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Kirchheim: Finanzausschuss bringt 15-Millionen-Euro Haushalt auf den Weg

Kirchheim

Finanzausschuss bringt 15-Millionen-Euro Haushalt auf den Weg

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    Im Kirchheimer Rathaus hat der Finanzausschuss getagt und den Haushalt vorberaten.
    Im Kirchheimer Rathaus hat der Finanzausschuss getagt und den Haushalt vorberaten. Foto: Frank Stocker (Archivbild)

    Man sei gut aufgestellt in dieser schwierigen Zeit mit vielen Aufgaben - das war das Fazit von Kirchheims Bürgermeisterin Susanne Fischer, nachdem Dominik Leder im Finanzausschuss den Haushaltsplan vorgestellt hatte. "Es war bestimmt eine Herausforderung, ihn zu erstellen", lobte die Rathauschefin ihren Kämmerer. Auch die Ausschussmitglieder hatten an dem Plan nichts zu bemängeln und verabschiedeten ihn einstimmig - womit er nun im großen Plenum, dem Marktrat, beschlossen werden kann.

    Der geplante Haushalt hat ein Volumen von mehr als 15 Millionen Euro, die sich auf 5,56 Millionen Euro für laufende Kosten und Einnahmen (Verwaltungshaushalt) und 9,81 Millionen Euro für langfristige Projekte (Vermögenshaushalt) aufteilen. Er ist damit ähnlich groß wie der Haushalt des vergangenen Jahres.

    Die wichtigsten Einnahmen im laufenden Geschäft sind die Grund- und Gewerbesteuern in Höhe von insgesamt 900.000 Euro. Bei Letzteren ist die Tendenz sinkend. 2021 und 2022 lag man noch über der Millionen-Grenze, knapp 800.000 Euro kamen 2023 über die Gewerbesteuer rein, für 2024 und die Folgejahre rechnet Leder nur mehr noch mit 550.000 Euro.

    Kirchheim bekommt Schlüsselzuweisungen von fast 800.000 Euro

    Weitere Einnahme sind Schlüsselzuweisungen von fast 800.000 Euro für die derzeit eher finanzschwache Gemeinde - sie werden sich vermutlich auch in den Folgejahren mit 750.000 Euro auf fast diesem Niveau bewegen. 1,8 Millionen Euro gibt es über die Beteiligung an der Einkommensteuer, 525.000 Euro Einnahmen kommen aus Verwaltung und Betrieb sowie 426.000 Euro an Zuweisungen und Zuschüssen.

    Größte Ausgaben im laufenden Geschäft sind der "sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand" (1,76 Millionen Euro), die Kreisumlage (1,31 Millionen Euro) sowie die Ausgaben für Personal (627.000 Euro) und die Umlagen an die VG (496.000 Euro) und den Schulverband (504.000 Euro). 150.000 Euro Zinsen muss die Gemeinde zudem an Banken zahlen.

    Am meisten investiert Kirchheim in die Schule, den Kindergarten und den Gasthof Adler

    Wichtig für die langfristige Planung einer Kommune ist vor allem der Vermögenshaushalt, in dem zum Beispiel die Investitionen aufgeführt sind. Jeweils 360.000 Euro gehen in diesem Jahr an den Schulverband für die Sanierung des Anbaus sowie den Anbau einer Aula für die Grund- und Mittelschule. Für den Neubau der Kindertagesstätte St. Nepomuk sind heuer 2,75 Millionen Euro veranschlagt, je 400.000 Euro Zuschuss gibt es vom Freistaat in diesem und im kommenden Jahr. Für den Adler sind in diesem Jahr 3,15 Millionen Euro an Ausgaben eingeplant, 1,3 Millionen sollen über Zuschüsse nach Kirchheim fließen. Bislang habe man für das Projekt aktuell 3,8 Millionen Euro ausgegeben und 1,6 Millionen eingenommen, erklärte Dominik Leder.

    Der Kämmerer rechnet damit, dass in diesem Jahr 700.000 Euro über den Verkauf von Bauplätzen am Renazé-Ring hereinkommen, allerdings müssten auch 600.000 Euro für Grundstücke bezahlt werden. 100.000 Euro für etwaige Planungskosten für das Gewerbegebiet sind ebenso mit drin wie dieselbe Summe für die Ersatzbeschaffung eines Bauhoffahrzeugs. 250.000 Euro kostet der Neubau einer nötig gewordenen Phosphatfällanlage in der Kläranlage. Die Breitbanderschließung kostet die Gemeinde 705.000 Euro, es gibt aber auch einen Zuschuss von 562.500 Euro. 

    Weitere Kreditaufnahmen in Höhe von 1,23 Millionen Euro sind 2024 vorgesehen. Hiinzu kommt die Kreditermächtigung aus dem Jahr 2023, hier wurden schon 2,5 Millionen Euro abgerufen. Die Gesamtkreditermächtigung im Jahr 2024 beträgt somit 4,67 Millionen Euro. Am Jahresende wird die Pro-Kopf-Verschuldung in Kirchheim bei 7562 Euro liegen, rechnete Leder vor.

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