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Neuburg

13.01.2020

So will SPD-Kandidat Bernd Schneider Neuburg stärken

Kommunalwahl 2020: Der Stadtbus muss kostenlos werden, fordert SPD-Kandidat Bernd Schneider.
Foto: Bastian Sünkel (Archivfoto)

Plus Mit 29 Jahren ist der Kreisvorsitzende der Jusos jüngster Kandidat auf den Posten des Oberbürgermeisters. Was motiviert Bernd Schneider?

Ein Markenzeichen hat er gewissermaßen schon: Die Kontur, ein Backenbart – kräftig, dunkel, unverkennbar – rahmt das Gesicht des noch jungen SPD-Mannes. Bernd Schneider, 29, ist seit 2017 politisch aktiv. Er fordert, dass die Stadt mehr auf die Stimme der Zukunft hören muss, auf die Stimme der Jugend. Dass Neuburg Menschen seines Alters auch in verantwortlichen Positionen braucht, beweist er jetzt mit seiner Oberbürgermeisterkandidatur für die Sozialdemokraten. Und sollte es dazu kommen, hat er mit der Stadt so einiges vor.

SPD-Kandidat Bernd Schneider will den Neuburger Stadtrat einen

Da wären zunächst einmal die „weichen Ziele“, wie er sagt. Dazu gehöre es etwa, den Stadtrat zu einen. Statt einzelner Vereinigungen und Parteiengruppierungen soll Neuburg im Vordergrund gemeinsamer Interessen stehen. Schließlich sitzen alle Politiker aus dem gleichen Grund in diesem Gremium: „Um die Stadt besser zu machen, zu verändern oder unseren Luxus zu halten“.

Ein weiteres Thema, das der Kreisvorsitzende der Jusos vorantreiben will, ist die Digitalisierung – insbesondere an den Ämtern. „Wir können es uns als Stadt nicht leisten, Gewerbe zu verlieren, weil wir keine ordentliche Breitbandverbindung haben“, fügt Bernd Schneider an.

Als eine weitere Herausforderung sieht der 29-Jährige die prekäre Verkehrssituation in Innenstadtlage. Sollte er die Wahl zum Oberbürgermeister im kommenden März gewinnen, will sich Bernd Schneider deshalb für einen kostenlosen Stadtbus einsetzen, „mit ordentlichen Abfahrtszeiten und ordentlichen Plänen“.

Daneben will der Neuburger den sozialen Bereich stärker betonen. So sei er ein „großer Fan“ des Ostparks – eines Projekts, das die Stadt noch vor einiger Zeit als integriertes Freizeitareal im Ostend geplant hatte. Die Bäder der Stadt möchte der Politiker zusammenlegen, um sie mit diversen Angeboten aufzuwerten.

Bernd Schneider tritt für die SPD als OB-Kandidat in Neuburg an.
Video: Elisa-Madeleine Glöckner

Ein Kletterbad, Bubble-Soccer: „Da kann man so viel machen“, bekräftigt Bernd Schneider. Und dennoch, allein würde Neuburg dieses Vorhaben nicht stemmen können. „Wir brauchen dazu externe Träger und Sponsoren, die das Ganze in die Hand nehmen.“

Mit 29 Jahren ist Bernd Schneider der jüngste Kandidat, der sich um das Amt des Oberbürgermeisters in Neuburg bemüht. Ihn stört die „eingefahrene verwaltende Tätigkeit aus dem Rathaus heraus“. Zu sehr würden Ältere die aktuelle Politik lenken, erklärt er. Ändern soll sich das, indem zum Beispiel Jugendliche stärker in Entscheidungen eingebunden werden. Schneider sagt: „Dem Jugendparlament wird noch viel zu wenig Gehör geschenkt.“

Kommunalwahl: Mit 29 Jahren ist Bernd Schneider jüngst OB-Kandidat

Als einen Nachteil empfindet Bernd Schneider sein Alter also nicht – im Gegenteil. „Ich traue es mir zu, den Wahlkampf zu machen“, sagt er. Zumal er sich diesen reiflich überlegt habe. Und zwar mehr als ein Jahr lang. Wichtiger allerdings sei die Arbeit danach: die Arbeit, das Amt zu leiten. „Und da sehe ich mich definitiv in der Lage.“ Erfahrungen dafür hat der Versicherungsfachmann vor allem beruflich gesammelt.

Bernd Schneider ist der jüngste Kandidat, der sich zur Wahl des Oberbürgermeisters für Neuburg stellt.
Foto: Andrea Appel-Fischer Photographie

Bereits mit 22 Jahren hat er sich zeitweise selbstständig gemacht, ein Team von sieben Mitarbeitern geleitet. „Personalmanagement, Finanzcontrolling, Führung: Da bin ich fit“, betont er. Und auch der Öffentliche Dienst ist dem gebürtigen Neuburger nicht fremd, da er vier Jahre in der Bundeswehr als Zeitsoldat gedient hat. „Ich bin noch jung“, bekräftigt Bernd Schneider. Ein Vorteil, den der Kreisvorsitzende der Jusos gegenüber den anderen OB-Kandidaten hat.

In Ried aufgewachsen, arbeitet der Neuburger derzeit in München. Und auch darin sieht Bernd Schneider kein Problem. „Das ist alles Zeitmanagement. Ich kann meine Arbeitszeiten flexibel legen.“ Denn Neuburg verlassen, das ist für den 29-Jährigen keine Option – was in erster Linie an den Menschen liege, die dort leben. Neuburg habe eine freundliche Mentalität, findet der Politiker. Die Leute seien offen und freundlich. „Genau deswegen mag ich die Stadt. Wegen der Menschen.“

Das sind die anderen OB-Kandidaten der Kommunalwahl in Neuburg im Porträt:

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