

Die Schlagzahl der Veröffentlichung neuer Operngesamtaufnahmen im rein akustischen Format ist extrem gesunken. Mehreres gibt dafür den Ausschlag. Zum einen, dass mit DVD und Blu-ray die für die Oper so wichtige Schauseite mitgeliefert werden kann, eine Komponente, die der CD natürlich fehlt. Zum anderen ist mit dem Streaming, ob nun rein im Audioformat oder eben inklusive des bewegten Bildes, ebenfalls erhebliche Konkurrenz erwachsen. Eine neue Opernproduktion auf CD fällt also durchaus ins Auge, noch dazu, wenn es sich um Richard Wagners "Parsifal" handelt und das Album mit illustrer Besetzung locken kann. Um den Dirigenten Philippe Jordan am Pult der Wiener Philharmoniker scharen sich Elina Garanca, Georg Zeppenfeld, Ludovic Tézier, Wolfgang Koch und - in der Partie des Titelheldem – Jonas Kaufmann. Im April 2021 wurde Wagners letztes Bühnenwerk bei zwei Aufführungen in der Wiener Staatsoper mitgeschnitten (Sony classical).

"Meine Deklamation ist zugleich Gesang und mein Gesang Deklamation", war die Devise Wagners in der Frage, wie Sängerinnen und Sänger mit der Führung ihrer Stimme zu verfahren hätten. Geschmeidiger Gesang also. Wie verhält es sich damit im neuen "Parsifal"? Beginnen wir mit derjenigen Figur, die in Wagners auf dem Grals-Mythos basierenden "Bühnenweihfestspiel" das größte Quantum zu bewältigen hat, mit Gurnemanz, dem die wichtige Funktion zukommt, die Vorgeschichte des Dramas zu erzählen. Georg Zeppenfeld ist ein Interpret, der weit mehr zu leisten vermag, als lediglich einen Bericht abzuliefern; er ist immer auch Mitleidender mit Amfortas und dessen Geschick. Kraftvoll-voluminös und doch flexibel Zeppenfelds Bass, selbst dort, wo es in unangenehme Höhe geht.

Ludovic Tézier ist ein Gralskönig in unbändiger Verzweiflung

Auch Ludovic Tézier verfügt über Stimmpracht, ganz dem Schmerz der nie versiegenden Wunde ergeben ist sein Amfortas. Tézier zeichnet ein erschütterndes Rollenporträt des leidenden Gralskönigs, auch wenn ab und zu ein wenig viel Verzweiflungsgeste in die Stimme gelegt ist. Wolfgang Koch ist sein stimmlich nicht weniger mächtige Gegenspieler Klingsor in einer der typisch kleingliedrigen Wagner-Charakterpartien. Auch ein Wagner-Routinier wie Koch vermag da nicht durchgängig ohne Überartikulierung auszukommen. 

Parsifal wird "welthellsichtig" in der Begegnung mit Kundry: Elina Garanca und Jonas Kaufmann sind die Interpreten der Wiener Staatsopern-Produktion von 2021.
Foto: Michael Poehn

Elina Garanca war im vergangenen Jahr in Bayreuth eine Sensation als Kundry, und auch schon zwei Jahre zuvor bei ihrem Rollendebüt ist sie außergewöhnlich. Der Mezzosopranistin gelingt es, den oft ausfransenden Kundry-Text in einen Sinnzusammenhang zu bringen und obendrein noch betörend zu singen: dunkel-geheimnisvoll gegenüber den Gralsrittern, exaltiert glitzernd angesichts der Zumutungen Klingsors, schmeichelnd und lockend in der Verführung Parsifals, und das alles nie vordergründig.

Jonas Kaufmanns Parsifal ist alles andere als ein Jung-Siegfried

Jonas Kaufmann vollzieht die Wandlung Parsifals von "reinen Toren" zum "Welthellsichtigen" glaubhaft, macht dabei angenehm sparsam Gebrauch von heldischen Tönen. Erst als Kundry Parsifal entzündet, lässt Kaufmann das tenorale Feuer aufflackern. Kein stürmischer Jung-Siegfried tönt da im Gralsgebiet, vielmehr singt Kaufmann mit eingedunkeltem Timbre den Parsifal stets im (zunächst vorbewussten) Wissen um den Ernst des anstehenden Erlösungswerks.

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Auch wenn Philippe Jordan die Tempi oft etwas arg langsam ansetzt, die Spannung reißt in diesem "Parsifal" nie ab dank des herausragenden Ensembles und des suggestiv musizierenden Wiener Orchesters mitsamt machtvollem Chor. Übrigens war für die damalige Inszenierung Kirill Serebrennikov verantwortlich, im Booklet ist ihm Gelegenheit gegeben, seine Sicht der Handlung darzulegen. Dass die CD keine Visualisierung bieten kann, vermisst man nicht.

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