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Fußball
21.04.2021

Fußballer im Kreis Zugspitze schlagen neuen Weg ein

Bis der Ball wieder rollt, wird es wohl noch eine Weile dauern. Im Kreis Zugspitze könnte in der neuen Saison ein neuer Spielmodus gelten. Die Vereine haben sich dafür ausgesprochen, aber es gilt noch eine Hürde zu nehmen.
Foto: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Im Kreis Zugspitze sprechen sich die Vereine für ein neues Spielsystem aus. Davon betroffen sind auch viele Mannschaften im Landkreis Landsberg. Ein Problem gibt es aber noch.

Rund vier Wochen hatten die Fußball-Vereine im Kreis Zugspitze Zeit, über einen neuen Spielmodus in der neuen Saison abzustimmen. Und das Votum ist eindeutig: Mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit sprachen sich die Clubs für den neuen Modus aus. Ob er aber eingeführt wird, ist dennoch unsicher.

Am Sonntag, 19. April, war die Abstimmung beendet, am Mittwoch nun kann Kreisspielleiter Heinz Eckl das Ergebnis bekannt geben: Mit 67,47 Prozent haben die Vereine für das neue System gestimmt, die Beteiligung lag bei 75,4 Prozent. Die möglichen Play-off-Spiele sind nicht erwünscht, nur 35,15 Prozent der Vereine wollten diese einführen. Dass dieses Projekt zunächst für zwei Jahre eingeführt wird, dafür stimmten 70,21 Prozent.

Noch ist der wahrscheinliche Saisonabbruch nicht vollzogen

Allerdings, das betont Heinz Eckl in seiner Nachricht, ist es nicht sicher, ob das System auch in der kommenden Saison 2021/22 auch getestet werden kann. Der Grund: Corona. „Da wir aktuell sehr viele Unwägbarkeiten haben, wichtige Punkte durch die aktuelle Pandemielage sowie den bevorstehenden eventuellen Saisonabbruch nicht geklärt sind – und auch noch nicht geklärt sein können – kann es eventuell auch passieren, dass dieses Spielmodell erst zur Saison 22/23 startet beziehungsweise starten kann“, teilt Eckl mit.

Unter anderem werden Faktoren wie der mögliche Trainingsstart im Sommer und damit auch der Start für die Saison berücksichtigt werden müssen. Zudem sei abzuwarten, wie viele Mannschaften in den jeweiligen Gruppen gemeldet werden. „Selbst wenn wir vielleicht ein Spieljahr später (2022/23) starten sollten, wird es ganz einfach spannend sein, ob das Modell auch in der Praxis attraktiv und gut und brauchbar ist“, so Eckl. „Wir sind auf alle Fälle neugierig, aber jetzt müssen wir erst einmal vorrangig die offenen Dinge klären.“

Kreisspielleiter Heinz Eckl hat das Abstimmungsergebnis bekannt gegeben.
Foto: Thorsten Jordan (Archiv)

Das Prinzip des neuen Spielsystems sieht wie folgt aus: Zunächst werden die Gruppen in den einzelnen Klassen verkleinert: Nur noch maximal acht Mannschaften bilden eine Gruppe. Innerhalb der Gruppe wird im Herbst eine Runde mit Hin- und Rückspiel ausgetragen sowie eine Tabelle erstellt. Im Frühjahr werden die Gruppen neu zusammengestellt, dann gibt es eine Aufstiegs- und eine Abstiegsrunde, ebenfalls mit Hin- und Rückspiel. Am Ende steigen die Meister auf, die Tabellenzweiten gehen in die Relegation. Ebenso wird in der Abstiegsrunde verfahren – dann geht es für das Schlusslicht direkt eine Klasse tiefer, und die Vorletzten haben noch in der Relegation die Chance, einen Abstieg zu verhindern.

Die Spielgruppen werden im Frühjahr neu eingeteilt

Bei der Einteilung der Gruppen zu Saisonbeginn stehen drei Auswahlkriterien im Vordergrund: gemeinsame Heim- und Auswärtsspiele der Mannschaften, die Geografie, um viele Derbys zustande zu bringen, und der Tabellenplatz in der Vorsaison. Damit wird verhindert, dass in der einen Gruppe alle Top-Teams der vorherigen Saison spielen, in den anderen dagegen die vermeintlich schwächeren.

Als Starttermin für die Herbstrunde ist der 8. August vorgesehen, der letzte Spieltag wäre der 7. November. Allerdings ist nun abzuwarten, ob vonseiten der Regierung rechtzeitig ein Trainingsstart erlaubt wird, um den straffen Zeitplan einhalten zu können.

Fußballer kritisieren die Quotientenregel

Noch keine endgültige Entscheidung gibt es dagegen bislang vom Bayerischen Fußballverband in Sachen Saisonabbruch. Dass dieser wohl unvermeidbar sein wird, steht eigentlich fest. Die neu eingeführte Quotientenregel, mit der die Auf- und Absteiger in den jeweiligen Klassen ermittelt werden, ist jedoch nicht unumstritten. Der Verband hatte angekündigt, die Stellungnahmen der Vereine zu dieser Regelung zu beachten. Auch Trainer im Landkreis Landsberg hatten sich dafür ausgesprochen, bei einem Abbruch der Saison auf Absteiger zu verzichten. Bereits seit einiger Zeit ist beschlossen, dass der neu eingeführte Ligapokal nicht mehr durchgeführt wird. Dieser sollte die wegen der Pandemie verlängerte Saison attraktiver gestalten.

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