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17.03.2011

Die Welt schaut zu

Ralph Schulze

Das libysche Volk und die Arabische Liga rufen um Hilfe und die Welt hört weg.

Das libysche Volk und die Arabische Liga rufen um Hilfe und die Welt hört weg. Vor allem Europas Wirtschaftsmacht Deutschland und die USA haben offenbar beschlossen, dem Vernichtungsfeldzug des libyschen Diktators Gaddafi gegen sein eigenes Volk zuzuschauen. Wenn nicht noch ein diplomatisches Wunder geschieht, dann hat das von der libyschen Opposition im Einklang mit Frankreich und Großbritannien geforderte Flugverbot über Libyen im UN-Sicherheitsrat recht wenig Erfolgsaussichten.

Gaddafi reibt sich derweil die Hände angesichts einer beschämenden Uneinigkeit und Passivität im Westen. Der Gewaltherrscher gewinnt durch diesen quälend langen Streit um die Luftblockade wertvolle Zeit, die er ausgiebig nutzt, um die Zivilbevölkerung sowie Rebellenstellungen von oben zu bombardieren. Sein todbringender Vormarsch ist inzwischen so weit, dass er bald zum Sturm auf die Oppositionshochburg Bengasi, der zweitgrößten Stadt Libyens, ansetzen kann. Es ist ein ungleicher, ungerechter und von Verbrechen gegen die Menschlichkeit begleiteter Krieg. Kein Bürgerkrieg, sondern ein Krieg von Gaddafis Elite- und Söldnerarmee gegen die Bürger.

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