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Leichtathletik

22.02.2021

Ulmer Athleten haben gemischte Gefühlen nach der Hallenmeisterschaft

Volle Konzentration und bis zu einer Höhe von 4,31 Metern hat es ja auch prima geklappt. Dann passte es plötzlich nicht mehr, die Silbermedaille brachte Stefanie Berndorfer trotzdem mit aus Dortmund.
Bild: imago-images/Karina Hessland

Bei der deutschen Meisterschaft in Dortmund wäre für die Stabhochspringerin Stefanie Berndorfer vom SSV Ulm 1846 mehr drin gewesen. Dafür überrascht eine Vereinskollegin positiv.

Schlechte Laune hat Stefanie Berndorfer vom SSV Ulm 1846 normalerweise sehr selten. Doch nach dem dritten missglückten Versuch über die 4,41 Meter feuerte sie ihren Stab zurück in die Tragehülle und der Missmut war ihr deutlich anzusehen. Dabei war die 33-Jährige, die bekannt ist unter ihrem Mädchennamen Stefanie Dauber, bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund wirklich gut in den Wettkampf gestartet und hatte bis 4,31 Meter alle Höhen im ersten Versuch problemlos gemeistert. Doch beim Versuch, eine Hallenbestleistung von 4,41 Meter aufzustellen, mit der ihre Konkurrentin Lisa Ryzih, Ludwigshafen, sich mit ihrem ersten und am Ende einzigen Versuch den Meistertitel sicherte, passte es einfach nicht mehr.

Hinterher zog Stefanie Berndorfer ein durchwachsenes Fazit: „Ich wäre natürlich gerne höher gesprungen. Von daher bin ich nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung. Auch die Zuschauer haben gefehlt. Aber ich finde es super, dass überhaupt deutsche Hallenmeisterschaften stattfinden konnten.“ Immerhin sicherte sie sich mit ihrer makellosen Serie zuvor die Silbermedaille vor den höhengleichen Leverkusenerinnen Ria Möllers und Katharina Bauer.

Hallen-DM der Leichtathletik in Dortmund mit Ulmer Beteiligung

Nach einer extrem kurzen Hallensaison mit gerade einmal drei Wettkämpfen heißt es für Stefanie Berndorfer jetzt, noch einmal aufzubauen, das angeschlagene Knie belastbar zu machen und dann schon früh in der Bahnsaison mit guten Wettkämpfen in der Weltrangliste nach vorn zu rücken. Vielleicht klappt es dann noch mit dem Traum von Olympia.

Eine fantastische Leistung lieferte über 3000 Meter ihre Vereinskollegin, die Triathletin Marlene Gomez Islinger, ab. In einem sehr flotten Rennen, in dem die ersten vier Läuferinnen unter der Norm für die Hallen-Europameisterschaften im polnischen Torun blieben, steigerte die 28-Jährige ihre erst drei Wochen alte Bestzeit um weitere elf Sekunden auf tolle 9:21,74 Minuten und sicherte sich damit den sechsten Rang.

Benno Freitag vom SSV Ulm fehlt bei der Leichtathletik-DM die Routine

Für Hochspringer Benno Freitag lief es dieses Mal dagegen nicht rund. Beim Überraschungssieg des Dresdeners Jonas Wagner, der 2,28 Meter überquerte, war dem 25-jährigen Ulmer die fehlende Routine nach der schwierigen Hallenvorbereitung anzumerken. Schon bei der Einstiegshöhe kämpfte Freitag mit dem richtigen Abstand zur Latte und musste sich letztlich mit genau zwei Metern und Rang acht zufriedengeben. Etwa 15 bis 18 Zentimeter mehr waren Freitag vorab von seinem Abteilungsleiter Wolfgang Beck bei dieser Veranstaltung zugetraut worden.

Völlig überraschend kam das Angebot zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft für die jüngste Ulmerin Jule Tiltscher. Nach nur wenigen spezifischen Trainingseinheiten konnte die 19-Jährige über 60 Meter Hürden mit 8,95 Sekunden zumindest ihre Vorleistung bestätigen und wertvolle Erfahrungen aus dem gemeinsamen Halbfinale mit der späteren deutschen Meisterin Ricarda Lobe (MTG Mannheim) mitnehmen.

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