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  3. Urlaub im Allgäu 2024: Wie fair wird bezahlt?

Bad Wörishofen
12.05.2024

Wird im Tourismus in Bad Wörishofen und dem Unterallgäu zu schlecht oder fair bezahlt?

Auch in Tourismusorten ist der Fachkräftemangel ein Problem. Die Gewerkschaft NGG spricht von hausgemachten Schwierigkeiten, die Hoteliers weisen diese Kritik zurück.
Foto: Jens Büttner, dpa (Symbolbild)

Die Gewerkschaft NGG übt harsche Kritik an den Arbeitgebern im Tourismus. Bad Wörishofer Hoteliers halten dagegen und sprechen von wirklichkeitsfremden Forderungen.

Bad Wörishofen und das Unterallgäu sind beliebte Reiseziele. Doch vor Ort fehle es zunehmend an Profis, die sich um die Gäste kümmern, kritisiert die Gewerkschaft NGG Schwaben. Schon jetzt würden kräftig Abstriche im Angebot gemacht: „Dünnere Speisekarten, weniger Zimmer, dafür mehr Ruhetage – der Personalmangel macht vielen Hotels, Restaurants und Gaststätten zu schaffen“, sagt Gewerkschafterin Laura Schimmel. Die Arbeitgeber müssten die Arbeitsbedingungen verbessern, fordert Schimmel. 3000 Euro Einstiegsgehalt müssten sein. Die Wörishofer Hoteliers und Dehoga-Sprecher Hubertus Holzbock und Martin Steinle nennen die Kritik der Gewerkschaft unberechtigt, die Tarifforderungen "wirklichkeitsfremd". 

Der Kreis Unterallgäu liegt im „Touri-Trend“, findet die NGG. Nach den Zahlen des Landesamtes für Statistik habe es rund eine Million Übernachtungen im Vorjahr gegeben. Ob Touristen oder Geschäftsleute: "Die Menschen haben den Kreis Unterallgäu auf dem Reise-Ticket. Es kommen reichlich Gäste. Aber die wollen guten Service. Und genau daran hapert es oft", sagt Laura Schimmel. "Die Branche braucht Fachkräfte. Also Profis, die ihren Job gelernt haben – von der Hotel-Rezeption über die Bar bis zum Spa. Für das Housekeeping braucht die Branche genauso Know-how wie für die Haustechnik. Weder ein Hotelfachmann noch eine Restaurantfachfrau lässt sich durch angelernte Mini-Jobber ersetzen.“ Diese jedoch würden die Profis in Bad Wörishofen und dem Unterallgäu oft ersetzen. 

11.05.2024, Polarlichter über dem Unterallgäu 11.05.2024, Polarlichter über dem Unterallgäu,  In der Nacht von 10.Mai auf 11.Mai 2024 konnte man herrliche Polarlichter am Horizont über Bayern sehen. Hier am nächtlichen Freizeitpark Allgäu-Skylinepark Rammingen (Unterallgäu).
23 Bilder
Die schönsten Bilder der Polarlichter über Bad Wörishofen
Foto: Heinrich, Feil, Stocker

Während der Corona-Pandemie seien die Beschäftigtenzahlen im Gastgewerbe im Kreis Unterallgäu deutlich zurückgegangen. Davon habe sich die Branche noch längst nicht erholt. Im Gegenteil: „Mehr Arbeit wird aktuell von weniger Köchinnen, Kellnern und Rezeptionistinnen geschultert. Das geht auf Dauer nicht gut“, so Schimmel. Dabei sei das Problem des Fachkräftemangels oft hausgemacht: „Gute Leute bekommt die Branche nur über gute Löhne. Und genau daran hapert es: Wer in der Gastronomie arbeitet, hat einfach zu wenig im Portemonnaie. Dabei sind das Kochen und Kellnern echte Stress-Jobs. Dazu kommen Arbeitszeiten bis spät in die Nacht und viele spontane Überstunden“, sagt NGG-Geschäftsführerin Laura Schimmel. 

