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Kommentar

06.03.2012

Söder blamiert sich

Dass geplante Streichungen bei der staatlichen Förderung einzig und allein parteipolitisch motiviert waren, hat selbst der untalentierteste Baumschüler bemerkt.

In der CSU werden gleich mehrere Trendsportarten olympisch: das Rückwärtsrudern, das Wild-im-Kreis-Paddeln und das Unkoordiniert-sich-in-die-Riemen-Legen. Anders ist der forsche Angriff des ebenso forschen CSU-Generalsekretärs Markus... – Verzeihung – ...des CSU-Finanzministers Markus Söder am Wochenende und die Reaktion darauf nicht zu erklären. Söder, der sich wohl an alte Zeiten erinnert fühlte, wollte München, die Weltstadt, mithilfe des innerbayerischen Finanzausgleichs mitten ins Herz treffen. Warum? Weil die Landeshauptstadt ausgerechnet von einem SPD-Mann regiert wird. Und dieser Ude wagt es dann auch noch, die CSU bei der Landtagswahl 2013 herauszufordern.

Dass geplante Streichungen bei der staatlichen Förderung einzig und allein parteipolitisch motiviert waren, hat selbst der untalentierteste Baumschüler bemerkt. Jahrzehnte hätte die CSU an diesen Stellschrauben drehen können, tat es aber nicht. Die Staatskanzlei hat nicht mit so großem Widerstand gerechnet. Sie ist nun zu höherer Erkenntnis gelangt und hat zum Rückzug geblasen. Bevor sich Ministerpräsident Seehofer selbst zu sehr mit dieser Aktion blamiert, ließ er den Plan lieber kippen. Und der vorschnelle Söder darf sich fühlen wie eine fallen gelassene heiße Kartoffel.

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