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Manching

16.10.2020

Bei Airbus in Manching entsteht mehr als nur ein Parkhaus

Mehr Parkplatz für mehr Mitarbeiter. Das neue Parkhaus schafft Platz für über 800 Mitarbeiterfahrzeuge.
Bild: Manfred Dittenhofer

Plus Bei Airbus in Manching stehen die Zeiger weiterhin auf Expansion. Ein neues Parkhaus ist da nur ein sichtbares Zeichen.

Wer Airbus besucht, dem sticht es schon von Weitem ins Auge. Ein großer Schriftzug mit dem Firmennamen prangt an der Außenwand: Ein neues Parkhaus, das mit imposanten Zahlen aufwarten kann. 100 Meter lang, 50 Meter breit und zwölf Meter hoch bietet es überdachte Stellplätze für 814 Autos.

Das Parkhaus ist ein Zeichen für den Wachstumskurs von Airbus

Wer mehr Mitarbeiter braucht, der braucht auch mehr Parkfläche. Die Militärsparte von Airbus benötigt tatsächlich mehr Mitarbeiter. Im Gegensatz zu der Zivilfliegersparte stehen die Zeiger in Manching auf Expansion. Das bestätigte auch Airbus-Standortleiter Georg Munnes: „Dieses Parkhaus ist auch Zeichen für den Wachstumskurs von Airbus am Standort Manching. Die zukünftigen militärischen Luftfahrtprogramme Europas werden zu einem großen Teil aus Manching gesteuert. Dafür braucht es die entsprechende Infrastruktur.“

Georg Munnes (links), Airbus-Standortleiter in Manching, und Manchings Bürgermeister Herbert Nerb eröffneten das neue Parkhaus für die Airbus-Mitarbeiter.
Bild: Manfred Dittenhofer

Als sicher gelten für Airbus die Aufträge für das europäische Drohnenprogramm. Außerdem müssen die ersten Eurofighter ersetzt werden. Dabei geht es um 38 Kampfflugzeuge der ersten Auslieferungstranche. In welcher Anzahl der Eurofighter den in die Jahre gekommenen Tornado ablösen wird, ist noch nicht entschieden. Im Verteidigungsministerium laufen Überlegungen, zumindest einen Teil der Tornadoflotte durch amerikanische Flugzeuge vom Typ F-18 zu ersetzen.

Das Drohnenzentrum von Airbus in Manching ist bereits in Betrieb

In Manching hört man das nicht gerne. Der Eurofighter könne alle Aufgaben des Tornado übernehmen, heißt es dort. Die Aufträge reichen aber noch viel weiter in die Zukunft. Am Nachfolger des Eurofighter, dem „Future Combat Air System“ (FCAS), entwickelt Airbus in Manching kräftig mit. Beim FCAS handelt es sich um ein deutsch-französisches Programm zur Entwicklung eines ganzheitlichen Luftverteidigungssystems, zu dem 2019 auch noch Spanien als Partnerland beitrat. Das dann zwar immer noch bemannte Kampfflugzeug soll zudem unbemannte Drohnen mitführen und steuern können. Mit der Eröffnung des Parkhauses ist das zweite von mehreren Großprojekten fertiggestellt. Auch das Drohnenzentrum ist bereits in Betrieb. Die Vollendung des zentralen Logistiklagers steht noch aus.

Airbus will noch weitere 1000 Mitarbeiter einstellen

Im vergangenen Jahr hat Airbus in Manching rund 1000 neue Mitarbeiter eingestellt. In den kommenden vier Jahren sollen noch einmal 1000 dazukommen. Deshalb fehlt inzwischen auch Bürofläche. Ein Containerdorf wurde als Übergangslösung errichtet. Bei der Schaffung von mehr Raum hofft Airbus auf die Gemeinde Manching und auf den Landkreis. Dazu Manchings Bürgermeister Herbert Nerb bei der Einweihung: „Manching hat mit Airbus ein Unternehmen mit großer Innovationskraft. Die entsprechende Infrastruktur ist wichtig, um Innovation entstehen zu lassen. Das gilt für das Werksgelände von Airbus aber auch für unsere Planungen eines angrenzenden Technologieparks.“ Dieser Technologiepark soll direkt vor den Werkstoren von Airbus entstehen. Und dort will der Flugzeugbauer dann weitere Büroflächen anmieten.

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