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Mindelheim
17.03.2023

Warum die Stadt Mindelheim keinen Action-Supermarkt haben will

Auf dem Gelände des Netto-Markts in der Allgäuer Straße 22 in Mindelheim wollte die Firma Action eine Filiale eröffnen. Das hat der Stadtrat abgelehnt.
Foto: Johann Stoll

Plus Zu einer liebenswerten Altstadt gehören kleine Geschäfte. Wie aber lassen sich diese vor der übermächtigen Konkurrenz von der grünen Wiese und dem Internet schützen?

Die Mindelheimer Altstadt und ihr Einzelhandel waren in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses gleich zweimal Thema. Zuerst kam die Nachricht, dass der Drogeriemarkt Müller aus der Altstadt ausziehen wolle. Damit würde die Altstadt einen wichtigen Magneten verlieren. Im zweiten Fall ging es um eine Neuansiedlung eines Geschäftes in der Allgäuer Straße, in dem Waren verkauft werden, die es auch in der Innenstadt zu kaufen gibt.

Lebenswert macht die Mindelheimer Altstadt ein attraktiver Einzelhandel

Die Stadt versucht seit vielen Jahren, eine Balance zwischen den Interessen zu wahren. Im Rathaus ist man sich des Widerspruchs durchaus bewusst: Einerseits gehört es zu einer Stadt von der Größe Mindelheims dazu, dass auf großflächigen Verkaufsflächen Waren im Gewerbegebiet angeboten werden. Auf der anderen Seite ist den Stadträten aber auch klar: Wenn es keinen attraktiven Einzelhandel mehr in der Altstadt gibt und die Geschäftsleute zu wenig Umsatz machen, können sie auch all die schönen Gebäude auf Dauer nicht erhalten.

Seit 2008 setzt die Stadt Mindelheim auf planwirtschaftliche Züge. Sie hat eine Liste von Waren erarbeitet, von denen nicht mehr als damals vorhanden im Gewerbegebiet angeboten werden dürfen. Dazu zählen Textilien, Lederwaren, Kosmetik- und Körperpflege, Lebensmittel und Getränke, Multimedia, Bürowaren oder Haushaltswaren und Elektrogeräte.

Jetzt reichte ein Unternehmen einen Antrag auf Vorbescheid für einen Markt in der Allgäuer Straße 22 ein, der in seinem Sortiment gleich eine ganze Reihe solcher innenstadtrelevanter Waren feilbieten will.

Fast alle Waren gibt es auch in der Mindelheimer Innenstadt

Das Geschäft soll eine Fläche von knapp 800 Quadratmetern Verkaufsfläche bekommen. Neben dem Netto-Markt, der bestehen bleibt, sollte der Action-Markt eröffnet werden. Laut Betriebsbeschreibung umfasst das Sortiment der geplanten Action-Filiale nahezu vollständig innenstadtrelevante Sortimente, die auch für die Nahversorgung wichtig sind. Die Bauverwaltung im Rathaus stellt deutlich fest: Auf Grundlage des Einzelhandelskonzepts seien diese Sortimente unzulässig.

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Die Eigentümerin des Grundstücks argumentiert, dass sie das Geld für den Bau des Supermarkts dazu verwendet hat, ein Gebäude in der Mindelheimer Altstadt herzurichten. Ein ähnliches Modell würde sie gerne mit der Firma Action umsetzen. Sie würde als gerne ein zweites Gebäude in der Innenstadt sanieren. Damit würde einerseits ein Geschäft saniert werden. Andererseits würden auch Wohnungen entstehen.

Auch Supermärkte und Discounter führen innenstadtrelevante Waren

Die Eigentümerin räumt durchaus ein, dass das Warensortiment von Action Innenstadtrelevanz aufweise. Aber auch V-Markt, Lidl, Aldi oder Feneberg hätten zu 30 bis 40 Prozent Non-Food-Artikel in ihren Sortimenten. Der Augsburger Gutachter Manfred Heider, der das Mindelheimer Einzelhandelskonzept erarbeitet hat, habe ihr gegenüber erklärt, faktisch gebe es durch eine Action-Filiale keine Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Innenstadt. Der Leiter des Bauamtes, Michael Egger, kann das sogar nachvollziehen. Er sieht aber die Gefahr, dass bei einem Betreiberwechsel vielleicht kein Mischsortimenter mehr das Geschäft übernimmt. Das könnte dann zur Folge haben, dass auf 800 Quadratmetern eine Warengruppe angeboten wird, die in der Altstadt auch verkauft wird. "Irgendwann kann das sehr wohl zum Problem für die Altstadt werden", sagte Egger und fügte an: "Ich möchte nur vor den Folgen warnen."

Den Stadträten sprach Egger ins Gewissen. Das Einzelhandelskonzept zum Schutz der Altstadt sei von der Bevölkerung getragen. "Daran sollte man sich auch halten." In der Debatte vertrat Dietmar Wagner (Freien Wähler) einen sehr liberalen Standpunkt. Von allem, was Mindelheim attraktiv macht, profitiere die Altstadt. Wer also im Gewerbegebiet einkauft, trinkt vielleicht im Anschluss einen Kaffee in der Altstadt. 

Nur die Freien Wähler stimmten für den Action-Markt

Dem hielt Manfred Salger (CSU) entgegen, damit würde man ein Fass aufmachen, das man nicht mehr schließen könne. Er folge zu 100 Prozent der Argumention der Verwaltung. Er habe nichts gegen den Markt. Ihn störe aber der Präzedenzfall, sagte Salger. Bürgermeister Stephan Winter argumentierte als Jurist. Eine Ausnahme wäre nicht tragbar. Wollte man die Action-Filiale zulassen, müsste man den Bebauungsplan ändern. Am Ende stimmte der Bauausschuss mit acht gegen zwei Stimmen (neben Wagner stimmte nur Parteikollege Fred Beilhack dafür) gegen die Errichtung eines Einzelhandelsgebäudes der Firma Action.

Das ist die Firma Action: Das Unternehmen ist seit 2009 in Deutschland aktiv und seit 30 Jahren international. 67 Filialen gibt es in Bayern, zum Beispiel in Krumbach, Kaufbeuren, Landsberg und aktuell neu in Günzburg. Pro Filiale werden rund 20 bis 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Rund 70.000 Mitarbeitende hat das Unternehmen in den 2272 Filialen. 

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