Am 13. Mai beginnen die Tarifverhandlungen, die Gewerkschaft fordert 3000 Euro Einstiegsgehalt

Die NGG Bayern werde am 13. Mai mit den Arbeitgebern vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bayern) über einen neuen Tarifvertrag verhandeln. Die Forderung dazu liege bereits auf dem Tisch: „Fachkräfte brauchen einen Einstiegslohn von 3000 Euro. Außerdem müssen Zuschläge für die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen gezahlt werden. Nur so kann es überhaupt klappen, die Gastro-Branche wieder attraktiver zu machen, insbesondere für den Nachwuchs“, sagt Schimmel. 

Generell sei es notwendig, mehr in den Nachwuchs zu investieren, so Laura Schimmel. Denn die Abbrecherquote bei Ausbildungen im Hotel- und Gaststättengewerbe in Bayern liege deutlich über dem Durchschnitt anderer Branchen. „Die Gründe dafür, die Ausbildung an den Nagel zu hängen, sind ganz unterschiedlich: Die Azubis begreifen schnell, dass sie noch arbeiten müssen, wenn andere längst frei haben. Dazu kommt, dass das Klima zum Beispiel in den Küchen oft rau ist. Da hilft es auch nicht, wenn Gäste mit dem Trinkgeld quasi ein Trostpflaster kleben“, sagt die Gewerkschafterin. 

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Trinkgeld sei ein beliebtes Argument, um Tariflöhne zu umgehen, kritisiert die Gewerkschaft

Das Trinkgeld sei übrigens ein beliebtes Argument von Arbeitgebern, die sich gegen faire Löhne stemmten. „Viele Chefs in der Gastro-Branche machen einen weiten Bogen um den Tariflohn. Wer in so einem ‚Niedriglohn-Haus‘ arbeitet, dem kann man nur sagen: Job-Wechsel – Tariflohn lohnt sich immer“, sagt Schimmel. 

"Die geschilderten Behauptungen der NGG sind unberechtigt, die dazu erhobenen Vorwürfe falsch und die Tarifforderungen wirklichkeitsfremd", teilen Hubertus Holzbock und Martin Steinle zu den NGG-Vorstößen mit. Beide sind Hoteliers in Bad Wörishofen. Holzbock ist Dehoga-Vorsitzender im Unterallgäu, Steinle sein Stellvertreter. 

Bad Wörishofer Hoteliers beklagen hohe Belastungen durch Abgaben und Lohnkosten

"Für unsere Branche, die mit einem Anteil von 40 bis 60 Prozent Lohnkosten vom Umsatz kalkulieren muss, ist eine undifferenzierte Erhöhung der Löhne derzeit unmöglich", rechnen sie vor. "In den vergangenen drei Jahren hatten wir bereits enorme Lohnerhöhungen von 28 Prozent, exzessive Energiepreis-Erhöhungen von 75 Prozent und eine Steigerung der Wareneinsatz-Kosten um 25 Prozent." Die Rechnung geht noch weiter. "Wenn man dann noch die Geldschneiderei einer vom Versagen getriebenen Regierung durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer in unserer Branche von sieben auf 19 Prozent dazu nimmt, sind die Forderungen der NGG unrealistisch, die dazu nötigen Preissteigerungen würden unsere Gäste nicht mehr hinnehmen", so Holzbock und Steinle. Die Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuersenkung zur Entlastung des Gastgewerbes nicht mehr verlängert. 

Die Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe seien noch nie so gut gewesen, wie heute

"Die von der NGG kritisierten Arbeitsbedingungen in unserer Branche waren noch nie so gut wie heute", schreiben Holzbock und Steinle. "Auch die Behauptung, dass die Abbrecherquote bei unseren Azubis höher als in anderen Branchen sei, hält keiner seriösen statistischen Betrachtung Stand." Es gebe genügend andere Berufsgruppen, die über stärkere Fluktuation beim Nachwuchs klagten.

"Kein seriöser Arbeitgeber in unserer kundennahen Branche kann es sich leisten, schlechte Arbeitsbedingungen zu bieten, da sich gerade ehrgeizige Mitarbeiter leicht und schnell einem anderen Arbeitgeber zuwenden würden", betonen die Hoteliers. Die NGG bringe sich selbst in Misskredit, finden Holzbock und Steinle. (mit mz)

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