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  3. Neu-Ulm/Senden: Verursacher von tödlichem B28-Unfall muss ins Gefängnis: Am Ende gibt's Applaus

Neu-Ulm/Senden
18.10.2023

Verursacher von tödlichem B28-Unfall muss ins Gefängnis: Am Ende gibt's Applaus

Vor dem Amtsgericht Neu-Ulm kam es zum Prozess um den tödlichen B28-Unfall bei Senden.
Foto: Michael Kroha

Plus Der Andrang zum Prozess um den tödlichen B28-Unfall ist groß. Der Verursacher entschuldigt sich vor Gericht erstmals und zeigt Reue. Um eine Haftstrafe kommt er aber nicht herum.

Als der Prozess um den tödlichen Unfall auf der B28 beendet ist, gibt es vereinzelt Applaus. Angehörige und Freunde des getöteten 22-Jährigen liegen sich in den Armen. Darunter auch die Eltern des Toten, die als Nebenkläger auftreten. Recht gefasst verfolgen sie die Hauptverhandlung. Der 29-jährige Angeklagte räumt die Tat vollumfänglich ein, zeigt Reue und entschuldigt sich vor Gericht erstmals. Die von seinen drei Verteidigern geforderte Bewährungsstrafe bekommt er aber nicht zugesprochen, er muss ins Gefängnis.

Es sind zwar keine 3500 Menschen wie bei der Trauerfeier an der Ditib-Moschee in Ulm. Am Neu-Ulmer Amtsgericht herrscht am Mittwochmorgen dennoch vergleichsweise großer Andrang. Vor dem Gebäude stehen mehrere Polizeiautos. Viele Freunde des Toten kommen nicht in den Gerichtssaal hinein, die Zuhörerbänke sind besetzt. Anwesend sind viele Angehörige, so die damalige Freundin des Toten sowie die Mutter des Verursachers. Beide betroffenen Familien stammen aus Senden, man kennt sich vom Sehen. Was der Onkel des 22-Jährigen unserer Redaktion vor dem Prozess sagte, wiederholt er nach dem Urteil nahezu wortgleich: "Uns bringt das gar nichts. Mein Neffe kommt dadurch nicht zurück." Und dennoch gibt er sich danach zufrieden: "Damit der nachdenkt, was er da getan hat." 

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