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U11-Eurocup

21.01.2020

Die Reise zum U11-Eurocup in Elchingen hat sich für die jungen Japaner gelohnt

Zufrieden und von der Atmosphäre in der Elchinger Brühlhalle überwältigt waren die jungen Fußballer von Cem ano Kobe Junior aus Japan. 15 Stunden hat ihre Reise in dei Region gedauert. Sportlich war sie nicht sehr erfolgreich, dafür aber eine wichtige Erfahrung.
Bild: Stefan Kümmritz

Sportlich lief es für Cem ano Kobe Junior beim U11-Eurocup in Elchingen zwar nicht allzu erfolgreich, dafür haben sie Erfahrungen gesammelt. Vielleicht werden sie zum Stammgast.

Diesen Stress muss man erst einmal auf sich nehmen: Erst die 15-stündige Anreise aus der Eineinhalb-Millionen-Stadt Kobe im südlichen Japan mit Ankunft in Elchingen am vergangenen Donnerstagabend. Dann in der brodelnden, für die Jungs ungewohnten Atmosphäre der Brühlhalle in eineinhalb Tagen sieben Hallenfußballspiele mit Kampf bis zum Äußersten absolvieren und schließlich am Montag wieder 15 Stunden zurück in die rund 9000 Kilometer entfernte Heimat auf der Insel Honshu reisen. So sah das Pensum der E-Jugend-Kicker von Cem ano Kobe Junior aus, die sich dem weiten Weg zum U11-Eurocup gestellt hatten.

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Allein schon die Qualifikation war ein Abenteuer. In Japan wurde eigens ein Qualifikationsturnier mit 60 Mannschaften ausgetragen, aus dem letztlich Cem ano Kobe Junior als Sieger hervorging und die jungen Fußballer beim internationalen Eurocup am vergangenen Wochenende mit dabei sein durften. Und sie waren mit Feuereifer dabei. Vor allem wegen ihrer körperlichen Unterlegenheit gegenüber den Konkurrenten reichte es dem Team von Trainer Oki Hiroyuki am Ende zu keinem Spitzenplatz, aber mit Rang 16 unter 24 Teams waren die jungen Kicker aus dem fernen Osten bei ihrem ersten Auftritt in Elchingen – dem ersten in Deutschland überhaupt – letztlich zufrieden.

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Ein gewisser Stress für die japanischen Gäste waren natürlich auch die Sprachschwierigkeiten. Deutsch konnten sie nicht, Englisch auch nicht. Und wer spricht hier schon Japanisch? Auch der Trainer konnte sich nur über Dolmetscher Kato Ryo verständigen, der zudem die Aufgabe des Betreuers erfüllte. Immerhin: Ryo konnte zwar kaum Englisch, aber doch ganz gut Deutsch. Und so klappte die Verständigung. Der Dolmetscher berichtete, dass Hiroyuki und die Jungs von der Atmosphäre in der vollen Brühlhalle einerseits überrascht und beeindruckt seien, andererseits aber auch begeistert. „So etwas haben sie noch nie erlebt“, sagte Ryo. Klar, dass die zehn- bis elfjährigen Fußballer dies das ganze Turnier über mit sich herumtrugen. „Sie waren sehr aufgeregt“, ließ der Trainer über seinen Dolmetscher wissen, „aber sie zeigten sich im Spielaufbau gut und auch ihre Spieltechnik ist in Ordnung.“ Die Knirpse von Kobe Junior zeigten vor allem, dass sie schnell und gewandt sind. Aber in den Zweikämpfen mit den quasi durchweg körperlich überlegenen Spielern der gegnerischen Teams hatten sie Probleme.

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Immerhin erreichten die Junioren aus Kobe in ihrem Debütspiel gegen Gastgeber SV Oberelchingen ein 3:3 und bezwangen in der Zwischenrunde die englische Mannschaft von Aston Villa mit 3:1. Gegen Hertha BSC, das am Ende Zehnter wurde, hielten sich die Asiaten zunächst sehr gut und unterlagen nur mit 4:6. Ansonsten gab es im Turnierverlauf klare Niederlagen gegen den FC Bayern München (0:7), gegen den Hamburger SV (0:3), gegen den späteren Pokalsieger 1860 München (0:6) und noch einmal gegen die Herthaner mit 1:5. Gegen die starken deutschen Teams mussten die Japaner eben noch Lehrgeld zahlen.

Spaß hatten sie dennoch und so strahlte Oki Hiroyuki beim Abschied. In der Heimat werden er und seine Jungs von einem tollen Erlebnis erzählen. Und der Hauptorganisator des U11-Eurocups, Tom Fuchs, versprach: „Die Partnerschaft mit Kobe Junior besteht weiter.“ So dürfte das Team aus der großen Hafenstadt Kobe auch 2021 wieder in die Brühlhalle einlaufen. Vielleicht hält es dann auch mit den Großen mit. Gelernt haben die jungen Fußballer aus Japan in Elchingen jedenfalls einiges.

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