Newsticker

Ein Drittel der Deutschen will Maskenpflicht abschaffen oder lockern

Tennis

04.07.2017

Die Kraft des bunten Vogels

Bunter Vogel voller Energie: Patrick Nystroem holte den entscheidenden Sieg im Spiel gegen den TC Schießgraben Augsburg. Durch diesen Erfolg im letzten Saisonspiel machten die Herren des TTC Bad Wörishofen in der Landesliga ihr Meisterstück und steigen damit in die Bayernliga auf.
2 Bilder
Bunter Vogel voller Energie: Patrick Nystroem holte den entscheidenden Sieg im Spiel gegen den TC Schießgraben Augsburg. Durch diesen Erfolg im letzten Saisonspiel machten die Herren des TTC Bad Wörishofen in der Landesliga ihr Meisterstück und steigen damit in die Bayernliga auf.
Bild: Axel Schmidt

Der Herrenmannschaft des TTC Bad Wörishofen gelingt der Bayernliga-Aufstieg. Dank guter Taktik und besten Nerven.

Als es vollbracht war, gab es keine Zurückhaltung mehr: Mit einem Urschrei bejubelte Patrick Nystroem den entscheidenden Punkt gegen den Tschechen Marek Gengel vom TC Schießgraben Augsburg. Dieser Punkt bedeutete das 10:7 im dritten Satz – und gleichzeitig die Entscheidung im Duell der beiden bis dato punktgleichen Spitzenteams der Landesliga Süd. Der Sieg Nystroems war der fünfte Punkt, der den Sieg und damit Meisterschaft und Aufstieg in die Bayernliga perfekt machte.

„Wir wollten von Anfang an oben mitspielen“, sagte Nystroem nach dem Spiel. „Dass es dann so gelaufen ist, ist einfach super!“ Der junge Bad Wörishofer bestach in seinem Spiel nicht nur durch sein Äußeres – kaum eine Farbe hatte er bei der Zusammenstellung seines Trikots ausgelassen –, sondern auch durch starke Nerven. Gerade im zweiten Satz, in dem es anfangs nicht gut lief und Gengel auf 4:1 davonzog, blieb er ruhig und kämpfte sich noch einmal heran. Zum Satzgewinn reichte es zwar dennoch nicht (3:6), doch den Schwung nahm er in den dritten Satz mit und gewann mit 10:7.

„Dieses Spiel war so etwas wie das Spiegelbild seiner Entwicklung“, sagte Trainer Benjamin Schmid. „Sein Spiel ist kraftaufwendig und nicht immer durchzuziehen. Doch er hat die Ruhe bewahrt und sich belohnt.“ Überhaupt habe sich Nystroem in diesem Jahr enorm gesteigert. Von sieben Partien hat er nur eine verloren und weist damit die gleiche Bilanz auf, wie der österreichische Legionär Matthias Haim vergangenes Jahr. Eine bessere Bilanz haben nur die beiden österreichischen Legionäre Philipp Jelinek (7:0) und Christoph Steiner (7:0).

Die Kraft des bunten Vogels

„Wir haben eine homogene Truppe, die schon lange zusammenspielt. Auch unsere Österreicher sind schon lange dabei“, sagte Schmid. Dennoch brauche man für so einen Erfolg auch das nötige Glück – und die richtige Taktik. So auch vor dem letzten Saisonspiel. Denn während die Augsburger mit der gleichen Aufstellung antraten, wie in der gesamten Saison, und ihre Spielstärke dementsprechend ganz gut einzuschätzen war, konnten die Wörishofer nachlegen. „Wir haben heute die Topaufstellung aufgeboten“, sagte Schmid. Unter der Saison habe sich der Verein durchaus einmal das Geld für die österreichischen Spieler gespart und diese eben nicht eingesetzt. Etwa bei der einzigen Niederlage, dem 4:5 gegen den GW Luitpoldpark München II.

Auch die Augsburger hatten gegen die Münchner ihre einzige Niederlage kassiert, allerdings eben mit dem Unterschied, die beste Aufstellung aufgeboten zu haben. Die Wörishofer hatten erfolgreich gepokert und nun im direkten Duell der beiden punktgleichen Spitzenteams im Kampf um den Titel in der Landesliga Süd und den Aufstieg in die Bayernliga einen leichten Vorteil. Den nutzten sie: Für den TTC Bad Wörishofen punkteten neben Nystroem auch Lukas Koncilia gegen Matteo Herrmann (7:6, 6:2), Christoph Steiner gegen Dennis Dragomirov (6:2, 6:2), Philipp Jelinek gegen Filip Stmad (6:0, 7:5) und Sebastian Bader gegen Konstantin Adrianowytsch (6:2, 6:0). Einzig Nachwuchstalent Luke Busse hatte gegen den Tschechen David Simunek das Nachsehen (0:6, 1:6). Die drei Doppel wurden anschließend nicht mehr ausgetragen, was angesichts des regnerischen Wetters und der Entscheidung nach den Einzeln durchaus nachvollziehbar war.

So konnten sich die Wörishofer ihre vorbereiteten Meistershirts überziehen und ihren Erfolg mit ihren Fans feiern.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren