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06.01.2011

Fünf Zimmer für intensive Pflege

Fünf Räume für Intensivpflege - im Bild eine ähnliche Einrichtung in Günzburg - will der Landkreis in Greifenberg schaffen. Foto: Bernhard Weizenegger
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Fünf Räume für Intensivpflege - im Bild eine ähnliche Einrichtung in Günzburg - will der Landkreis in Greifenberg schaffen. Foto: Bernhard Weizenegger
Bild: Bernhard Weizenegger

Landkreis Sie pflegen, überwachen und behandeln Patienten. Intensivpflege beschreibt die Tätigkeit der Versorgung bei akuten und lebensbedrohlichen Erkrankungen und wird ab März auch im Kreisseniorenheim in Greifenberg angeboten. Landkreis und Seniorenheim stellen dabei die Räumlichkeiten zur Verfügung, ein Pflegedienst, der sich auf die Versorgung von Beatmungs-, Intensivpflege- und Wachkomapatienten spezialisiert hat, übernimmt die Betreuung. Erst vor wenigen Tagen hat Landrat Walter Eichner den Mietvertrag mit dem Pflegedienst, der seinen Sitz im Landkreis Augsburg hat, unterzeichnet.

Für Walter Eichner geht damit ein Wunsch in Erfüllung, der ihn nach dem Anruf eines betroffenen Ehepaars nicht mehr habe ruhen lassen. Denn die beiden über 80 Jahre alten Landkreisbürger hatten ihm seinerzeit ihr Leid geklagt. Um ihren Sohn, einen Intensivpatienten, fachgerecht pflegen zu können, müssten sie entweder nach München oder Augsburg fahren. Das sei ihnen zu beschwerlich. Warum es diese Möglichkeit nicht im Landkreis gebe, fragten sie den Landrat.

Und so suchten Walter Eichner und der Leiter der Kreisseniorenheime Anton Schmid nach einer Lösung. Ihre Hartnäckigkeit habe sich ausgezahlt, meint der Landrat heute. Zwar könne die Greifenberger Einrichtung die Intensivpflege nicht selbst anbieten, jedoch fünf Räume stellen, in denen die Patienten nun von einem privaten Pflegedienst umsorgt werden. "Der Bedarf ist da", sagt Anton Schmid und verweist auf die demografische Entwicklung im Landkreis.

Für diese intensivste Form der Pflege bedarf es nach Meinung von Anton Schmid professioneller Mitarbeiter. Ambulante Dienste, wie der neue Mieter in Greifenberg, hätten die entsprechenden Fachkräfte. Denn bei der Intensivpflege kümmert sich in der Regel eine Person rund um die Uhr um den Erkrankten. Experten sprechen von lang dauernder Behandlungspflege, welche die ständige Unterstützung aller Lebensaktivitäten und rehabilitative Maßnahmen beinhaltet.

Die Räumlichkeiten sind in Greifenberg vorhanden. Fünf Zimmer im Erdgeschoss, die über einen separaten Eingang zu erreichen sind, werden ab März vermietet. Kosten für Umbaumaßnahmen fallen nicht an, sagt Anton Schmid. Für den Bedarf eines klassischen Altenheimes werden die Räume nicht mehr benötigt. "Früher waren wir ein Heim für rüstige Senioren", sagte der Leiter. Doch mittlerweile könne diese Gruppe dank mobiler Pflegedienste ihren Ruhestand länger in den eigenen vier Wänden genießen. (wu)

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