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Oberauerbach

24.09.2019

Dachplattenstreit: Der Stadtrat hat klug entschieden

Schwarz oder Rot? Das ist jetzt nicht mehr die Frage. Zumindest in dem Oberauerbacher Fall hat der Stadtrat jetzt entschieden, dass das Dach des sieben Jahre alten Hauses schwarz bleiben darf.
Bild: Archivfoto: Ralf Lienert

Ein Oberauerbacher Bauherr darf nach längerem Hin und Her sein schwarzes Hausdach behalten. Warum das in den Augen unseres Autors die richtige Entscheidung war.

Der Mindelheimer Stadtrat hat klug und richtig entschieden: Ein Bauherr aus Oberauerbach darf sein dunkel eingedecktes Dach behalten. (Mehr dazu lesen Sie hier: Das Dach darf dunkel bleiben) Es wäre kaum jemandem zu vermitteln gewesen, wenn ausgerechnet bei der Farbe dieses an sich schmucken Einfamilienhauses ein Exempel statuiert worden wäre.

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Zwar hat der Bauherr gegen eine Vorgabe im Bebauungsplan verstoßen. Dafür muss er auch mit einem Bußgeld rechnen. Aber das Dach neu in Ziegelrot eindecken, das wäre unbillige Härte gewesen, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft seines Hauses mehrere Häuser in dunkler Dacheindeckung stehen und eine Fotovoltaikanlage das Dach ohnehin dunkel macht.

Zweifellos ist es richtig, wenn eine Kommune beim Bauen klare Regeln vorgibt. In den Mindelheimer Ortsteilen gibt es aber Bebauungspläne oft nur für kleine Gebiete. Dort ist Vieles möglich, was im Baugebiet verboten wird. Das versteht niemand. Hinzu kommt: Der Stadtrat hat zwar klare Regeln in der Vergangenheit aufgestellt. Er ließ aber immer wieder Ausnahmen zu. Wenn das einmal Schule macht, wird es ganz schwierig zu argumentieren. Wer bekommt eine Befreiung, wer nicht? Es ist wohl Zeit, all die Bauregeln mal einer intensiven Prüfung zu unterziehen. Da ist Vieles dabei, was sinnvoll ist. Aber so manches ist nicht mehr zeitgemäß.

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